Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183

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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jul 13, 2016 1:00 pm

Josephine

"Oh ja, und ich kann es kaum erwarten." erwiderte Josephine und strich sich über den Bauch. Sie war überglücklich gewesen als sie ihre Schwangerschaft bemerkt hatte und fieberte ihrem Nachwuchs regelrecht entgegen. Isaac würde dieses Jahr immerhin schon sieben Jahre alt werden und Josephine hatte sich durchaus Gedanken darüber gemacht, ob das bedeutete, dass sie keine Kinder mehr bekommen würde, obwohl sie bei weitem ja noch jung genug war.
Sie musste grinsen und nickte dann. "Gut möglich, er ist einfach immer der Meinung, dass er seine Zeit mit sinnvollerem verbringen kann als mit Briefe schreiben."
Dann beobachtete sie Robert mit besorgter Miene beim Lesen des Briefes und die Reaktion ihres Mannes fiel genau so aus, wie sie befürchtet hatte. Sie seufzte leise und erhob sich dann umständlich, um Robert in den Weg zu treten. Sanft legte sie eine Hand auf seine Brust. "Robert ..." mahnte sie ihn leise. "Es war doch zu erwarten, dass Henry sich um den Jungen bemüht, wenn dieser den ganzen Winter über da ist. Und wo dein Vater ist? Wunderst du dich wirklich über diese Sache? Ich gebe dir Brief und Siegel, dass er seine Finger da im Spiel hat und den Jungen dazu ermuntert in Rouen zu bleiben." Sanft strich sie ihrem Liebsten über die Brust. "Einen Keil kann Henry nur dann zwischen Rob und dich treiben, wenn du es dazu kommen lässt." gab sie zu bedenken.
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jul 13, 2016 1:17 pm

Robert

Robert hielt inne und rang mit sich, als Josephine sich ihm in den Weg stellte. Es war für ihn so unfassbar schwer ruhig zu bleiben, wenn er an Henry dachte und an die Möglichkeit, dass dieser seinen Sohn in die Finger bekommen sollte.
"Es war zu erwarten, ja. Und jeder außer mir scheint vergessen zu haben, dass er sich Rob schon unter den Nagel reißen wollte, als ich im Exil war. Er will ein Druckmittel gegen mich, sonst gar nichts. Damit ich Richard nicht unterstützen kann. Und mein Vater?"
Das machte ihn ganz besonders wütend.
"Vater weiß ganz genau, wie ich zu Henry stehe und wenn er wirklich Rob ermuntert in Rouen zu bleiben, obwohl er genau weiß, dass ich dem niemals zustimmen würde....dann weiß ich nicht, was ich tun werde, wenn ich ihm gegenüber stehe. Dann verrät er mich wegen diesem Bastard Henry und das werde ich ihm nicht verzeihen. Rob soll zu Richard gehen, wie es ausgemacht war. Einen Keil wird er dann zwischen uns treiben, wenn er es schafft Rob auf seine Seite zu ziehen. Dem muss ich zuvor kommen. Denn ich werde mich niemals mit Henry aussöhnen. Niemals. Ich werde Vater schreiben. Und sobald das Kind da ist, werde ich einen kurzen Abstecher nach Rouen machen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jul 13, 2016 1:28 pm

Josephine

Josephine zog eine Augenbraue in die Höhe. "Ich habe Monate lang Angst um meinen Mann und meinen Sohn ausgestanden, du glaubst nicht wirklich, dass ich das jemals vergessen würde, oder?" erwiderte sie fast ein wenig spöttisch. Josephines Miene wurde betroffen. "Robert, sag so etwas nicht, ich bitte dich. Lass nicht zu, dass du dich deswegen mit deinem Vater überwirfst. Du weißt genau, dass er Henry bis in den Tod treu ergeben ist und es war zu erwarten, dass Henry versuchen würde sich Rob zum Freund zu machen. Du hättest den Jungen nicht mit deinem Vater nach Rouen gehen lassen dürfen, wenn du so vehement dagegen bist." Josephine lief ein leichter Schauer über den Rücken. Sie fürchtete ein wenig, was all das noch für Unheil mit sich bringen würde. Schon einmal hatte Robert auf dem Feld seinem Vater mehr oder weniger gegenüber gestanden, aber damals war es eher unfreiwillig gewesen, da er de jungen Henry einen Eid hatte schwören müssen. Dieses Mal hatte er selbst sich für Richard entschieden und Josephine kannte Richard Plantagenet gut genug, um zu wissen, dass dieser nicht stillschweigend zusehen würde, wie Henry ihm beim Erbe überging.
"Robert ... mir ist wirklich nicht wohl bei dieser ganzen Sache." murmelte sie leise.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jul 13, 2016 1:38 pm

