Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183

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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 7:19 pm

Robert

Robert lächelte zurück. "Dagegen habe ich nichts einzuwenden, aber abwarten, was Richard meint." Schließlich musste er sich nun auch ein wenig nach den Wünschen seines Lehnsherrn richten. Doch in diesem Moment hatte erwirklich wichtigere Dinge zu tun.
"Das haben wir....wahrlich das haben wir." Ihr Stöhnen schoss ihm direkt in die Lenden und er musste sich wirklich Mühe geben, damit er unter ihrem Streicheln nicht sofort Erfüllung fand. Er war viel zu geladen, viel zu sehr unter Spannung.
Dankbar nahm er wahr, dass sie die Hose hinab schob. "Oh Gott ja, und wie...", stöhnte er seinerseits und nahm die Einladung an. Ohne weitere Umstände drang er in sie ein und biss sich auf die Unterlippe.
"Gott, Josie..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 7:25 pm

Josephine

Josephine drehte sich auf die Seite und schlang einen Arm um Robert, verschränkte ein Bein mit dem seinen und legte den Kopf auf seine Brust. Schwer atmend lauschte sie seinem raschen Herzschlag und lachte leise. "Robert, das war ... himmlisch." stellte sie zufrieden fest und streckte sich, um ihm einen Kuss zu geben.
Das erste Mal war bald schneller vorbei gewesen als es angefangen hatte, hatten sie beide doch schon viel zu lange aufeinander verzichten müssen. Aber es war bei weitem nicht nur bei einem Mal geblieben und jetzt fühlte Josephine sich völlig entspannt und spürte eine angenehme Müdigkeit ihre Glieder hinauf klettern. "Hm, wenn das mal nicht für Kind Nummer fünf gesorgt hat." mutmaßte sie mit einem verschmitzten grinsen und strich zärtlich über Roberts Brust, ließ die Finger seine Muskeln nachzeichnen und gab sich voll und ganz dem Gefühl hin, endlich wieder vollständig zu sein. Endlich hatte sie Robert wieder bei sich.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 7:34 pm

Robert

Robert brummte genüsslich, als seine Frau sich an ihn schmiegte und legte den Arm um ihre Taille. "Das war es.", gab er schließlich leise zurück und malte mit dem Zeigefinger langsam Muster auf ihren nackten Rücken, während er ihren Kuss erwiderte.
Sie hatten sich nachdem sich die erste Anspannung entladen hatte wie ein Sommergewitter lange und ausgiebig geliebt und die Nähe genossen.
"Hm, abwarten. Wäre keine allzu günstige Zeit, aber freuen würde ich mich dennoch. Sie werden so schnell groß.", erklärte er seufzend.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 8:09 pm

Josephine

Josephine wand sich ein wenig unter Roberts Berührung und seufzte zufrieden. Es war einfach wundervoll hier in aller Ruhe mit ihm zu liegen. Sie betrachtete Robert ausgiebig und strich dann zärtlich über seinen Bart. "Ach was, wir sind alle zusammen und gesund. Haben ein Dach über dem Kopf und du scheinst mir mit deinem neuen Lehnsherren das erste Mal wirklich zufrieden zu sein. Die Umstände könnten also weiß Gott schlimmer sein." erwiderte Josephine und küsste Robert zärtlich. "Ich weiß, dass du nach England zurück willst, aber das kommt schon noch. Sei ein wenig geduldig und ... sieh das hier als einen kleinen Urlaub mit deiner Familie, hm?" schlug Josephine vor.
Sie wusste, wie sehr diese Sache Robert beschäftigte und dass es für sie leichter war, sich mit den derzeitigen Umständen abzufinden, aber sie hoffte, dass Robert jetzt, da sie mit den Kindern hier war, auch ein wenig zur Ruhe kommen würde.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 10:56 pm

