Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183

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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 2:14 pm

Edward

Edward hatte die halbe Nacht lang in seinem Bett gelegen und den Baldachin über sich angestarrt. Er hatte immer wieder über das Gespräch mit Henry nachgedacht und besonders dessen letzte Worte gingen ihm nicht aus dem Kopf. Aber ich würde es sehr begrüßen, wenn du dieses Jahr wieder heiraten würdest.
So wie es aussah, musste er sich also wirklich mit dem Gedanken anfreunden, sich eine Frau zu suchen, denn wenn Henry einen solchen Entschluss gefasst hatte, würde er davon so leicht nicht mehr abrücken.
Irgendwann war Edward schließlich über die ganze Grübelei hinweg doch eingeschlafen. Wenngleich es kein sonderlich erholsamer Schlaf war, denn wieder einmal kündigte sich dieser unselige Albtraum an, der ihn seit Julias Tod immer wieder aufsuchte und ihn um seine Nachtruhe brachte.
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 5:05 pm

Gabriel

Gabriel hatte ein wenig mit sich gerungen, aber er hatte einfach nicht schlafen können. Er hatte Albträume uund hatte nur unruhig ein bisschen gedöst. Als er sich endlich traute aufzustehen, war bereits eine Stunde vergangen, in der er wach gelegen hatte. Sein Kindermädchen schlief zwar nebenan, aber er glaubte nicht, dass sie in der Lage wäre ihn zu trösten.
Also machte der kleine Rotschopf sich barfuß auf den Weg zu seinem Vater. Vorsichtig schob er die Tür auf und stand schließlich vor dessen Bett.
"Papa?", fragte er ein bisschen weinerlich, in der Hoffnung, sein Vater würde aufwachen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 6:34 pm

Edward

Der Traum war gerade dabei die altvertraute Wendung zu nehmen, die in Kürze dazu führen würde, dass Edward schweißgebadet aufwachte, da unterbrach irgendwas seinen Traum und Edward wachte auf. Er wusste nicht, was es war, doch dann erkannte er das Stimmchen, das ihn geweckt hatte und Edward schlug die Augen auf. "Gabriel?" fragte er ein wenig verschlafen und drehte sich herum. Ja, da stand sein kleiner Sohn an seinem Bett, hatte sich zwischen den Vorhängen hindurchgeschoben und sah zu ihm hinauf. "Hm, Krümel, was machst du denn hier?" murmelte Edward, setzte sich auf und fasste Gabriel unter den Armen, um ihn aufs Bett zu heben. "Ist irgendwas nicht in Ordnung?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 6:49 pm

Gabriel

Gabriel war ein wenig erleichtert, als sein Vater tatsächlich reagierte und sich aufsetzte. Er schimpfte nicht einmal, warum er nicht in seinem Bett war. Die vertraute Stimme sorgte dafür, dass seine blauen Augen in Tränen schwammen, als er sich an seinen Vater kuschelte.
"Ich kann nicht schlafen, Papa.", nuschelte er leise an dessen Brust. "Ich vermisse Mama so sehr...", schluchzte er schließlich auf.
Seine Mutter war immer da gewesen und sie fehlte ihm ganz schrecklich. Es war furchtbar ungerecht, dass Gott ausgerechnet sie hatte holen müssen. Seine Geschwister hatten viel länger Zeit mit ihr gehabt.
"Ich will, dass sie wieder kommt."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 7:01 pm

Edward

Edward legte einen Arm um Gabriel und zog mit der freien Hand die Decke zurück, so dass sein Sohn darunter schlüpfen konnte. Dann zog er ihn an sich und fuhr ihm durch den feuerroten Schopf, der seinem so unglaublich ähnlich war. "Ach Krümel ..." murmelte er leise und musste schlucken. "Ich weiß wie es dir geht. Ich vermisse sie auch fürchterlich." bekannte Edward leise und dankte Gott im gleichen Moment dafür, dass sein Sohn ausgerechnet heute Nacht gekommen war. Und nicht in einer der vielen Nächte, in der er Edward nicht alleine in dessen Bett vorgefunden hätte. Das letzte, was Edward wollte, dass sein Sohn hier mitten in der Nacht traurig auftauchte und er eine Hure in seinem Bett hatte.
"Ich wünschte das ginge, aber du weißt doch, dass sie leider nicht wiederkommen kann, nicht wahr?" Edward unterdrückte ein Seufzen. Wie sollte er den Kleinen nur vernünftig trösten, wenn er doch selbst noch so sehr unter Julias Verlust litt?
Edward hauchte seinem Sohn einen Kuss auf die Stirn. "Willst du heute Nacht hier schlafen, hm? Es muss aber unser Geheimnis bleiben, hörst du?" bot er dem Jungen dann leise an.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 7:36 pm

