Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1182 bis 1183

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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 7:58 pm

Philippe

Philippe zuckte leicht die Schultern. "Vermutlich nicht, dennoch würde sie sich vermutlich noch eher bei Geoffrey ausweinen als bei mir." bemerkte er ein wenig spöttisch. "Aber sie sorgt dafür, dass alles weiter seinen Gang geht, sie macht es wirklich hervorragend." erklärte Philippe anerkennend.
Dann musste er lachen und nickte zustimmend. "Da hast du wohl recht. Besonders da Amelié und ich ... uns gerade wieder um Nachwuchs bemühen." berichtete Philippe lächelnd. Er war wenig erpicht darauf, dass seine Frau jedes Jahr schwanger war, daher hatten sie entsprechende Maßnahmen getroffen, doch mittlerweile war es durchaus an der Zeit für das dritte Kind. "Ich glaube, sie vermisst Gabriel manchmal immer noch." fügte er trocken hinzu. "Ich schwör's dir, Robert, wenn Edward dieser Nichtsnutz nicht gut auf den Jungen Acht gibt, zieh ich ihm das Fell über die Ohren."
Philippe leerte den Becher mit einem großen Zug und stellte ihn auf den Tisch. Zwanzig oder dreißig Mann. Nicht unbedingt viele, aber dennoch mehr als eine einfache Eskorte ... "Du musst mich mitnehmen, wenn du wieder in die Normandie gehst." erklärte Philippe ernst. "Egal wen du mit nimmst, ich kenne die Männer und die Gäule in und auswendig. Und sollte tatsächlich etwas passieren, brauchst du mich an deiner Seite." drängte er weiter.
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 8:33 pm

Robert

Robert nickte. "Ja, auch wieder wahr. Aber sie ist sowieso recht eigen, was solche Dinge angeht. Früher war sie...etwas offenherziger, aber vielleicht macht das die Lebenserfahrung. Aber es beruhigt mich, dass alles gut läuft. Vater hat gesagt, ich solle mich nicht allzu sehr beeilen, sondern lieber die Zeit mit meiner Familie genießen, solange ich das so ausgiebig kann. Und offenbar hat es ja auch nicht geschadet. Sie hat ja jahrelange Erfahrung mit der Verwaltung, wenn Vater abwesend ist."
Er lächelte leicht. "Dann wünsche ich euch Beiden viel Glück dabei. Ihr werdet sicher bald wieder Nachwuchs bekommen. Natürlich vermisst sie ihn, sie hat ihn gestillt. Das prägt, glaub mir. Aber sie weiß auch, dass er dort ist, wo er hingehört. Und Julia wird schon aufpassen, dass Ed sich gut um seinen Sohn kümmert."
Robert hob die Augenbrauen und machte eine abwehrende Geste. "Nein.", sagte er bestimmt. "Phil, ich hätte dich gern an meiner Seite. Aber du weißt, dass es dir verboten ist nach Rouen zurück zu kehren und ich brauche dich noch etwas länger."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 8:43 pm

Philippe

Philippe nickte. "Recht hatte er damit, es scheint dir gut getan zu haben. Du wirkst entspannter." bemerkte Philippe lächelnd. "Und Joanna und Geoffrey agieren wirklich hervorragend zusammen, sie kennen sich schon so lange, es läuft wirklich reibungslos."
Dann lächelte er zärtlich und nickte. "Das hoffe ich sehr. Es wäre an der Zeit, es würde uns allen eine Freude machen." Philippe wünschte sich durchaus eine kleine Schar von Kindern, aber alles mit der Zeit. Er wusste von seiner Mutter genau, wie es Frauen erging, die Jahr für Jahr ein Kind zur Welt bringen mussten und das wollte er Amelié wirklich nicht zumuten.
Philippe legte die Stirn in Falten und beugte sich etwas vor, die Unterarme stützte er dabei auf die Tischplatte. "Herrje, Robert, sei nicht albern. In dem Gewusel falle ich doch niemandem weiter auf und Henry ist der letzte, der in den jämmerlichen Unterkünften auftaucht in denen deine Männer untergebracht werden. Was sollte also schon passieren? Nimm mich mit, du wirst mich dort brauchen, wenn es tatsächlich zu Reibereien kommt, das weißt du genau." drängte Philippe unbeirrt weiter.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 9:11 pm

:Robert.