Robert

Robert genoss still Josephines Nähe und schloss die Augen. Er mochte es, einfach nur so mit ihr im Arm da zuliegen, bis sie gemeinsam einschlafen würden. Jeden Abend für den Rest seines Lebens wünschte er sich auf diese Art und Weise.
"Das stimmt. Das liegt daran, dass ich mir meinen Lehnsherren dieses Mal selbst gewählt habe. Es war nur meine Entscheidung und Vater konnte mich darin auch nicht beeinflussen. Ich kann meinem eigenen Gewissen folgen. Ich sehne mich wirklich nach England, ich war so lange nicht dort. Aber jetzt mit euch hier fällt es mir viel leichter mich in Geduld zu üben. Ein Urlaub mit meiner Familie ist etwas Schönes."
Er strich sanft über Josephines Hüfte.
"Rob ist so reif geworden..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 11:03 pm

Josephine

Josephine nickte langsam. "Und ich denke, du hast eine sehr gute Entscheidung getroffen. Richard ist ein anständiger Mann und wird sicher ein guter König." erwiderte Josephine. Außerdem würde es zwischen Richard und Robert ihretwegen keine Spannungen geben, so wie es bei Henry der Fall gewesen war. Das war zweifelsohne ein Umstand, der sie erleichterte.
Josephine stützte das Kinn vorsichtig auf Roberts Brust ab und betrachtete ihren Gemahl lächelnd. "Erzähl mir von ihm. Wie waren die letzten Wochen mit unserem Kleinen?" fragte sie neugierig. Sie hatte den heutigen Nachmittag mit ihrem Sohn unglaublich genossen und ihr war sofort aufgefallen wie gelöst Rob sich hier verhielt, wie selbstbewusst er geworden war. Es war ohne Zweifel eine gute Entscheidung gewesen ihn hier her zu schicken.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 11:26 pm

Robert

Robert stimmte zu. "Dieser Meinung bin ich auch. Und es gibt mir eine Zukunft.Uns. Das ist der Grund, warum ich es in Toulouse getan habe. Ich wollte warten, aber Richard hat mich überzeugt es gleich zu tun. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich nur an ihn binden werde, nicht an das Haus Plantagenet. Und es ist für ihn in Ordnung. Richard wird ein weit besserer König sein, als sein Vater oder sein Bruder je sein könnten. Er ist anders, an ihn kann ich glauben und ihm vertrauen."
Er musste lächeln. "Sehr schön. Er ist so aufgeblüht. Er hat mir alles ganz genau gezeigt und war so stolz mir zuzeigen, was er alles gelernt hat. Er ist richtig gut geworden mit der Lanze und dem Schwert. Und ich habe ihm versprochen, wenn wir zurückkehren nach England, bekommt er einen eigenen Falken. Er war so glücklich, dass er bei mir sein durfte. Aber er ist viel reifer und selbstbewusster geworden. Er glaubt an sich selbst."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 11:32 pm

Josephine

"Und es ist nur gut, dass er dich überzeugt hat, denn sonst wären wir wohl kaum hier." bemerkte Josephine ehe sich ihre Lippen ein wenig spöttisch kräuselten. "Herrje, lass das bloß deinen Vater nicht hören. Auch wenn er Henry momentan meidet wie einen Aussätzigen, spätestens wenn du wieder nach England darfst, wird er wieder sein Loblied singen. Ich schätze, er kann nach all den Jahren einfach nicht anders."
Mit einem glücklichen Lächeln lauschte Josephine den Erzählungen über ihren Sohn und nickte versonnen. "Das glaube ich aufs Wort. Er hat heute einen sehr gelösten und zuversichtlichen Eindruck auf mich gemacht. Es hat ihm gut getan, dass er sich hier ausleben konnte und ich glaube, er versteht sich mit Richards Söhnen ausgesprochen gut, nicht wahr?" Josephine zog eine Augenbraue in die Höhe. "Einen Falken? Ist er dafür nicht noch ein wenig klein, Robert?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Sep 20, 2015 11:54 pm