Gabriel

Gabriel schlüpfte bereitwillig unter die Decke und schmiegte sich in die Arme seines Vaters. So war es gleich viel besser. So fühlte er sich nicht ganz so alleine.
"Ich vermisse sie aber. Dann muss Gott sie uns doch wiedergeben, wenn wir sie beide so arg vermissen." Gabriel schniefte leise.
"Es ist so gemein. Die Anderen durften viel länger bei ihr sein als ich. Alle haben eine Mama, die sie lieb hat. Warum darf ich keine haben?"
Er nickte eifrig und schluckte. "Ich will hier bei dir bleiben...ich kann alleine nicht schlafen.", klagte er. "Ich bin auch ganz still und sag es keinem."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 7:42 pm

Edward

Edward seufzte leise. Ja, wenn Gott ihnen Julia doch nur wieder geben könnte ... "Es wäre schön, könnte er das tun, aber er braucht deine Mutter im Himmel, weißt du? Und von dort hat sie auch immer ein Auge auf dich, beobachtete alles was du tust und beschützt dich. Und eines Tages werden wir sie dort wieder sehen. Zwar noch nicht jetzt und es wird noch eine ganze Weile dauern, aber wenn wir erst einmal bei ihr sind, werden wir nie wieder getrennt." erklärte Edward leise.
Bei Gabriels Worten hätte er sich fast auf die Zunge gebissen. Vielleicht hatte Henry ja recht ... vielleicht wäre es wirklich gut, wenn er wieder heiratete. Besonders für Gabriel, der doch noch so klein war.
"Krümel, sollen wir von hier aus nach Truro reiten und deine Großeltern für ein paar Tage besuchen, bevor wir wieder nach Hause reiten?" schlug Edward nachdenklich vor. Er hatte das Gefühl, dass er dringend mit seinen Eltern sprechen musste.
Edward fuhr Gabriel durch die Haare und legte sich dann wieder hin. Er zog den Jungen mit sich hinab und küsste ihn auf die Stirn. "Dann schlaf heute Nacht hier. Ich gebe auf dich Acht, da schläft es sich dann gleich besser, nicht wahr?" Und er selbst würde so vielleicht auch mehr Ruhe finden.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 7:56 pm

Gabriel

Gabriel nickte. "Aber ich brauch sie doch viel mehr als er..." Er seufzte schwer. "Das ist schön...wenn wir dann nie wieder getrennt werden..."
Er sehnte sich wirklich nach seiner Mutter, die ihn einfach in den Arm nahm und ihn küsste und immer Zeit für ihn hatte, egal, wie beschäftigt sie war.
"Au ja..." Er liebte seine Großeltern sehr und seine Großmutter kam für ihn seiner Mutter am Nächsten, sie war genauso liebevoll. "Das wäre toll.."
Gabriel schloss die Augen und schmiegte sich enger an seinen Vater.
"Ja...gute Nacht, Papa."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 8:09 pm

Edward

Edward war noch ein paar Tage am Hof geblieben, um dann mit den Kindern und seinem kleinen Gefolge nach Truro zu reisen, so wie er es Gabriel vorgeschlagen hatte. Seit seinem Gespräch mit Henry und der darauffolgenden Nacht in der Gabriel an seinem Bett gestanden hatte, hatte er fast ununterbrochen darüber nachgedacht, ob er Henrys Vorschlag annehmen sollte ... er konnte die Frauen ja wenigstens ansehen und danach weiter sehen. Vielleicht war ja eine unter ihnen, die für die Kinder gut wäre, das wäre immerhin das Wichtigste.
Er war erleichtert als sie nun in Truro angekommen waren und Edward aus dem Sattel glitt. Er war gerne hier, keine Frage, aber es weckte auch so manche Erinnerung, die ihn etwas plagte. Doch er erhoffte sich einige Erkenntnisse von seinem Aufenthalt hier. Von einem Gespräch mit seinen Eltern und vielleicht ... vielleicht sogar mit Robert. Oder mit Philippe. Sein Halbbruder hatte immerhin auch nicht heiraten wollen und nun war er mit Amélie glücklicher denn je.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 8:17 pm