"So fühle ich mich auch. Es war ein guter Rat von Vater. ich brauchte ein bisschen Zeit für mich, meine Frau und meine Kinder. Wir haben Rob heil abgeliefert und auf dem Rückweg nach ihm geschaut, es geht ihm wirklich gut. Er fühlt sich wohl. Es war wohl die richtige Entscheidung."
Robert schüttelte ablehnend den Kopf. "Ich bin nicht albern. Mag sein, dass du Glück hättest und niemand dich bemerkt, du einfach untertauchen kannst. Aber ein Moment kann reichen. Ein falscher Moment, ein falscher Blick. Ein falsche Person in der Nähe...ich werde nicht riskieren, dass henry dich aufhängen oder köpfen lässt. Also sei um Gottes Willen vernünftig. Es tut mir leid, aber ich weigere mich dich mitzunehmen. Du musst hier für mich die Stellung halten."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 9:18 pm

Philippe

"Das freut mich zu hören. Der Kurze hat sich das alles wirklich sehr zu Herzen genommen, ich hoffe, der Abstand hilft ihm weiter." erwiderte Philippe lächelnd. Er wusste genau in welcher Sorge Robert um seinen Sohn gewesen war und er hatte ebenfalls um seinen Neffen gebangt. Zu hören, dass es ihm wieder besser ging, war wirklich gut.
Als Robert so entschieden ablehnte, ballte Philippe kurz die Hand zur Faust und mahnte sich zur Ruhe. Es machte ihn fast wahnsinnig daran zu denken, dass Robert wieder in die Normandie ging und dort möglicherweise in nicht ganz unbeträchtlicher Gefahr war und er hier tatenlos herum sitzen würde.
"Die Stellung halten?" Philippe lachte trocken auf. "Und was für eine Stellung soll das genau sein? Im Winter passiert hier ja noch weniger als zu der restlichen Zeit des Jahres. Das heißt, ich werde tagein tagaus die Ställe sauber machen, wenn der Schnee mal nicht meterhoch liegt, die Gäule ein wenig reiten und ansonsten die Hände in den Schoß legen. Und du willst mir sagen, ich sei mehr als ein besserer Stallbursche? Ich bitte dich ..." Philippe knirschte mit den Zähnen und damit er Robert nicht ansehen musste, griff er noch einmal nach dem Krug um seinen Becher zu füllen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 9:37 pm

Robert

Robert seufzte. "Es ist schmerzhaft zu sehen, dass es meinem Sohn woanders besser geht als Zuhause, aber er fühlt sich dort so wohl mit Beas Kindern und...er wird wieder selbstbewusst. Richard will ihn als Knappen haben, wenn es soweit ist."
Er legte die Hände auf den Tisch und beugte sich vor. Er wollte doch einfach nur, dass Phil in Sicherheit war.
"Phil...hör zu, du hast hier eine Familie, die dich braucht. Sei dankbar, dass du aus diesem Teufelskreis raus bist. Ich werde dich nicht mitnehmen und wenn du dich auf den Kopf stellst. Du kannst Mutter zur Hand gehen und hier die Ausbildung weiterer Männer für mich übernehmen. Ich brauche dich hier genauso sehr. Du bist nicht dazu gemacht nur Ställe zu misten und zu reiten. Du selbst hast dir den Weg ausgesucht. Und was glaubst du, was Amélie mit mir anstellt, wenn ich dich nach Rouen mitnehme? Du bist mein Bruder, ich will nicht, dass dir etwas passiert."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 9:53 pm