Robert

Robert grinste. "So ist es. Vater wird sich damit abfinden müssen. Ich bin alt genug um meine eigene Meinungzu haben und er wird verstehen, dass ich nicht allzu viel von Henry halten werde, wenn wir zurück in England sind. Soll Vater sein Loblied singen, ich werde es nicht tun.", erklärte er ruhig, musste dann aber beim Gedanken an seinen Sohn lächeln.
"Den Eindruck hatte ich auch. Auch, wenn ich nicht wollte, es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten, ihn hierher zu schicken. Er fühlt sich wohl." Robert verneinte leise. "Nein, ich denke, er ist alt genug. Auf die Jagd geht er ohnehin nicht allein. Einer ist immer bei ihm und wenn der Vogel gut dressiert ist, kann nichts passieren. Ich habe es ihm versprochen, er war so traurig."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:08 am

William

William hob kurz den Blick von dem Brief, den er gerade schrieb und sah sich in dem Gemach um. Er hatte es vorgezogen sein Arbeitszimmer heute nicht zu betreten und hatte es sich in ihrem Gemach gemütlich gemacht, genoss die Gesellschaft seiner Familie und schrieb ein paar Zeilen an seine Schwester.
Philippe hatte seinen Sohn vorbei gebracht und William beobachtete lächelnd, wie Sebastién und der kleine Will zusammen in einer Ecke hockten und voll und ganz in ihr Spiel vertieft waren. Währenddessen saßen Sophie und Joanna zusammen, damit Sophie ihrer Mutter ihr neustes Stickwerk zeigen konnte und Elias hatte es sich mit einem Buch in der Fensterbank bequem gemacht.
Es war seltsam wie klein der Kreis doch geworden war, besonders jetzt, da Josephine mit ihrer kleinen Kinderschar bei Robert in Aquitanien war. William runzelte leicht die Stirn. Es war wirklich erstaunlich, wie schnell die Kinder alle groß wurden ...
Bevor er diesen müßigen Gedanken jedoch weiter nachhängen konnte, klopfte es an der Tür und auf Williams Geheiß hin, trat einer der Diener mit einer Pergamentrolle in der Hand ein. "Mylord, gerade kam ein Bote aus London. Ein Schreiben des Königs für Euch ..." William warf Joanna einen kurzem Blick zu, verdrehte die Augen und nahm dann den Brief entgegen. "Ich danke dir. Sorg dafür, dass der Bote sich ausruhen kann und Essen und Trinken bekommt. Es dauert sicher nicht lange bis er meine Antwort mit zurück nehmen kann."
William seufzte leise als der Diener verschwunden war und wedelte kurz mit dem Brief in der Luft herum. "Unschwer zu erraten, was da drin stehen wird, oder? Am liebsten würde ich den Brief gleich ins Feuer werfen." grollte er leise.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:26 am

Joanna

Joanna genoss diese Nachmittage, die einfach nur der Familie gehörten. Zwar hatten die meisten ihrer Kinder bereits selbst Familie oder gingen eigene Wege, aber Will, Sophie und Elias waren ihr noch geblieben und ließen ihre mütterliche Fürsorge noch ein wenig zu. Das war wirklich ein Trost für sie. Nachdem William sich heute zu ihnen gesellt hatte, war der Tag ohnehin perfekt gewesen. Idyllisch...
Sie sah erstaunt auf, als es lopfte und dann übergab der Diener eine Rolle Pergament. Joanna verzog das Gesicht, als sie Williams Blick auffing.Das würde die Stimmung nicht gerade verbessern.
"Möglich, aber mach ihn trotzdem auf und lies. Damit wir wenigstens wissen, woran wir sind. Es würde mich interessieren, ob er inzwischen von Roberts Treueschwur an Richard weiß."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:32 am