Joanna

Joanna lächelte, als sie ihren Sohn in den Hof reiten sah und ging ihm entgegen. Ohne ein Wort zu sagen schloss sie ihn in die Arme und hielt ihn einen Moment fest. Er machte immer noch eine schwierige Zeit durch, das sah man ihm deutlich an. Und ob es immer noch nur Julias Tod war?
"Mein Junge, schön dich und die Kinder hier zu haben. Wie geht es dir?" Sie hörte schon im Wagen die Kinder fröhlich plaudern und darauf warten, dass sie hinaus konnten.
Doch sie genoss den kurzen Moment mit ihrem Sohn.
"Thomas wird sich sehr freuen euch zu sehen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 8:22 pm

Edward

Kaum hatte er wieder Boden unter den Füßen, kam ihm auch bereits seine Mutter entgegen und schloss ihn wortlos in die Arme. "Mutter ..." Edward erwiderte die Umarmung überaus dankbar und schloss kurz die Augen, um sich diesem vertrauten Gefühl ihrer Nähe hinzugeben.
"Ich freue mich auch und die Kinder erst ... sie sind schon ganz kribbelig." erwiderte er lachend und wiegte dann den Kopf hin und her. "Es ging mir schon schlechter." erklärte er langsam. "Aber ich habe in letzter Zeit einiges über das ich nachdenken musste und hatte gehofft, mit dir und Vater darüber zu sprechen."
Edward grinste schief und nickte. "Das hoffe ich. Immerhin gab es eine Zeit in der er am liebsten davon gelaufen wäre, sobald ich in seine Nähe kam. Er hat sich ordentlich benommen, hoffe ich?" erkundigte er sich neugierig nach seinem ältesten Stiefsohn.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 8:58 pm

Joanna

Joanna war erleichtert, dass ihr Sohn die Umarmung offen erwiderte und sie nicht abwies, wie es so manches Mal der Fall gewesen war. "Nun, hier können sie den ganzen Tag herum streunen, wie sie es gern möchten. Dann sind sie auch abends müde und du brauchst sie nur noch einzusammeln und ins Bett zu verfrachten.", bemerkte sie amüsiert und legte Edward dann eine Hand an die Wange.
"Egal, was es ist, du kannst jederzeit mit uns darüber sprechen. Lass uns heute Abend etwas zusammen trinken, wenn die Kinder im Bett sind. Dann wirst du uns in aller Ruhe erklären, was dir auf dem Herzen liegt."
Joanna lächelte ihn an. "Vorbildlich. Philippe spricht nur in den höchsten Tönen von ihm. Er hat ein sehr gutes Händchen für Pferde, macht seine Arbeit gewissenhaft und fühlt sich bei Philippe und Amélie ziemlich wohl."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 9:07 pm

Edward

Edward lächelte leicht. "Ja, das wird sie ganz besonders freuen. Wobei ich glaube, dass Gabriel dir recht wenig von der Seite weichen wird. Er ist momentan sehr anhänglich. Er ..." Edward stockte kurz und musste schlucken, ehe er weiter sprechen konnte. "Er vermisst seine Mutter unheimlich." beendete er dann leise den Satz.
Edward sah seine Mutter dankbar an und nickte. "Das klingt nach einer guten Idee." stimmte er zu und lächelte dann. "Tatsächlich? Nun, mir scheint, dass ich immerhin eine Sache richtig gemacht habe als ich ihn her brachte. Es freut mich, dass er sich so gut macht."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 9:26 pm