Philippe

Philippe schüttelte den Kopf. "Das vergeht wieder, Robert. Wenn er zurück kommt, wird er überglücklich sein wieder hier zu sein bei seiner Familie. " erwiderte er zuversichtlich. "Das ist doch ein gutes Zeichen, nicht wahr? Wenn Richard ihn als Knappen haben möchte, scheint er sich gut zu machen. Und er würde sicher eine Menge bei ihm lernen."
Philippe schnaubte leise. "Ha, deine Mutter wird mir sagen, ich solle nach den Pferden sehen, sie und Geoffrey haben ja schließlich alles im Griff." entgegnete er knapp. Dann stand Philippe auf, um unruhig durch den Raum zu laufen. "Ich bin nicht dazu gemacht, sagst du, aber genau das ist es, was ich tue, Robert. Jeden Tag. Dazu trainiere ich noch ein paar der Männer, wenn Brian zu viel zu tun hat. Das wars. Seit du weg bist, habe ich vielleicht eine handvoll Male ein Übungsschwert in der Hand gehalten und das Schwert, das Vater mir zu meinem Ritterschlag geschenkt hat, liegt unberührt seit Jahren in meiner Truhe." Philippe blieb an dem Tisch stehen und sah auf Robert hinab. "Rob, ich bin 25 Jahre alt, wie soll das weiter gehen? Ist das hier das, was ich mein Leben lang tun werde? Und was, wenn der alte König stirbt und Henry, dieser Taugenichts nach England kommt, hm? Dann verkrieche ich mich hier in Truro bis ich alt und grau bin? Immer auf dein Wohlwollen angewiesen sobald ich irgendetwas brauche? Teufel nochmal, jeder Kaufmann besitzt mehr als ich, es gibt Bauern, die mehr haben, weil sie eigenes Land besitzen ... ein toller Ritter bin ich, wahrlich. Aber vielleicht kehre ich ja auch einfach nur zu meinen Wurzeln zurück, nicht wahr? Ich bin als armer Schlucker, als Sohn einer Bäuerin, die sich nebenbei als Hure verdingen musste, zur Welt gekommen ... es ist nur bitter, wenn man einmal etwas anderes erlebt hat." Philippe biss die Zähne aufeinander als ihm bewusst wurde, was er da gerade alles gesagt hatte und mit einem Mal kam er sich furchtbar schäbig vor, weil er mit seinen Worten vor allem Amelié nicht gerecht wurde, die sein Leben doch so sehr bereicherte. Aber dennoch, manchmal, wenn er zu genau darüber nachdachte, wurde er bitter über das, was er hier tat und dass sich daran vermutlich nie wieder viel ändern würde.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 10:15 pm

Robert

Robert nickte leicht. "Ich hoffe, du hast Recht. Ja, es ist ein gutes Zeichen, aber Henry will ihn auch haben...Und da liegt das Problem. Ich würde Rob ungern Henry in den Rachen werfen, aber wie soll ich ihm das sagen?"
Er biss die Zähne zusammen. "Meine Mutter wird nichts dergleichen sagen, sie wird dir danken und deine Hilfe annehmen, glaub mir. Sie ist froh, wenn sie mehr Zeit für unsere Geschwister hat. Wenn du mit deinem Leben so unzufrieden bist, Ohil, dann musst du verdammt noch mal was ändern! Wenn dir das ruhige Leben mit deiner Frau hier nicht genügt, dann krieg gefälligst deinen Arsch hoch. Du könntest längst in London sein und in die Dienste des alten Henry treten. Der braucht immer fähige Ritter. Du hast hier ein Haus, ein Einkommen und eine Familie. Mein Wohlwollen? Du bist mein Bruder, ich würde fast alles für dich tun. Wenn Henry hierher kommt, ist England groß genug um nicht weiter aufzufallen und ihm aus dem Weg zu gehen. Aber Rouen nicht, zumal sein Verbot für die Normandie gilt. Du sollst die Insel nicht verlassen. Herr Gott, Phil, dann nimm dein Schwert aus der Truhe und benutz es, aber ich werde dich trotzdem nicht mitnehmen. Du wirst nicht unter meiner Verantwortung dieses Risiko eingehen. Und ich wusste auch nicht, dass du so bettelarm bist und dass du auf Reichtum so viel wert legst. Du hast eine Beteiligung an den Gewinnen der Zucht, was willst du noch?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 10:36 pm

Philippe

Philippe wurde ein wenig blass. "Henry?" echote er überrascht. "Robert, bei Gott, egal was du tust, gib den Jungen nicht zu Henry, ich bitte dich. Es muss einen anderen Weg geben." Henry war wohl der letzte Mensch auf Erden, dem Philippe irgendjemanden anvertrauen würde.
Bei Roberts Worten starrte Philippe seinen Bruder einen Moment lang schweigend an. Dann musste er dagegen ankämpfen nicht los zu lachen. "Hast du wirklich keine Ahnung?" fragte er schließlich und schüttelte den Kopf. "Bei Gott, Robert, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass du so blind bist." murmelte Philippe und fuhr sich über das Gesicht. "Ich kann nicht nach London zum König gehen, selbst wenn ich wollte." erwiderte er und atmete geräuschvoll aus. "Tja, das hat Vater gut eingefädelt, was ..." murmelte er leise und sah Robert dann in die Augen. "Robert, ich würde sterben für dich, begreifst du das nicht? Ich könnte niemand anderem mein Schwert anbieten, weil ich den Gedanken nicht ertragen kann, dass ich dir nicht zur Seite stehen kann. Und deshalb macht es mich auch fast wahnsinnig, dass du wieder in die Normandie gehst und mich hier lässt. Und das auch noch, wo du genau weißt, dass es dort möglicherweise zu Unruhen kommt." Philippe knirschte leise mit den Zähnen. "Du bist nicht einfach nur mein Bruder, Robert, du bist ... du bist alles, verstehst du? Du bist derjenige von dem ich mein Leben abhängig mache." erklärte Philippe mit belegter Stimme.
Er ließ sich wieder auf dem Platz Robert gegenüber und strich sich die Haare aus der Stirn. "Ich bin nicht bettelarm und ich bin auch nicht auf Reichtum aus." entgegnete Philippe. "Aber noch ist das, was die Zucht für mich abwirft nicht allzu üppig. Sicher, es reicht um über die Runden zu kommen, aber es ist meine einzige Einnahmequelle und muss daher gut eingeteilt werden. Und Amelié ..." Philippe senkte fast ein wenig beschämt den Blick. "Sie würde sich nie beschweren und sie hat auch noch nie einen Ton dazu gesagt, aber ich weiß, wie sehr sie sich darüber freuen würde, wenn sie sich ruhigen Gewissens ein schönes Kleid leisten könnte. Oder einmal ein bisschen Schmuck ... all solche Dinge halt. Aber zum einen kann ich ihr das gerade noch nicht bieten, weil das verfluchte Zeug wirklich teuer ist und zum anderen hat sie ja auch nie Gelegenheit solche Dinge wirklich einmal auszuführen. Für den Garten oder beim Melken ist sowas ja wahrlich unangemessen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 10:57 pm

