Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1181 bis 1182

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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 2:20 pm

Josephine

Josephine war schon misstrauisch geworden als ein Bote aus Surrey kam und Robert sichtlich in Eile einen Brief übergab. Sie hatte damit gerechnet, dass Rob Ärger bekommen hatte und nun nach Hause wollte, doch als Robert sich zu ihr umdrehte, blieb ihr das Herz stehen. Er war kreidebleich und seine Stimme zitterte als er zu sprechen begann.
"Wie bitte?" fragte Josephine entgeistert und merkte, wie hoch ihre Stimme klang. Beinahe schrill.
"Das ... das kann nicht sein." murmelte sie und erhob sich eilig, um zu Robert zu treten. "Er würde nicht ..." sie brach ab und fuhr sich fahrig über das Gesicht. "Du musst ihn suchen, Robert!" erwiderte sie dann heftig. "Du musst ihn suchen und nach Hause bringen, hörst du?" forderte sie. "Er kann nicht alleine durch die Gegend ziehen, er ..." sie brach ab, allein die Vorstellung war schon grässlich.
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 2:32 pm

Robert

"Doch...offenbar hat er Ärger bekommen mit einem seiner Lehrer. Simon hat selbst die genauen Hintergründe noch nicht durchschaut. Er wollte uns nur Bescheid geben, damit wir ihm entgegen reiten können und das möglichst schnell. Er selbst hat auch Männer ausgeschickt, aber auch der Bote hat ihn nicht gesehen." Robert schluckte schwer und nickte, legte dann die Hände an Josephines Gesicht. "Ich werde reiten und ihn finden, ein paar Männer nehme ich auch mit. Keine Sorge, wir finden ihn, Josie. Ich bin sicher, es geht ihm gut..."
Etwas Anders wollte er sich gar nicht vorstellen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 6:04 pm

Josephine

"Oh Gott." Josephine stöhnte verzweifelt auf. "Wir hätten ihn nie wegschicken sollen, Robert. Er hat von Anfang an gesagt, dass er nicht möchte." Er hatte sie gebeten ihn nicht weg zu schicken, seine sanften dunklen Augen hatten sie regelrecht angefleht bleiben zu dürfen. Und sie hatte ihrem Sohn nicht genug Beachtung geschenkt, hatte ihn überzeugt es zu versuchen. Josephine fühlte sich furchtbar elend, wie um alles in der Welt hatte sie das zulassen können?
Am liebsten wäre Josephine selbst in den Sattel gestiegen und hätte ihren Sohn gesucht, aber sie wusste, dass Robert sie nicht allein gehen lassen würde. Sie schluckte als Robert seine Hände an ihr Gesicht legte. "Bring mir meinen Sohn zurück, Robert." erwiderte sie mit rauer Stimme. "Bring mir meinen kleinen Jungen und bete zu Gott, dass er am Leben ist und unversehrt." Josephine sah ihn eindringlich an und spürte, dass die Tränen in ihre Augen stiegen, die sie jedoch mit einiger Mühe noch zurück halten konnte. "Denn wenn nicht, dann weiß ich nicht, was ich mit dir und Simon tun werde, Robert of Cornwall." erklärte sie heiser und trat einen Schritt zurück, damit Robert sich auf den Weg machen konnte. Sie wollte Robert nicht die Schuld an dieser Sache geben, immerhin hatte sie seine Entscheidung letztlich unterstützt, aber von sich aus wäre sie nie auf die Idee gekommen Rob weg zu schicken, wenn er nicht wollte.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 9:22 pm

Robert

Robert biss hart die Zähne zusammen. Er hatte befürchtet, dass dieser Vorwurf kommen würde, aber doch gehofft. Es aus dem Mund seiner Frau zu hören, traf ihn umso härter. "Aber er hätte mir schreiben können, Josie. Ich habe ihm gesagt, wenn er sich nicht wohl fühlt, soll er schreiben und ich hole ihn ab. Er hätte nicht abhauen müssen."
Er schaute sie an und nickte. "Das werde ich.", flüsterte er. "Es wird ihm gut gehen..." Seine Augen brannten. Er machte sich selbst genug Vorwürfe, aber die seiner Frau zu hören, war mehr, als er so einfach verkraften konnte.
"Tu nicht so, als hätte ich die Entscheidung allein getroffen. Du hieltest es auch für eine gute Idee...Wie hätte ich das ahnen sollen?"
Er schüttelte den Kopf. "Vergiss es, wir sollten nicht streiten...jetzt erst recht nicht...ich gehe und finde ihn."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 9:32 pm