Joanna

Joanna nickte langsam. "Das macht nichts.", sagte sie leise. "Wenn ich ihm ein bisschen Nestwärme und Liebe geben kann, dann tue ich das gern. Es ist ganz normal, dass er seine Mutter vermisst, er ist noch so klein. Eigentlich zu klein, um ohne Mutter auszukommen. Aber er wird nicht der erste und nicht der letzte sein, der trotzdem eine gute Kindheit hat. Sorge dich nicht um ihn, ich werde mich kümmern, solange ihr hier seid."
Sie legte ihm kurz die Hand auf die Schulter und drückte sie. "Du machst es so gut du kannst und das genügt völlig. Er fühlt sich wohl hier und er kann sich entfalten. Er brauchte einfach etwas Abstand zu all dem. Ihm geht der Tod seiner Mutter viel näher, als er zeigt. Ich denke, er ist auf einem guten Weg.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 9:44 pm

Edward

Edward nickte langsam. "Ich danke dir. Er hat sich schon die ganze Zeit so sehr darauf gefreut her zu kommen. Es wird ihm sicher gut tun, wenn du ihn ein wenig bemutterst." Das konnte Edward dem Jungen so einfach nicht bieten, egal wie sehr er ihn liebte und wie viel Zeit er sich nahm.
Edward seufzte leise. "Dein Wort in Gottes Ohr." murmelte er. "Aber es ist gut, wenn Thomas sich so wohl fühlt. Ich bin wirklich gespannt darauf, was er alles zu erzählen hat." Edward bot seiner Mutter den Arm an. "Komm, lass uns hinein gehen. Berit wird die Kinderschar schon hinein treiben, dann kannst du sie drinnen ausgiebig begrüßen ohne dass uns jemand abhanden kommt." erklärte er grinsend.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 9:52 pm

Joanna

Es war Abend geworden und William, Joanna und Edward saßen gemeinsam vor dem Kamin. Joanna sah einen Moment schweigend in die Flammen, trank einen Schluck von Giovannis Wein, dann hob sie den Blick und musterte ihren Sohn.
"Nun, Edward, sag uns...was hast du auf dem Herzen, das du mit uns besprechen möchtest? Wie können wir dir helfen? Du bist den ganzen Tag schon so nachdenklich."
Joanna warf William einen besorgten Blick zu.
Sie hatte Edward selten so sorgenvoll und nieddergeschlagen gesehen. Ihr Sohn war immer eine Frohnatur gewesen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 10:04 pm

William Edward

William wechselte einen Blick mit seiner Gemahlin und betrachtete Edward nachdenklich. Er hatte seinen Sohn nach Julias Tod verzweifelt und niedergeschlagen erlebt, aber so wie er nun vor ihm saß war es irgendetwas anderes, das den Jungen bedrückte. Abwartend schlug er die Beine übereinander und ließ Edward die Zeit, die er brauchte, um sich zusammen zu nehmen.
Edward atmete tief durch. Er war sich absolut nicht sicher wie dieses Gespräch verlaufen würde, was seine Eltern von der Sache hielten und wozu sie ihm raten würden und das hatte ihn zusätzlich belastet.
"Als ich in London war, hat Henry mit mir gesprochen. Es ging um ... eine erneute Heirat." begann er dann langsam und sah, wie sein Vater eine Augenbraue in die Höhe zog, sonst jedoch eigentümlich reglos verharrte. "Er hat mir nahegelegt wieder zu heiraten, am besten noch in diesem Jahr. Ich ... ich habe den Vorschlag zunächst abgewiesen, aber ... aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr beginne ich zu zweifeln. Vielleicht hat er Recht und es wäre sinnvoll. Nicht nur, weil er damit irgendein Bündnis festigen kann ... auch für die Kinder. Für Gabriel besonders. Ihm fehlt Julia so fürchterlich und Berit kann das nicht ersetzen. Ich schon gar nicht. Und ich kann auch nicht ständig mit den Kindern hier sein, damit ihr sie ablenkt ..." Edward hob die Schultern. "Ich hatte gehofft, dass ihr mir in dieser Sache einen Rat geben könntet." bekannte er dann.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 10:22 pm