Robert

Robert schüttelte leicht den Kopf. "Du hast ja Recht, entschuldige." Er atmete langsam durch. "Das Letzte, das ich will, ist ein Streit mit meinem Vater. Dass Henry versuchen würde Rob zu beeinflussen gut, aber wenn mein Vater da wirklich seine Finger im Spiel hat, obwohl er weiß, dass ich das nicht gutheißen würde....wenn er seinen Enkel zum Spielball in dieser politischen Lage macht, dann kann ich dabei nicht einfach zusehen, nur weil ich nicht mit ihm streiten will. Rob weiß, wie ich zu Henry stehe und er würde sich nicht von ihm allein auf seine Seite ziehen lassen. Seinem Großvater allerdings vertraut er, die Beiden haben ein gutes Verhältnis. Wenn Vater ihn beeinflusst, dann könnten Henrys Worte fruchten und das will ich verhindern."
Ihm behagte das auch nicht, aber ihm blieb keine Wahl. Er wollte Henry keine Angriffsfläche bieten.
"Mir ist auch nicht wohl dabei, aber willst du wirklich, dass er Henry dient?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jul 13, 2016 3:17 pm

Josephine

Josephine schlang den freien Arm um Roberts Taille und legte den Kopf an seine Schulter. "Nein, nicht wirklich, aber ... Robert, ich habe wahnsinnige Angst, dass diese Sache schief geht. Wie willst du Henry klar machen, dass der Junge nicht bei ihm bleiben kann ohne ihn völlig vor den Kopf zu stoßen? Besonders, da Rob es ja laut seinem Brief zumindest in Erwägung zieht. Wenn du ihn dort weg holst, wird Henry erst Recht sauer auf dich sein ... und sein Verhältnis zu Richard ist ja auch nicht gerade gut."
Josephine biss sich auf die Unterlippe und schwieg einen Moment. "Mir graut es vor dem Moment an dem Richard wieder die Waffen gegen seinen Vater hebt und so wie es im Moment aussieht, wird es doch nur noch eine Frage der Zeit sein. Besonders jetzt, da Richard sich ja offenbar mit Philippe von Frankreich gut stellt. Was tust du, wenn Richard dich an seiner Seite haben will?" Bei der Vorstellung wurde ihr ganz elend. Zumal sie mit den Kindern dann schwerlich hier in Truro bleiben konnte, das wäre viel zu gefährlich.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Jul 13, 2016 9:00 pm

Robert

"Das sehe ich dann, wenn es soweit ist. Ich werde ihm einfach sagen, dass ich eine Abmachung mit Richard habe. Dass ich zu meinem Wort stehe, weiß gerade Henry sehr gut. Und so ergeben Vater ihm auch ist, er wird nicht zulassen, dass Henry uns auch nur ein Haar krümmt."
Robert seufzte leise.
"Rob wird schon erfahren, was gut für ihn ist, wenn er wieder bei Stephan ist. Bei Bea und Richard in Bordeaux." Er schüttelte den Kopf.
"Mir graut es auch vor diesem Moment und machen wir uns nichts vor, der Moment wird kommen. Wenn Richard mich an seiner Seite will, werde ich meinen Eid erfüllen und ihm zur Seite stehen. Mit allem, was ich geben kann. Aber das Schwert gegen Henry selber führen kann ich nicht, das habe ich geschworen. Aber da ich Henry wohl kaum persönlich gegenüber stehen werde, wird dieser Eid mich kaum beeinflussen. Und nicht einmal Henry wird gegen diese Auslegung etwas sagen können. Niemand wird hier wagen euch etwas zu tun. Wenn es doch gefährlich wird, hole ich euch nach Bordeaux."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 12:30 am

Josephine

Langsam nickte Josephine. "Vermutlich, ja. Rob wird im Herzen sicher immer noch lieber nach Bordeaux wollen. Er verehrt Guillaume und liebt Stephan wie einen Bruder, das würde er sicher nicht für Henry einfach aufgeben. Womöglich will er seinem Großvater einfach einen Gefallen tun indem er es in Erwägung zieht." überlegte Josephine.
Dann schloss sie einen Moment die Augen und atmete geräuschvoll aus. "Und dann wirst du deinem Vater und deinem Bruder gegenüber stehen. Oh Robert, ich wünschte, all das würde sich nicht so fürchterlich entwickeln. Zumal ich nicht ganz so zuversichtlich bin wie du. Wenn wir hier bleiben wird das in den Augen von Henrys Anhängern ein gefundenes Fressen, das sie gegen dich als Druckmittel nutzen können." Allein die Vorstellung daran sorgte dafür, dass Josephine ganz anders zu Mute wurde.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 12:48 am