William

William sah aus dem Augenwinkel, wie Elias den Kopf ein wenig hob, scheinbar bemüht möglichst unauffällig der Unterhaltung lauschen zu können. Statt jedoch darauf einzugehen, brach William das königliche Siegel und begann schließlich den Brief zu lesen, den Henry ihm hatte zukommen lassen.
Er lehnte sich etwas zurück und seufzte leise. "Er weiß davon. Und auch davon, dass Robert in Aquitanien ist." erklärte William und fuhr sich nachdenklich mit der Hand übers Kinn. "Henry will, dass ich an den Hof komme, das war ja im Grunde wieder mal zu erwarten." William sah auf das Schreiben in seiner Hand hinab und warf es dann ein wenig achtlos auf den Tisch. "Was denkst du? Soll ich nach London gehen?" Er wollte im Grunde nicht, aber andererseits konnte er sich auch nicht ewig davor drücken. Und vielleicht sollte er die Gelegenheit nutzen, um seinen Unmut noch einmal deutlich zu formulieren. Vielleicht würde er Henry doch noch zum Einlenken kriegen ...
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:48 am

Joanna

Joanna beachtete die kaum merkliche Reaktion ihres Sohnes nicht weiter und konzentrierte sich stattdessen auf die Worte ihres Ehemannes. Nachdenklich folgte ihr Blick dem Schreiben zum Tisch, als William es dorthin warf.
"Und er ist nicht ausgerastet? Erstaunlich. Ich weiß nicht, William. Vielleicht ist er bereit Robert zu begnadigen. Edward setzt ihn die ganze Zeit schon unter Druck, vielleicht solltest du auch noch einmal einen Versuch dazu starten. Du kannst ihm nicht auf ewig aus dem Weg gehen. Irgendwann wird er dich fordern, auch wenn er hierher kommen sollte."
Joanna seufzte leise. "Ich schätze also, ein Besuch in London wäre vielleicht nicht allzu schlecht."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 1:07 am

William

William hob leicht die Schultern. "Naja, wie man es nimmt. Wenn man richtig zwischen den Zeilen liest, wird schon deutlich, dass er nicht gerade begeistert ist. Ich schätze, wenn ich dort bin, wird er einen Tobsuchtsanfall erleiden." William streckte die Beine aus und dachte einen Moment lang schweigend nach. Die Situation war fürchterlich verfahren, aber Joanna hatte Recht, er konnte Henry nicht ewig aus dem Weg gehen. Und das wollte er auch gar nicht, denn auch, wenn William es nicht zugeben wollte, litt er unter dem Zerwürfnis mit seinem Cousin über alle Maßen.
William rieb sich unbehaglich den Nacken und nickte schließlich. "Ja, vermutlich hast du Recht. Ich sollte nach London reiten." entschied er schließlich und als wäre genau das sein Stichwort gewesen, klappte Elias sein Buch zu und drehte sich zu seinen Eltern herum. "Du musst mich mitnehmen." forderte er entschieden. William zog ein wenig spöttisch die Augenbrauen in die Luft. "Ich muss gar nichts. Aber du musst dich dringend in deinem Ton mäßigen, unverschämter Bengel." erwiderte er und erntete einen zornigen Blick von Elias.
"Ihr habt es versprochen! Sobald der Krieg vorbei ist, habt ihr gesagt!" William stöhnte innerlich auf. Warum musste das ausgerechnet jetzt kommen? Das letzte, was er momentan wollte, war Henry noch einen Sohn in den Rachen zu werfen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 10:19 am