Josephine

"Natürlich hätte er das nicht. Aber ich ... ich hätte ihm einfach besser zuhören müssen. Ich hätte es wissen müssen, dass es keine gute Idee war." erwiderte Josephine. Warum hatte sie die Augen davor verschlossen, dass ihr Junge um keinen Preis hatte gehen wollen?
Roberts Einwand traf sie wie eine schallende Ohrfeige und Josephine musste sich um Haltung bemühen. "Ja, ich weiß. Und glaub mir, wenn ihm auch nur irgendetwas passiert sein sollte, werde ich mir das mein Leben lang nicht mehr verzeihen." entgegnete Josephine und schlang die Arme um ihren Oberkörper. Allein die Vorstellung, dass ihr kleiner Junge ganz allein durch halb England reiste, ließ sie krank werden.
Josephine schluchzte leise auf und war im nächsten Moment bei Robert, schlang die Arme um seinen Hals und vergrub für einen Moment das Gesicht an seiner Schulter als die Tränen kamen. "Wag es ja nicht ohne ihn Heim zu kommen, hörst du?" schluchzte sie leise. "Ihm darf einfach nichts passiert sein, Robert."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 9:38 pm

Robert

"Es ist normal, Josie. Jungs gehen irgendwann fort um zu lernen. Wir sind nicht immer da um ihn zu beschützen, er muss lernen selbstbewusst auf eigenen Beinen zu stehen und sich nicht alles gefallen zu lassen. Aber es ist doch jetzt auch egal..."
Robert zog Josephine fest an sich und vergrub die Nase in ihrem Haar. "Ich werde ihn finden, Liebes. Ich verspreche es. Ihm passiert nichts, er ist ein Kämpfer. Ich werde es Vater sagen, er wird mitkommen wollen. Mit den Männern gemeinsam finden wir ihn rasch."
Er küsste sie auf die Stirn und löste sich von ihr, um sich auf die Suche zu machen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 9:42 pm

Josephine

Josephine hätte Robert am liebsten überhaupt nicht gehen lassen, damit sie sich in seinen Armen etwas beruhigen konnte, aber je eher er sich auf den Weg machte, desto besser, also ließ sie ihn rasch ziehen.
Die Kinder waren bei der Kinderfrau und damit sie selbst nicht alleine blieb und in der Stille ihres Gemaches verrückt wurde, hatte sie kurzer Hand den Weg zu ihrer Schwiegermutter eingeschlagen, vielleicht fand diese ein paar tröstende Worte oder konnte ihr wenigstens Gesellschaft leisten.
Sie klopfte an die Tür und trat ein als sie von drinnen eine Antwort erhielt. "Ich hoffe, ich störe nicht ..." fragte Josephine ein wenig fahrig. Das war alles einfach zu viel für ihre Nerven soviel war sicher.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 9:50 pm

Joanna

Joanna hatte sich gerade mit einem Buch die Zeit vertrieben, als es klopfte. Sie legte das Pergament zur Seite und bat den Besuch herein. "Josephine! Nein, gar nicht, im Gegenteil. Komm nur herein und setz dich."
Sie sah sofort, dass mit ihrer Schwiegertochter etwas nicht stimmte. So nervös und durch den Wind wirkte diese sonst nicht. "Liebes, was ist los? Du wirkst völlig aufgelöst. Ist etwas passiert? Sag schon.." Das machte ihr nun wirklich Sorgen. "Ist etwas mit den Kindern?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 9:53 pm