Robert

"Ich will auch nicht, aber ich muss einen Weg finden ihm abzusagen ohne ihn vor den Kopf zu stoßen. Das ist fast gefährlich. Ich weiß auch nicht, warum Henry so auf mich baut. Ich habe nie etwas dafür getan. Weiß der Himmel, was er damit bezweckt...."
Robert schüttelte ein wenig fassungslos den Kopf. "Aber Phil...es ist..warum würdest du das für mich tun? Ich bin dein Bruder und ich liebe dich auch sehr, aber ich wollte auch nur dein Bruder sein und nicht dein Dienstherr. Das kommt mir so falsch vor, weil ich nie über dir stehen wollte. Und gerade weil ich dich so liebe, kann ich dich nicht mitnehmen. Ich hätte dich unendlich gern an meiner Seite. Es ist aber eine Sache das Risiko einzugehen, in einer Schlacht zu sterben. Eine andere Sache ist es, ein unvernünftiges Risiko einzugehen, das in Henrys unberechenbarem Zorn besteht. Ich glaube allerdings nicht wirklich, dass es zu ernsthaften Unruhen kommt. Geoffrey ist kein völliger Dummkopf. Er wird nicht im Winter angegriffen."
Er schluckte und fuhr sich durch das Haar. "Phil...dann sag mir, was wir tun sollen. Ich will dir all das wirklich gern ermöglichen. Sag mir, wie ich es tun soll...Ich werde...ich werde mit Vater reden, wenn er zurück ist. Vielleicht können wir etwas ändern. Es ist nicht Recht, dass ihr hier lebt wie Bauern. Amélie sollte nicht arbeiten wie eine Bauersfrau. Ich werde mir irgendetwas einfallen lassen." Und er hatte ein schlechtes Gewissen. Er wollte nicht so viel besser leben wie Phil und Amélie. Er wollte sich nicht über Philippe erheben. Und er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er sich dieses Problems nie bewusst gewesen war.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   So Jun 28, 2015 11:08 pm

Philippe

Philippe grinste schief. "Siehst du und genau weil du so denkst, machst du es mir noch leichter dir zu folgen wie ein Hund." erwiderte er. "Wenn du wüsstest, wie leicht es ist, dir Vertrauen zu schenken, Robert. Glaub mir, ich würde alles für dich tun, egal was es ist, solange ich nur weiß, dass es dir gut geht und du in Sicherheit bist."
Philippe stieß geräuschvoll den Atem zwischen den Zähnen hervor und schloss kurz die Augen. "Ich weiß ja. Dennoch, mir wäre wohler ich würde mit dir gehen oder du würdest bleiben. Ich habe wirklich kein gutes Gefühl bei der Sache." erklärte Philippe resignierend.
Abwehrend hob Philippe die Hände. "Immer langsam, ich wollte mich nicht beklagen." entgegnete er unbehaglich. "Ich bin sicher, es findet sich schon alles und wenn die Zucht nun richtig angelaufen ist, wirft sie auch mehr ab. Es ist schon in Ordnung, ein bisschen Arbeit hat wohl noch niemandem geschadet. Es ... fällt mir nur manchmal ein wenig schwer, dabei sollte ich eher dankbar dafür sein, dass ich überhaupt all das habe." Philippe atmete geräuschvoll aus. "Es tut mir Leid, ich wollte dich bei deiner Rückkehr nicht mit solchem Unsinn belasten." räumte er ein. Er hatte all das gar nicht sagen wollen, aber eins war zum anderen gekommen und irgendwie hatte er die Beherrschung verloren und es war nur so aus ihm herausgesprudelt ...
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 10:49 am