Joanna

Joanna seufzte leise. "Ich fürchte auch, dass er nicht allzu begeistert sein wird. Aber letztendlich wird er dir doch deinen Willien tun, weil er dich braucht. Henry kann ohne dich nicht, dazu baut er viel zu sehr auf dich und dein Organisationstalent. Und auch, wenn es mir nicht sonderlich gefällt, du brauchst ihn genauso. Ihr seid wie Brüder. Dieser Streit tut euch nicht gut."
Auch, wenn William es sie nicht merken lassen wollte, sie kannte ihn gut genug um zu spüren, dass ihn die Situation ziemlich belastete.
"Das solltest du." Verblüfft schaute sie zu ihrem Sohn, als dieser sich so plötzlich einmischte. Sie hatte geahnt, dass das irgendwann kommen würde, aber jetzt? William sah das offenbar genauso.
"Elias, der Krieg ist gerade erst vorbei und es gibt viele Wogen zu glätten. Vorher ist nicht daran zu denken, dass du Knappe werden kannst. Dein Bruder ist im Exil und Henry weiß, dass wir alles unternehmen um das zu ändern. Wir dürfen nicht riskieren, dass er dich als Druckmittel gegen deinen Vater benutzt."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 10:27 am

William Elias

William stieß geräuschvoll die Luft zwischen den Zähnen hervor und nickte dann resignierend. "Ja, da hast du wohl Recht." murmelte er. Es nützte ja nichts sich etwas vor zu machen, solange diese Sache nicht geklärt war, Robert wieder nach England durfte und Henry und er ihren Streit beigelegt hatten, würde William ja doch keine ruhige Minute finden.
Elias hatte das Buch zur Seite gelegt und war aufgestanden. "Das ist nicht fair!" erwiderte er zornig, die Hände zu Fäusten geballt. "Immer kommt irgendetwas dazwischen, immer sagt ihr mir, dass irgendetwas erst vorbei sein muss, bevor ich Knappe werden kann." Er warf seiner Mutter einen finsteren Blick zu. "Du willst mich ja nur nicht gehen lassen!"
William gab ein leises Knurren von sich und erhob sich rasch. "Du solltest besser deine Zunge im Zaum halten und nicht so mit deiner Mutter sprechen, sonst setzt es was!" drohte er ungehalten. Auf dieses Theater hatte er nun wirklich so gar keine Lust. "Wenn wir sagen, dass du nicht mitkommen kannst, dann hast du das zu akzeptieren, ist das so schwer zu begreifen?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 11:02 am

Joanna

Joanna zwang sich sitzen zu bleiben und musterte ihren Sohn unergründlich. Die grünen Augen verliehen ihm einen wirklich faszinierenden Ausdruck, wenn er wütend war, das musste sie zugeben. Er würde einmal eine beeindruckende Ausstrahlung haben, wenn er erwachsen wurde. Doch jetzt galt es seinem bockigen Verhalten Einhalt zu gebieten.
"Ich werde dich genauso gehen lassen wie deine Geschwister vor dir, wenn die Zeit reif ist, Elias. Aber das ist sie nicht. Wir leben in unruhigen Zeiten und wir können besser beurteilen als du, ob etwas gefäährlich ist.", versuchte sie ihm zu erklären. Elias war seinem Vater im Wesen so ähnlich, auch deshalb gerietensie nun so aneinander.
"Hör auf deinen Vater. Wir werden uns etwas für dich überlegen. Aber du hast es wahrlich nicht eilig, du bist noch jung."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 11:16 am

William Elias

Elias knirschte mit den Zähnen und zwang die Tränen der Wut zurück, die gerade in ihm hatten aufsteigen wollen. "Das ist doch Unsinn! Edward war in meinem Alter auch schon längst am Hof. Und ich muss hier bleiben, weil ich nicht wie er irgendwelche Weiber aus dem Dorf ins Heu gezerrt habe! Das ist also der Dank dafür, dass ich immer das mache, was ihr von mir verlangt?" Elias kochte vor Wut, er fühlte sich furchtbar ungerecht behandelt, dabei versuchte er doch immer alles richtig zu machen. "Sogar Rob ist schon zu Prinz Richard an den Hof gekommen und der ist vier Jahre jünger als ich!" hielt er seinen Eltern dann vor.
William machte einen Schritt auf seinen Sohn zu. "Ich habe gesagt, dass es reicht." fuhr er Elias verärgert an und konnte sich nur mit Mühe davon abhalten seinem Sohn eine Ohrfeige zu verpassen. "Wenn dir hier zu langweilig ist, kannst du gerne ab morgen früh in den Stallungen beim Misten helfen. Dann hast du wenigstens nicht so viel Zeit um dir solche Unverschämtheiten auszudenken."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 11:37 am