Josephine

Josephine war erleichtert, dass ihre Schwiegermutter alleine war und sie herein bat. Sie betrat das Gemach und setzte sich dann auf einen freien Platz, sah Joanna verzweifelt an und rang einen Moment um Worte. "Es ... es ist Rob." erklärte sie dann langsam und mit bebender Stimme. "Es kam Nachricht aus Surrey, dass er abgehauen ist." Josephine zitterte leicht und fuhr sich mit der Hand über die Augen. "Er scheint Ärger gehabt zu haben und ist des nachts einfach mit seinem Pony los." Sie schloss die Augen bei der Vorstellung daran, wie Rob alleine unterwegs war.
"Robert ist gerade los, er will ein paar Männer zusammen suchen und sich auf den Weg machen. Oh Gott, ich hoffe, dass sie ihn finden."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 10:19 pm

Joanna

Joanna legte den Kopf zur Seite und lauschte angespannt. "Er ist...was? Er ist alleine aus Surrey geflüchtet um hierher zu kommen? Ein mutiger Junge, das muss man ihm lassen." Sie seufzte leise und legte Josephine die Hand auf den Arm.
"Du wirst sehen, Robert wird ihn finden. Mach dir keine Sorgen, wir werden es schaffen. Ganz sicher.", erklärte sie aufmunternd.
"Robert und die Männer werden die Umgebung durchkämmen und deinen Sohn finden. Du darfst dich jetzt nicht verrückt machen. Du musst für deinen Sohn da sein, wenn sie ihn zurück bringen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 10:22 pm

Josephine

Josephine gab ein kurzes, aber freudloses Lachen von sich. "Mutig ... ein kleiner Dummkopf ist er. Er hätte nur schreiben müssen und im Notfall hätte ich ihn höchstpersönlich abgeholt. Ich weiß nicht, was ihn geritten hat." erwiderte sie und sah ihre Schwiegermutter verzweifelt an. "Ich habe solche Angst, dass ihm irgendetwas zustößt. Das würde ich mir nie im Leben verzeihen!"
Sie liebte ihren Sohn doch über alles. Ihren kleinen Jungen, den sie damals ganz allein im Kloster zur Welt gebracht hatte und der ihr so viel Halt gegeben hatte, der letztlich dafür gesorgt hatte, dass sie doch noch mit Robert zusammen gekommen war. Ihr kleiner, süßer Rob ...
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 10:35 pm

Joanna

"Für ihn aber war es vielleicht mutig. Wer weiß, was in seinem Kopf vor sich ging, als er das geplant hat. Du darfst nicht einmal daran denken, Josephine. Ihm wird nichts zustoßen und Robert wird ihn finden. Vertrau mir."
Joanna setzte sich neben ihre Schwiegertochter und schloss die in die Arme. "Rob ist stark, ihm wird nichts geschehen. Vertrau auf ihn und auf Gott."
Joanna hoffte innerlich wirklich, dass sie recht behielt. Sie machte sich Sorgen um ihren Enkel.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 10:59 pm

Rob

Rob war jeden Tag aufs neue froh darüber, dass er den Mantel von Mat bekommen hatte, denn ohne diesen wäre es viel zu kalt gewesen. Der Winter machte sich immer mehr bemerkbar und nachts war es schon so bitterkalt, dass Rob sich nicht getraut hatte, sich über Nacht schlafen zu legen. Also war er oft bis zum Morgengrauen unterwegs gewesen und hatte vormittags geschlafen.
Anfangs hatte er versucht Mats Ratschlag zu befolgen, aber bereits im ersten Wirtshaus hatte man ihn davon gejagt, bevor er sein Anliegen auch nur hatte äußern können, weil man dachte, er wäre gekommen, um zu betteln. Das hatte einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und so hatte er die Wirtshäuser kurzer Hand gemieden.
Er war vor kurzem durch Exeter gekommen und wusste daher, dass er nicht mehr weit von zu Hause entfernt sein konnte - ein Gedanke, der ihn vorwärts trieb, obwohl er eigentlich so gut wie am Ende seiner Kräfte war. Die Reise hatte ihm doch mehr abverlangt, als er erwartet hatte.
Als der Morgen nun graute, suchte Rob sich ein Plätzchen etwas ab vom Wegesrand unter einem großen Baum, wo er ein wenig Schutz vor möglichem Regen oder gar Schnee haben würde. Er aß noch ein wenig von dem mittlerweile recht harten Brot, das er dabei hatte, dann wickelte er sich fest in seinen Mantel und legte sich hin - wie üblich direkt neben seinem Pony. Der kleine Wallach hatte es als ganz selbstverständlich hingenommen, als Rob sich das erste Mal an ihn gekuschelt hatte, um nicht ganz so sehr zu frieren und von da an hatte er es jedes Mal so gehalten, sobald das Pony sich ebenfalls hingelegt hatte. So blieb er wenigstens etwas warm.
Rob seufzte leise und schloss die Augen. Was würde er nur darum geben, wenn er endlich zu Hause wäre.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 11:07 pm