Joanna

Joanna lauschte aufmerksam und runzelte die Stirn. "Henry will, dass du wieder heiratest?", fragte sie verwundert nach. Sie hatte nicht geglaubt, dass Henry Edward dazu drängen würde, zumal Julias Tod noch nicht allzu lange her war.
"Aber du erstaunst mich immer wieder. Du bist wirklich...so erwachsen geworden." Da war nichts mehr von ihrem kindischen Sohn, der immer nur Unsinn im Kopf hatte. Dieser Mann hier übernahm Verantwortung für seine Kinder und überlegte wirklich, sich selbst damit unglücklich zu machen.
"Ene schwierige Entscheidung. Eine Stiefmutter würde Gabriel vielleicht wirklich gut tun, aber niemand wird Julia ersetzen können. Auch für den Kleinen nicht, Edward. Hat er dir schon eine Frau in Aussicht gestellt? Du könntest sie ja einmal ansehen, vielleicht dir eine gut. Aber grundsätzlich bin ich nicht für arrangierte Ehen. Meistens geht das schief..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 10:33 pm

Edward William

Edward nickte bedächtig, schnitt dann jedoch eine Grimasse. "Tja, das musste wohl irgendwann passieren, nicht wahr? Aber verlass dich nicht zu sehr darauf, ich garantiere nicht dafür, dass ich von nun an immer vernünftig handle." bemerkte er seufzend.
Ein bitterer Zug umspielte Edwards Lippen und er nickte grimmig. "Ich weiß. Und das will ich auch überhaupt nicht. Genau genommen ist es das letzte was ich will ... jemanden, der meint, er könne Julias Platz einnehmen." entgegnete er ernst. "Aber solange sie für die Kinder da ist und Mutterstelle an ihnen vertreten kann ..." Er zuckte mit den Schultern. "Nicht eine, mehrere offensichtlich. Er sagte, er hätte ein paar im Blick. Ich denke, ich bin mittlerweile soweit in meinen Überlegungen, dass ich sie mir zumindest ansehen will."
William nippte an seinem Wein und lehnte sich etwas zurück. "Ich dachte mir schon, dass du deswegen gekommen bist." bemerkte er und erntete von Edward einen überraschten Blick. "Henry hat in einem Brief erwähnt, dass er mit dir darüber sprechen will. Offensichtlich erhofft er sich, dass ich dir gut zurede." William zuckte belustigt mit den Schultern. Dann wurde seine Miene wieder ernst und er sah kurz zu Joanna hinüber. "Bei weitem nicht so oft, wie du meinst." wandte er ein. "Dass eine Ehe nicht arrangiert ist, ist doch heutzutage eher die Ausnahme. Nicht wenige dieser Ehen verlaufen katastrophal, da gebe ich dir recht, aber einige verlaufen auch über alle Maßen gut und der Großteil arrangiert sich schlichtweg miteinander."
Wenn William an seine eigene erste Ehe dachte, konnte er nicht behaupten, dass sie so furchtbar schief gelaufen war, im Gegenteil, er war mit Isabel erstaunlich glücklich geworden. Es konnte also durchaus funktionieren, musste aber sicher nicht, nur konnte man das vorher wohl wirklich nicht voraus sagen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 10:47 pm

Joanna

Joanna lachte leise und legte kurz die Hand auf Edwards Oberschenkel. "Das würde mich auch sehr, sehr wundern.", bemerkte sie belustigt, wurde dann aber wieder ernst.
"Ich verstehe, was du meinst. Wenn ich auchnicht weiß, ob die Kinder gleich so positiv darauf reagieren werden. Allerdings haben Beatrice und Robert mich damals auch recht bald akzeptiert. Ich denke, es spricht nichts dagegen, wenn du sie dir einmal ansiehst. Vielleicht ist wirklich eine nette, junge Frau dabei."
Joanna wandte den Blick ihrem Mann zu und betrachtete ihn vorwurfsvoll. "Du weißt davon und hast mir nichts gesagt? Ich weiß, ich weiß...aber ernsthaft, kannst du dir Edward vorstellen in einer solchen Ehe?" Es würde sie schmerzen, wenn er eine Ehe führen würde, die nur aus einander dulden bestand.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 10:57 pm