Joanna

Joanna schüttelte den Kopf und erhob sich nun langsam. Vorsichtig legte sie Elias die Hände auf die Schultern und sah ihm in die Augen. "Nein. Ich bin sehr stolz auf dich, dass du dich nicht in Schwierigkeiten bringst, das ist eine sehr seltene Gabe in dieser Familie, glaube es mir. Aber wir möchten dich nicht ins Ungewisse schicken, Elias. Wir wollen, dass du etwas lernen kannst und es dir gut geht. Verstehst du das? Rob ist am Hof, weil er es nicht ausgehalten hat hier. Du weißt doch genau, wie sehr sie ihn gehänselt haben. Und sein Vater ist dort im Exil. Du hast hier alles, was du brauchst und es geht dir gut." Elias starrte seinen Vater nur wütend an. "Das ist unfair!"
Joanna warf William einen beschwichtigenden Blick zu. Er durfte sich nicht von Elias provozieren lassen. "Du zeigst deinem Vater gerade nur, dass du noch nicht sonderlich erwachsen bist. Und offensichtlich vertraust du mir auch nicht.", bemerkte sie ernüchtert. "Sonst würdest du mir glauben, wenn ich dir sage, wir überlegen uns etwas für dich."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 11:46 am

William Elias

Als Joanna vor ihren Sohn trat, entschied William, dass es wohl besser war, wenn er sich aus dieser Sache etwas zurück zog. Joanna legte deutlich mehr Feingefühl an den Tag und er war ohnehin viel zu angespannt, um solch eine fruchtlose Debatte mit seinem Sohn zu führen. Er erwiderte Joannas Blick und seufzte leise, dann wandte er sich zum Fenster und starrte hinaus. Ob es ihm gefiel oder nicht, Elias hatte nicht ganz Unrecht, der Junge brauchte eine neue Herausforderung, also würde William sich ernsthafte Gedanken darüber machen müssen. Aber nicht jetzt sofort und er würde ihn auch nicht einfach bei Henry lassen.
Elias brachte es nicht fertig seiner Mutter länger in die Augen zu sehen und senkte den Blick. "Doch natürlich vertraue ich dir." protestierte er mit rauer Stimme und ärgerte sich maßlos über sich selbst, weil er die Tränen doch nicht ganz zurück halten konnte. "Darf ich wenigstens so mit an den Hof?" fragte er dann leise. "Ich muss ja nicht dort bleiben ..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:02 pm

Joanna

Joanna war dankbar, dass William sich etwas zurückzog, bevor die ganze Sache völlig eskalierte. Es würde Elias nur zu Dummheiten treiben, wenn sie ihn jetzt völlig vor den Kopf stießen. Sie sah ihren Sohn weiterhin an, als dieser den Blick senkte und genauso reagierte, wie sie es gehofft hatte. Wenigstens hatte sie ihn noch nicht verloren.
Joanna fuhr ihm mit dem Daumen über die Wange und wischte eine Träne weg. "Ich weiß, dass du gerne zeigen willst, was in dir steckt. Aber ich bitte dich noch um ein wenig Geduld. Das ist gerade alles nicht einfach für uns und es bedarf Fingerspitzengefühl. Vertrau deinem Vater und mir und hab noch ein wenig Geduld, dann werden wir etwas für dich finden."
Sie warf einen kurzen Blick zu William und zwinkerte Elias dann verstohlen zu. "Ich werde mit deinem Vater darüber sprechen, einverstanden?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:08 pm