Robert

Robert seufzte. "Ich fühle mich wirklich geehrt, aber du bist doch...einfach mein Bruder. Ich wollte nie über dir stehen. Ich würde auch alles tun für dich, du bist mein bester Freund und bist mir ebenso wichtig wie meine eigene kleine Familie. Und deshalb kann ich dich nicht in Gefahr bringen. Aber ich denke, wenn ich nach der Ernte gehe, werde ich allein gehen. Darum bitte ich dich, auf meine Frau und meine Kinder zu achten. Und außerdem...ich weiß nicht, was es ist, aber Henry weckt in mir nie sonderlich großes Vertrauen. Wer weiß, ob nicht Dinge passieren, die der alte Henry oder unser Vater wissen sollten. Falls der bis dahin zurück sind...und es erweckt weniger Verdacht, wenn ich meiner Frau und meinem Bruder Briefe schreibe. Ich brauche dich als Mittelsmann, wenn du so willst. Nur um auf Nummer sicher zu gehen. Henrys Begründung dafür, dass ich Truppen bringen soll, klingt mir nicht ganz überzeugend. Aber vielleicht sehe ich auch Gespenster, er hat mir schließlich keinen Grund gegeben seiner Aussage zu misstrauen."
Robert nickte langsam. "Ja, schon, trotzdem...ich will dass ihr ohne Sorgen leben könnt. Ich werde mit Vater sprechen, wenn er zurück ist. Und mir wird schon etwas einfallen, wie ich dir ein bisschen unter die Arme greifen kann. Du belastest mich nicht, du bist mein Bruder und ich will, dass du deine Sorgen mit mir teilst."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 12:51 pm

Philippe

"Tja, aber ganz so leicht ist es nun mal nicht, Rob." erwiderte Philippe gelassen. "Selbst wenn ich wollte, ich könnte mich nie über dich stellen oder auch nur gleichziehen. Ich bin und bleibe nun einmal nur dein Bastardbruder, ich werde immer in allen Belangen unter dir stehen, aber ... ich kann verstehen, dass du das nicht nachvollziehen kannst, aber ich habe kein Problem damit. Im Gegenteil, das ist mehr als ich in meiner Kindheit ja zu hoffen gewagt hätte. Und du könntest dich auf den Kopf stellen, egal was du tust, ich liebe dich mehr als mein Leben und würde dieses auch ohne zu zögern für dich geben." erklärte Philippe ernst.
Dann hörte er Robert aufmerksam zu und nickte schließlich. "Ich werde auf sie aufpassen, sei unbesorgt. Und ich kann dir sagen, was es ist. Henry ist ein intriganter Mistkerl, der so in seiner Geltungssucht schwimmt, dass es mich wundert, dass er noch nicht daran erstickt ist." erwiderte Philippe. "Es tut also nur gut, wenn du ihm nicht traust."
Philippe fuhr sich unbehaglich mit der Hand über den Bart. "Rob, ich weiß zu schätzen, dass du dich um mich sorgst, aber ich will wirklich keine Almosen oder unverdiente Zuwendungen haben." erwiderte er ein wenig unsicher.



Robert

Robert seufzte leise. "Aber für mich warst du das nie. Du warst immer mein Bruder, genau wie Edward auch. Es hat für mich nie einen Unterschied gemacht, ob du ein Bastard bist. Und ich will, dass du genauso viel im Leben erreichen kannst, wie du es verdient hättest." Er musste schlucken und stand auf um Philippe kurz, aber impulsiv in die Arme zu schließen. "Du solltest das nicht sagen. Ich möchte nicht, dass es soweit je kommt."
Aber genau das hatte sein Vater damals gehofft, als er ihrer beider Schicksal aneinander geknüpft hatte. "Vater ist schon ein schlauer Fuchs...", murmelte er, ehe er durchatmete und sich wieder setzte. "Ich danke dir. Und auch, wenn ich das nicht sagen sollte, ich fürchte, dass du Recht hast. Er hat sich zwar ein wenig verändert, aber irgendwo schlummert es in ihm. Ich bin weit davon entfernt ihm zu vertrauen, obwohl er mir ständig seine Gunst beweist."
Robert schüttelte den Kopf. "Das sind keine Almosen. Du weißt genau, dass du es verdient hast. Und vielleicht habe ich auch schon die ein oder andere Idee. Lass mich nur machen. Außerdem nutzt du mir so mehr, als wenn du dich hier in deinem ländlichen Leben verkriechst."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 7:44 pm