Robert

Seit Stunden war Robert auf der Suche nach seinem Sohn und kämpfte sich durch die Kälte. Er hatte furchtbare Angst um sein Kind, hatte Angst, der Kleine könnte bereits erfroren sein. Was alles geschehen konnte auf dem weiten Weg!
Er hielt sich etwas abseits der Wege, denn er glaubte, dass sein Sohn klug genug war nicht ganz offen zu reiten. Er war kurz davor zurück zu reiten und eine andere Richtung einzuschlagen. Er konnte einfach nicht mit leeren Händen nach Hause kommen, Josephine würde ihm das niemals verzeihen. Und er sich selbst auch nicht. Wie hatte er den Kleinen nur fort schicken können?
Und dann sah er es...er sah das Fell des Ponywallachs ein wenig ausblitzen, nur aus dem Augenwinkel heraus. Kaum zu hoffen wagend näherte er sich. Es war wirklich Robs Pony und kein Wildschwein oder sonstiges Wild.
Und an den Bauch des Pony gekuschelt lag sein Sohn, blass, mit geschlossenen Augen. Eine furchtbare Angst ergriff ihn. War er zu spät? Lebte Rob noch? Einer Panik nahe sprang Robert aus dem Sattel und ließ seinen Hengst einfach stehen. Er fiel neben dem Kleinen auf die Knie.
"Rob...Rob...oh Gott..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 11:16 pm

Rob

Rob wurde von einer drängenden Stimme aus dem Schlaf gerissen und blinzelte verwirrt. "Was ..." nuschelte er irritiert, war sich einen Moment lang nicht ganz sicher, ob er wirklich aufgewacht war, dann öffnete er die Augen vollständig und blickte direkt in das blasse und vor Sorge verzerrte Gesicht seines Vaters.
Rob runzelte die Stirn und blinzelte noch einmal energischer. Das war doch unmöglich, oder? Wieso war sein Vater hier, er war doch noch gar nicht in Truro ...
"Bin ... bin ich tot?" fragte er verwirrt. Anders konnte er sich das nicht vorstellen. Er ließ den Blick schweifen, sah die karge Landschaft um sich herum und sein Pony, das geduldig neben ihm lag und da kam die Erinnerung endgültig zurück und er begriff. Sein Vater musste gekommen sein um ihn zu suchen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 11:23 pm

Robert

Um ein Haar hätte Robert gelacht vor lauter Erleichterung, als sein Sohn die Augen aufschlug und mit ihm sprach. "Oh danke, Herr....oh mein Junge..."
Mit Tränen in den Augen zog er Rob an sich und hielt ihn fest. "Du bist nicht tot. Du bist hier bei mir und wir sind bald Zuhause. Was hast du dir nur dabei gedacht so einfach zu flüchten, ganz allein? Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht! Deine Mutter wird fast verrückt vor Sorge um dich. Du hättest doch schreiben können, dann wäre ich dich abholen gekommen."
Er strich durch das dunkle Haar.
"Oh Gott, ich bin so froh, dass dir nichts passiert ist."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 11:28 pm

Rob

Rob fuhr sich ein wenig müde mit der Hand über die Augen. "Gut." murmelte er. "Ich dacht schon ..."
Im nächsten Moment fand er sich in den Armen seines Vaters wieder und sah diesen ein wenig verblüfft an, dann legte er die Arme um ihn und den Kopf an seine Schulter. "Hm." Rob schloss wieder die Augen, er war noch so müde und ihm war so verdammt kalt.
"Ihr hättet doch alle gewollt, dass ich es noch ein bisschen versuche. Da dachte ich, ich komme einfach gleich Heim." erklärte er leise. "Aber der Weg war ganz schön weit, hätt ich nicht gedacht."
Und vor allem war es kalt gewesen. Rob erschauderte leicht und drückte sich ein wenig fester an seinen Vater.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 11:36 pm