William Elias

Elias schniefte leise als seine Mutter ihm über die Wange strich und dabei eine Träne weg wischte. Unschlüssig kaute er auf seiner Unterlippe herum und fuhr sich schließlich mit dem Ärmel über die Augen, ehe er wieder aufsah und langsam nickte. "Einverstanden." erklärte er leise und bemühte sich seiner Mutter ein dankbares Lächeln zu zeigen. Dann holte er sein Buch und sah zu, dass er verschwand, bevor sein Vater noch irgendwelche Einwände erheben konnte.
William blieb reglos am Fenster stehen bis er die Tür hinter seinem Sohn ins Schloss fallen hörte, dann drehte er sich mit einem Seufzen wieder um. "Du hättest ihm darauf keine Hoffnungen machen sollen. Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, ihn mitzunehmen." erklärte er ernst. Er wollte seine Familie so gut es ging aus dieser Sache raushalten und das war schier unmöglich, wenn er Henry den Jungen auf dem Präsentierteller servierte.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:44 pm

Joanna

Joanna lächelte leicht zurück und ließ ihren Sohn dann gehen. Vielleicht war es wirklich besser, dass er sich zurückzog und Vater und Sohn sich ein wenig beruhigen konnten. Es war nicht leicht, sie konnte das verstehen. Er wurde erwachsen und wollte sich beweisen, nicht mehr hintenan stehen hinter seinen Brüdern, die schon Familie hatten.
Sie wandte sich zu William um und erwiderte seinen Blick. "Du kannst ihn aber auch nicht immer an der kurzen Leine halten. Dann wird er erst recht Dummheiten provozieren. Nimm ihn mit und wenn du kein Auge auf ihn haben kannst, lass ihn bei Edward. Wenn du das absolut nicht willst, kannst du ihn auch auf dem Weg nach Surrey bringen. Lass ihn ein, zwei Wochen dort, während du die Sache mit Henry klärst. Wenn Henry allerdings wirklich ein Druckmittel wollen würde gegen dich, hätte er auch einfach Gabriel nehmen können."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 12:47 pm

William

William atmete geräuschvoll aus und fuhr sich nachdenklich über den Bart. "Hm, vermutlich hast du wie immer Recht. Lass mich ein wenig darüber nachdenken." lenkte William dann ein und trat zu Joanna, um die Arme um ihre Taille zu legen. "Gut, dass du in solchen Situationen die Ruhe bewahrst. Wenn du nicht gewesen wärst, hätte der Junge einiges erleben können."
Vielleicht war es ja auch gar nicht so schlecht, wenn er Elias mitnahm und unterwegs ein wenig mehr Zeit mit seinem Sohn hatte. Im Grunde wusste er ja genau, wie es war, wenn man das Gefühl hatte sich nie wirklich beweisen zu können, aber im Moment fiel es William einfach etwas schwer Geduld und Verständnis aufzubringen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Sep 21, 2015 8:14 pm

Henry II

Henry war wütend und froh zugleich. Froh, weil William endlich seiner Einladung gefolgt war und sich hierher bequemte; wütend, weil sein Cousin ihn so lange hingehalten hatte und dessen Sohn die Frechheit besaß Richard einfach den Treueeid zu leisten, der ihm zugestanden hätte.
Doch nun saß er hier, trommelte mit den Fingern ungeduldig auf die Tischplatte und wartete darauf, dass William endlich zu ihm kam.
Sie hatten einige Dinge zu klären. Die letzten Wochen waren mitunter die schlimmsten seines Lebens gewesen, weil William nicht mehr hinter ihm stand. Er hatte seinen Cousin nicht mehr um Rat fragen oder um etwas bitten können. Es hatte William einfach kalt gelassen. Und er war sich gar nicht darüber im Klaren gewesen, wie sehr er auf William baute.
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