Philippe

Philippe hob leicht die Schultern. "Naja, es ist schon ganz gut, wenn ich das wenigstens nicht vergesse und damit immer daran denke, wo mein Platz ist." erwiderte er mit schiefem Grinsen. Dann ließ er sich von Robert in die Arme ziehen und klopfte seinem Bruder schroff auf die Schulter. "Ich sag doch nur die Wahrheit, Rob." bemerkte Philippe. "Ich hoffe ja auch, dass es nicht so weit kommt, aber ich würd's tun, wenn nötig."
Philippe lachte kurz. "Ja, das ist er. Er wusste schon ganz genau, was er da getan hat." stimmte Philippe zu und nickte dann. "Pass bloß gut auf dich auf, Rob. Mir ist jedes Mal unwohl, wenn du nach Rouen gehst." bekannte er und seufzte leise.
Philippe wurde ein wenig rot und senkte kurz den Blick. "So schlecht ist es ja gar nicht, im Grunde ist es ein gutes Leben. Ich würde nur Amelié und den Kindern gerne ein wenig mehr gönnen können, ihnen öfter eine Freude machen können."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 9:30 pm

Robert

Robert lächelte leicht. "Ganz wie du meinst. Ich bin froh, dass ich dich habe, Phil. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich täte. Lass uns hoffen, dass diese Geschichte einfach nur ein Hirngespinst ist. Dass wir zu viel hinein deuten und der Winter ereignislos verläuft. Vielleicht haben wir Glück.", erklärte Robert dann wieder etwas ernster. Er hatte keine Ahnung, was Henry im Schilde führte, er hoffte nur, dass er sie alle nicht mit ins Verderben riss.
"Ich werde vorsichtig sein, keine Sorge. Und ich lasse dir Nachricht zukommen." Robert nickte. "Ich weiß. Und ich werde mir etwas überlegen, mach dir keinen Kopf. Wir sollten ohnehin für die Zukunft vorsorgen und ich sehe nicht ein auf dich verzichten zu müssen. an meiner Seite."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 9:42 pm

Philippe

Philippe lächelte und hob seinen Becher. "Du bist wirklich eine treue Seele, Robert. Ich danke dir." erwiderte er fast ein wenig verlegen. Solch offene Worte teilten sie selten, denn im Grunde wussten sie beide, wie sie zueinander standen, es gab nie die Notwendigkeit es auszusprechen.
Philippe wollte gerade noch etwas hinzufügen als die Tür aufging und Sebastién und Claire hereingestürmt kamen - mit dreckigen Händen und Gesichtern, aber ganz offensichtlich überglücklich. Kaum waren die zwei durch die Tür geflitzt, tauchte auch Amelié auf, die einen Korb mit verschiedenen Kräuter und ein paar Beeren trug, die sie im Garten geerntet hatte.
Philippe stand auf und trat seiner Frau entgegen, gab ihr einen Kuss und nahm ihr den Korb ab. "Sieh mal, wer wieder da ist." Er deutete mit einem Nicken zum Tisch hinüber und Amelié begann zu lächeln. "Ah ja, die beiden haben mir schon davon berichtet." erklärte sie und ging zum Tisch hinüber, um Robert zu begrüßen. Eher beiläufig sah sie dabei über ihre Schulter. "Sebastién, Claire! Wascht euch die Hände und das Gesicht, na los. So könnt ihr doch nicht herum laufen, das gehört sich nicht." tadelte sie sanft, wandte sich dann dem Gast zu. "Schön dich wieder zu sehen, jetzt wird mein werter Gemahl wohl endlich wieder einmal eine Nacht durch schlafen." bemerkte sie ein wenig spöttisch. "Wie war eure Reise?" erkundigte sie sich und wusch sich die Hände, ehe sie Robert mit einer freundlichen Umarmung begrüßte.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 9:54 pm

Robert

Robert lächelte zurück und stieß mit Philippe an. "Ich danke dir, mein Freund. Mein Bruder." Er hob den Kopf, als sich die Tür öffnete und Amélie mit den Kindern herein kam. Robert musste über deren Anblick lachen. "Richtige, kleine Schmutzfinken, nicht wahr?", bemerkte er amüsiert. Er stand auf und begrüßte seine Schwägerin mit einem Kuss auf die Wange.
"Wie ich sehe, hast du sie alle fest im Griff. Die Kinder und meinen Bruder ebenso. Unerschütterlich..." Er lächelte ihr charmant zu.
"Ich wollte ihm wirklich nicht den Schlaf rauben, dazu gab es auch keinen Grund. Die Reise war recht erholsam, Rob hat sich gut eingelebt in Aquitanien und in Rouen ist auch das meiste beim Alten. Und wie geht es dir?"