Robert

Robert atmete tief durch, um sich zu fassen. Wie knapp er doch davor gewesen war seinen Sohn zu verlieren. Dabei liebte er Rob doch über alles. "Nein. ich hatte dir doch versprochen, dass ich dich heim hole, wenn du dich absolut nicht wohl fühlst, Rob. Vertraust du mir so wenig?", fragte er betrübt.
"Aber in jedem Fall bist du nun wieder hier....ich bin so unendlich froh, dich gesund wieder zu haben. Komm...wir gehen heim."
Er stand auf und hob Rob mit sich hoch. Auch das Pony erhob sich schließlich und ließ sich mit dem Zügel an Châtaigniers Sattel festbinden, während Robert seinen Sohn vor sich in den Sattel setzte und mit in seinen Umhang hüllte. "Du wirst sehen, Zuhause wartet ein warmes Feuer, etwas Gutes zu essen..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 11:42 pm

Rob

"Hm, nein, das nicht. Ich wollte nur sicher gehen, dass ich so schnell wie möglich dort weg komme." erwiderte er langsam. Rob war zu müde und zu erschöpft, um zu protestieren als sein Vater aufstand und ihn auf dem Arm behielt. Zudem war es gut dessen Wärme zu spüren und zu wissen, dass er es nun endlich geschafft hatte.
Unter normalen Umständen hätte Rob darauf bestanden selbst zu reiten, aber nicht heute. Ihm tat fast alles weh von der Reise und dem Schlafen auf hartem Boden, so dass er nicht böse darum war, sich einfach an seinen Vater kuscheln zu können. Vielleicht würde er dann auch bald aufhören zu frieren.
"Das klingt gut. Und ein Bad?" fragte er hoffnungsvoll und schlang seine Arme um die Taille seines Vaters.
"Papa, ich ..." begann Rob dann zögerlich und brach zunächst ab, sammelte sich und fuhr dann fort. "Ich möchte kein Earl werden." erklärte er dann. "Ich muss nicht, wenn ich nicht will, oder? Isaac kann das doch werden ... dein Erbe und damit irgendwann Earl, oder? Er macht das sicher gut."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Mi Apr 29, 2015 11:53 pm

Robert

"Erzähl mir Zuhause alles in Ruhe, Rob...dann haben wir Zeit." Robert setzte seinen Hengst in Bewegung und hielt seinen Sohn dicht bei sich. "Oh ja, und ein Bad, wenn du das willst. Dann dein warmes Bett. Du wirst dich also erst einmal gut ausruhen."
Und er hoffte, Rob würde nicht noch zu alldem erst einmal krank werden. Was dann aber kam, überraschte ihn vollends. Damit hatte er gar nicht gerechnet.
"Du musst nicht, wenn du absolut nicht willst. Aber ich würde mich freuen, wenn du mein Erbe wärst. Aber warum willst du das denn nicht? Du warst doch vorher immer so stolz darauf. Du würdest deine Sache sehr gut machen. Aber du hast noch ein paar Jahre Zeit dir das zu überlegen..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Do Apr 30, 2015 12:00 am

Rob

Rob nickte und lächelte leicht. "In Ordnung. Aber bevor ich es erzähle, möchte ich ein Bad und Essen." erklärte er dann. Allein der Gedanke daran war verlockend und sein Magen begann prompt zu knurren.
Dann senkte Rob den Kopf ein wenig, um seinen Vater nicht ansehen zu müssen und schwieg einen Moment lang. Er hatte so eine Ahnung, dass sein Vater nicht verstehen würde, was ihn zu dieser Überlegung getrieben hatte, aber irgendwie musste er es ihm dennoch erklären.
"Ich will nicht, dass die Leute immer auf mich zeigen und sagen, ich hätte eine solche Position nicht verdient. Dass sie sagen, ein Bastard und obendrein der Sohn einer Hure sollte kein Earl sein." erklärte Rob leise. "Dass ich ein Nichtsnutz bin und vielleicht nicht einmal dein Sohn." Er hatte die Worte von Martha und Julie noch zu genau in den Ohren und diese Vorstellung hatte ihn wirklich erschreckt.
"Dann mach ich lieber was, was mir Spaß macht und was mir die Leute nicht schlecht reden ... ich mag die Pferde gern, ich könnte mich um sie kümmern, weißt du ... die Stallburschen in Surrey haben auch gesagt, ich kann das gut."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Do Apr 30, 2015 12:32 am