Edward

Edward hob leicht die Schultern. "Das würde sich zeigen, nicht wahr? Ich schätze für Jonah und Aliz könnte es schwierig werden, erst ein neuer Vater, nun noch eine neue Mutter ... andererseits sind die beiden auch sehr umgängliche Kinder, ich könnte mir vorstellen, dass es gut funktionieren könnte." Und Gabriel ... nun, Gabriel war noch so klein und Edward würde eine Frau auswählen, die sein Sohn befürwortete. "Außerdem, sieh dir Mary an. Ihre Kinder haben einen neuen Stiefvater, sie selbst mit einem Mal einen Stiefsohn ... wieso sollte es bei mir nicht auch irgendwie funktionieren."
William hob abwehrend eine Hand. "Verzeih. Ich hielt es nicht für allzu wichtig, da Henry es in seinem Blick nicht so hatte klingen lassen, als würde er es so schnell tun. Aber als Edward nun plötzlich aus London hier her kam, dachte ich mir, dass es doch damit zu tun haben könnte." erwiderte William und lächelte entschuldigend.
Dann ließ er den Blick zu seinem Sohn wandern und wieder zu Joanna zurück. "Ganz ehrlich?" fragte er dann und hob leicht die Schultern. "Keine Ahnung, aber ihn in jedem Fall mehr als einen seiner Brüder." William lächelte knapp. "Und vielleicht überraschst du uns ja auch, Edward, und bist auf einmal Feuer und Flamme für eine deiner Auserwählten, wer weiß."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 11:14 pm

Joanna

"Möglicherweise. Schließlich bist du für sie ihr Vater, nicht wahr? Wenn die Kinder sie mögen, warum auch nicht...Wenn eine dir gefällt, stell sie den Kindern vor und du wirst sehen, ob es funktionieren würde oder nicht. Du hast ja Recht, aber bei Mary funktioniert es vor allem auch deshalb, weil sie die Mutter ist."
Joanna nickte ihrem Mann langsam zu.
"Schon gut...es war ja auch nicht zu erwarten, dass er plötzlich solche Anwandlungen bekommt, nicht wahr? Henry war schon immer seltsam."
Sie seufzte leise. "Möglich wäre es, sogar Philippe hat es erwischt. Wenn du es also versuchen willst, wäre das sicher nicht das Schlechteste für euch, wenn du sorgfältig wählst."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jan 27, 2016 11:19 pm

Edward William

Edward nickte langsam. "Ich denke, ich werde Henry bei Gelegenheit mitteilen, dass ich bereit wäre seine Kandidatinnen kennen zu lernen. Danach sehe ich weiter." entschied Edward dann. Es stand und fiel letztlich ja doch damit, wen Henry für ihn im Auge hatte, da half alles Kopfzerbrechen nicht.
William nippte an seinem Wein und nickte dann. "So ist es. Und außerdem ... seien wir ehrlich: wenn Henry wirklich will, dass du wieder heiratest und du seine Gunst nicht verlieren willst ..." Er zuckte leicht mit den Schultern. "Tja, viele Möglichkeiten bleiben da nicht, nicht wahr?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jan 28, 2016 9:58 pm

Evelyn

Einige Monate hatte Evelyn Elias nun nicht mehr gesehen und umso mehr freute sich sich, als er an diesem Abend nach ihr verlangte.
Man hatte ihr Gerüchte zugetragen, wonach der Feldzug in Irland nicht so verlaufen war, wie man es sich erhofft hatte. Aber sie war sicher, dass Elias ihr ein paar Einzelheiten verraten würde. Sie hatte sich noch einmal frisch gemacht und ging nun, um ihn in der Eingangshalle abzuholen.
"Elias! Wie schön, dich gesund und munter wiederzusehen!", begrüßte sie ihn mit einem Kuss auf die Wange.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jan 28, 2016 10:02 pm

Elias

Elias war kaum einen Tag wieder in London und schon hatte es ihn am Abend in die Gassen Londons gezogen, den mittlerweile vertrauten Weg entlang, der ihn zum Haus der Freuden führte - und damit in Evelyns Arme.
Beinahe ungeduldig wartete er in der Eingangshalle bis sie hinunter kam und brachte nur ein kurzes Lächeln zustande als sie ihn begrüßte. Zu sehr beschäftigten ihn die zurück liegenden Ereignisse und Evelyns Anblick machte ihm plötzlich bewusst, dass er sie vermisst hatte.
Er griff nach ihrer Hand, hauchte einen Kuss darauf und drückte sie dann leicht. "Komm, lass uns gehen, ja?" Er wollte aus der Halle heraus, wollte schnell mit ihr alleine sein, um sich in ihren Armen zu verlieren, um einen kurzen Moment vergessen zu können, was alles geschehen war ... und um ihr hinterher alles zu erzählen.
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