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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 10:03 pm

Philippe

Philippe schnitt eine Grimasse. "Ich habe ihnen schon einmal angeboten bei den Schweinen zu übernachten, weil die sogar sauberer sind, aber das wollten sie dann doch nicht." bemerkte er trocken und nahm Ameliés Ernte aus dem Korb, um die Beeren in eine kleine Schale zu tun und die Kräuter sorgsam auf dem Tisch auszubreiten. Dann half er den beiden kleinen dabei sich ordentlich zu waschen, während Amelié Robert begrüßte.
Amelié lächelte amüsiert und bedachte ihre Kinder mit einem kurzen Blick. "Nun, es könnte schlimmer mit ihnen sein, nicht wahr?" erwiderte sie. "Meistens tun sie was ich ihnen sage. Alle drei sogar." fügte sie verschmitzt hinzu und setzte sich dann mit an den Tisch. "Möchtest du zum Essen bleiben? Ich wollte gleich damit anfangen, damit es zeitig auf den Tisch kommt." lud sie ihren Schwager dann ein und hörte ihm aufmerksam zu.
"Ach, sicher nicht, aber du kennst ihn doch. Er wird immer unruhig, wenn du weg bist. Fast wie ein Hund, den man an die Kette gelegt hat." bemerkte sie ein wenig spöttisch und sah zu Philippe hinüber, der ihr eine Grimasse schnitt. "Aber es freut mich, dass ihr euch erholen konntet und Rob sich wohl fühlt. Er ist doch eigentlich so ein sonniges Kind." Amelié lächelte sanft. "Ich kann nicht klagen. Wir sind alle gesund und munter, ich denke, das ist das Wichtigste, was man zum glücklich sein braucht, nicht wahr?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 10:24 pm

Robert

Robert grinste. "Ach, meine Kinder sind manchmal auch nicht besser. Deshalb sind sie ja auch Kinder." Er beobachtete interessiert die Ausbeute aus dem Garten. "Euer Garten scheint sehr vielfältig zu sein, was?", bemerkte er.
"Das könnte es sicher. Aber mit dir als gute Seele wird es soweit nicht kommen.", bemerkte er lächelnd. Wie froh er doch war, dass er Phil damals von Amélie überzeugt hatte. Die Beiden passten so gut zusammen. "Wenn ich nicht störe, sehr gern. Die Kinder waren ohnehin furchtbar müde und schlafen sicher. Josephine wird nicht böse sein..."
Er musste lachen. "Ich weiß....mir geht es ja genauso. Und du hast Recht. Wir sind glücklich und gesund, das ist wirklich das Wichtigste."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 10:34 pm

Philippe

"Wohl wahr und das sollen sie noch möglichst lange bleiben, erwachsen werden sie ja noch früh genug." erwiderte Philippe und nickte dann mit einem Lächeln auf den Lippen. "Das ist er. Amelié hat sich wirklich alle Mühe damit gegeben." erklärte er mit einem Anflug von Stolz in der Stimme. Dann stellte er die Schale mit den Beeren auf den Tisch. "Na los, ihr Knirpse, jetzt da ihr sauber seid, dürft ihr auch welche. Aber lasst eurem Onkel auch ein paar über." forderte er seine Kinder auf und ließ sich dann neben Amelié auf der Bank nieder. Er legte einen Arm um ihre Taille und lächelte zufrieden.
Amelié machte eine einladende Geste. "Du störst sicher nicht, im Gegenteil, ich würde mich freuen, wenn du bleibst und Phil und die Kinder ebenso. Bei nächsten Mal solltest du Josephine mitbringen." erwiderte Amelié offen. Sie hatte es gern, wenn das Haus ein wenig voller war, ein bisschen Trubel herrschte und sie liebgewonnene Menschen um sich hatte.
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 11:00 pm