Robert

"Das bekommst du alles, keine Sorge. Deine Mutter hat sich wahnsinnige Sorgen um dich gemacht." Robert legte den Arm um Rob und seufzte leise, ehe er seinen Hengst in die richtige Richtung lenkte. "Du musst dir einfach ein dickeres Fell aneignen. Dann macht es dir auch nicht mehr bei jedem Spruch etwas aus. Du musst einfach darüber stehen. Was glaubst du, was sie zu mir schon alles gesagt haben....Außerdem muss ich erst einmal etwas erben, bevor du es kannst. Du hast also noch lange Zeit es dir zu überlegen. Du bist und bleibst mein Sohn und ich hätte dich sehr gerne als meinen Erben, glaub mir. Und nur, weil du Earl wirst, heißt das nicht, dass du nicht mehr machen kannst, was dir Spaß macht. Sieh dir deinen Großvater an, er macht es genauso."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Do Apr 30, 2015 12:36 am

Rob

"Hm, gut dass ich bald wieder da bin und sie trösten kann." erklärte Rob und schüttelte dann unwillig den Kopf. "Das will ich aber nicht, ich will mir kein dickeres Fell anlegen, ich will bleiben wie ich bin und nicht abstumpfen. Außerdem ... wie kann mir so etwas je egal werden? Wenn die Leute sagen, ich tauge zu nichts ... vielleicht haben sie ja auch ein Stück weit recht und ich sollte wirklich kein Earl werden." überlegte Rob, gähnte dann aber herzhaft ehe er weiter sprechen konnte.
Er war so furchtbar müde, dass er den Rest einfach herunter schluckte, der ihm noch auf der Zunge gelegen hatte. Stattdessen schmiegte er sich enger an seinen Vater und schloss die Augen, um noch etwas zu schlafen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Do Apr 30, 2015 11:25 am

Robert

"Ja, das ist gut.", erwiderte Robert mit rauer Stimme. Sein Sohn hatte so ein großes Herz, warum musste die Welt nur so grausam zu ihm sein? Er konnte doch nichts für all das. Warum musste er den Preis bezahlen für die Sünden seines Vaters? Das ist nicht gerecht, Gott...
"Es kann dir egal sein, weil du es doch besser weißt. Sie haben nicht Recht und du wirst es ihnen beweisen. Wenn du dir Mühe gibst und gerecht bist, werden sie dich respektieren. Es wird immer Neider geben, die schlechte Dinge über einen sagen. Aber du musst einfach darüber stehen...Du bist mein Sohn und ich weiß, dass du es kannst. Aber gib dir Zeit. Du hast noch viele Jahre Zeit darüber nachzudenken. Jetzt gehen wir erst einmal nach Hause..."
Er strich Rob über den Rücken und trieb Châtaignier zu einer rascheren Gangart an, damit er ihn schnell nach Hause und zu seiner Mutter bringen konnte.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1181 bis 1182   Do Apr 30, 2015 11:37 am

Rob

Rob war viel zu müde, um noch einmal zu antworten und so war er auch schon eingeschlafen als sein Vater den Hengst weiter antrieb. Die Reise war lang gewesen, die Kälte unerbitterlich und sein Proviant nicht allzu üppig, so dass er nun wirklich eine Pause brauchte. Er hätte es zweifelsohne noch bis nach Hause geschafft, aber jetzt da er wusste, dass er sich nicht mehr anstrengen brauchte, dass sein Vater ihn nach Hause brachte, holte Robs Körper sich den Schlaf, den er brauchte.
Einmal wurde er allerdings war und hob blinzelnd den Kopf, merkte, dass sie nicht länger Schritt gingen und sah zu seinem Vater auf. "Papa, können wir ... langsamer reiten?" fragte er dann langsam. "Ich will echt gern nach Hause, aber ich glaub Bukephalos ist genauso müde wie ich. Der Weg war echt weit."
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William und Joanna - ab 1181 bis 1182
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