John

John brachte sein Pferd auf dem Hügel zum stehen und seufzte berührt. Da war es...Jerusalem. Endlich. Sie hatten eine lange Reise hinter sich, waren Monate unterwegs gewesen. Und je mehr Meilen sie hinter sich gebracht hatten, desto ausgeglichener war John geworden. Der Arger Zuhause hatte ihn nachhaltig belastet, sein Gemüt getrübt und er hatte Abstand gebraucht. Jetzt konnte er Constance wieder guten Gewissens vermissen.
"Jerusalem...", sagte er leise. "Wir sind da...endlich..." Er sah mit einem Lächeln zu William hinüber. Sie Beide waren von der Sonne inzwischen braun gebrannt, aber sie genossen das warme Klima hier sehr. "Hast du es dir so vorgestellt?"
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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 11:09 pm

William

William hielt sein Pferd neben Johns an und ließ den Blick schweifen. Das war sie also, die heilige Stadt ... es war ein unglaublicher Augenblick endlich hier angekommen zu sein. Monate waren sie unterwegs gewesen und das Klima hier war mitunter eine gewisse Herausforderung gewesen, aber gleichsam war es einfach herrlich diese so fremde Landschaft zu entdecken.
William grinste breit und schüttelte den Kopf. "Nicht im Geringsten." erwiderte er amüsiert. "Es ist noch viel beeindruckender endlich hier zu stehen und die Stadt vor sich zu sehen." erklärte er und fuhr sich mit der Hand über das Kinn. "Eine lohnenswerte Reise, würde ich meinen." bemerkte William und sah wieder auf die Stadt hinab. Gerne hätte er diesen Moment auch mit Joanna geteilt, aber so versuchte er sich den Anblick und seine Empfindungen genau einzuprägen, um ihr bei seiner Heimkehr genau davon berichten zu können.
"Es ist verrückt, dass wir nun schon so lange unterwegs waren ... aber ich bin sicher, wir werden mehr als belohnt dafür. Komm, ich denke, es gibt genügend wunderliche Dinge hier zu entdecken, wir haben wohl kaum genug Zeit alles zu sehen, dafür würden wir wohl Jahre brauchen, aber wenigstens einen Teil davon ..."
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 11:28 pm

John

John nickte und grinste zurück. "Oh ja. Es ist wirklich atemberaubend. Ich schätze, ich sollte alles aufschreiben um Constance und den Kindern davon berichten zu können. Wenn ich es nicht gleich aufschreibe, werde ich dem Anblick vermutlich nicht mehr gerecht. Eine sehr lohnenswerte Reise, so skeptisch sie alle auch waren."
John seufzte leise. "Ich glaube auch. Lass uns die Stadt anschauen und die Zeit genießen. Und du hast ja auch noch ein Gebet zu leisten."
William und er waren in diesen Wochen viel offener zueinander, als sie je gewesen waren, obwohl sie schon lange Freunde waren. Doch eine solche Reise führte dazu, dass man sich Dinge anvertraute, die man sonst vielleicht nicht ausgesprochen hätte.
Sie teilten Erlebnisse, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen...und John tat diese Erfahrung wirklich gut.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Mo Jun 29, 2015 11:42 pm

William

William nickte zustimmend. "Eine gute Idee. Es ist im Grunde viel zu viel, um es sich so zu merken und alles getreulich wiederzugeben." Er ließ den Blick weiter wandern und atmete tief durch. "Endlich." murmelte er leise und lachte dann auf. "Das stimmt, das habe ich. Allerdings nicht nur eins. Es gibt einiges wofür es sich lohnt zu beten. Und ich gehe jede Wette ein, dass diese Stadt darüber hinaus noch eine Menge zu bieten hat. Mein Geldbeutel wird wohl beträchtlich schmaler sein, wenn wir wieder von hier aufbrechen."
Immerhin wollte William einiges von hier mitbringen. Zum einen Geschenke für seine Liebsten, aber besonders auch Dinge für die neue Kirche ... hier würde er sicher mehr als fündig werden.
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1182 bis 1183   Di Jun 30, 2015 1:22 pm

John

John lächelte. "Und da sie sicher alles ganz genau wissen wollen, sollten wir vielleicht wirklich alles aufschreiben. Ich führe schon die ganze Zeit eine Art Reisetagebuch. Es wird ihnen sicher gefallen, wenn sie es lesen und sich alles genau vorstellen können."
Er lachte auf. "Vermutlich hast du Recht, meiner wohl auch. Und ich habe auch das ein oder andere Gebet zu sprechen." Auch hatte er sich vorgenommen, seinen Kindern etwas mitzubringen und auch für Constance ein besonderes Geschenk auszusuchen, sodass sie den Neuanfang wagen konnten. "Du musst mir helfen etwas Schönes für Constance auszuwählen. Es soll....etwas Besonderes sein, damit wir einfach neu beginnen können."
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William und Joanna - ab 1182 bis 1183
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