Robert

Robert zog Josephine enger an sich. "Ich vermute auch, dass das dahinter steckt. Er weiß, dass sein Großvater sich das wünscht und hat ein schlechtes Gewissen, wenn er es nicht möchte. Er will seinem Großvater gefallen und deshalb würde erin Rouen bleiben, auch wenn er gern nach Bordeaux möchte. Aber es ist Vaters Aufgabe dafür zu sorgen, dass so etwas nicht passiert. Wie dem auch sei...ich werde dem ein Ende bereiten."
Sobald das Kind da war und Josie sich erholt hatte, würde er nach Rouen reisen.
"Ja, das werde ich wohl...aber das letzte Mal haben wir es auch geschafft und voneinander fern zu halten. Zwischen uns ändert es nichts, dass wir auf dem Feld einander gegenüber stehen. Mir wäre auch lieber, es würde gar nicht erst soweit kommen, aber da kann man nichts tun... Ihr steht hier dennoch unter dem Schutz meines Vaters, deshalb wird niemand euch etwas tun. Aber wenn du dich sicherer fühlst, nehme ich euch im Fall der Fälle gleich mit nach Bordeaux. Und genau das ist auch ein Grund, warum Rob nicht bei Henry bleiben darf....er hätte ein zu großes Druckmittel gegen mich in der Hand."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 12:53 am

Josephine

"Vielleicht ist es seine Aufgabe, aber im Grunde wünscht er sich ja, dass Rob Henrys gute Seiten kennen lernt und dort bleiben will. Er ist in diesem Punkt wohl kaum unbefangen." erwiderte Josephine und schüttelte leicht den Kopf. "Was für eine gottlose Auseinandersetzung in der Familienmitglieder einander auf dem Schlachtfeld gegenüber stehen ..." murmelte sie. Dann schmiegte sie sich an Robert so gut wie ihr dicker Bauch es zuließ. "Aber nun lass uns über etwas anderes reden, ja? Sonst werde ich noch ganz schwermütig von all diesen düsteren Aussichten." bat sie Robert und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. "Wir sollten die Zeit gut nutzen, die wir haben."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 4:02 pm

Daniel

Schon seit gestern schaute Daniel sich das merkwürdige, stumme Drama zwischen seinem Vater und Mary an und er konnte nicht sagen, dass es ihm gefiel. Es war so offensichtlich, dass sein sonst so nüchterner Vater ein abgrundtiefes schlechtes Gewissen hatte und Mary ihn etwas auf Distanz hielt. Das war nun wirklich so ungewöhnlich, dass er seinen Vater danach gefragt hatte. Die Beiden waren doch sonst immer ein Herz oder eine Seele.
Von seinem Vater hatte er nur eine ablehnende Geste und etwas unverständliches Gemurmel geerntet und wenn der Earl schlecht gelaunt war, ließ man ihn dann besser auch in Ruhe.
Aber es ließ ihm keine Ruhe, denn er hatte Mary ins Herz geschlossen und er wollte nicht, dass sie ging. Also würde er eben seine Stiefmutter fragen.
Behutsam klopfte er an die Tür zum Gemach der Beiden und trat nach Aufforderung ein. "Mary....ich hoffe, ich komme nicht ungelegen. Ich wollte mit dir reden. Was ist da zwischen Vater und dir? Er ist so seltsam."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 4:09 pm

Mary

Mary haderte immer noch mit dem, was geschehen war und versuchte irgendeinen Ausweg für die vertrackte Lage zu finden. Sie wollte nicht im Streit mit Charles liegen, wollte nicht, dass ihre Ehe scheiterte, aber noch konnte sie ihm nicht verzeihen, was passiert war. Nicht ihm, der doch sonst so unerschütterlich zu ihr gehalten hatte.
Sie hatte Samuel und Joan heute Mittag schlafen gelegt und saß nun alleine etwas in ihrem Gemach und dachte nach als es an der Tür klopfte und wenig später Daniel herein kam. Mary schenkte ihrem Stiefsohn ein Lächeln. "Keineswegs, setzt dich doch." forderte sie ihn auf, wurde dann jedoch ernst. Mary seufzte leise und überlegte, was sie Daniel anvertrauen sollte. "Es ist ... wir haben uns gestritten und damit kommen wir beide nicht so ganz zurecht. Ich brauche einfach ein bisschen Zeit, um das zu verarbeiten, aber mach dir keine Sorgen, das wird schon wieder." erwiderte Mary.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 4:30 pm

Daniel

Daniel verdrehte leicht die Augen. "Ich will wirklich nicht unhöflich sein, aber ich bin kein kleines Kind mehr. Dass ihr gestritten habt, sieht ein Blinder. Aber das passiert manchmal und danach vertragt ihr euch in der Regel sofort wieder. Was ist diesmal anders? Vater läuft herum wie das wandelnde schlechte Gewissen, beim Essen isst er so gut wie gar nichts und er läuft den ganzen Tag ziellos durch die Burg, wenn er nicht gerade arbeitet. Das ist mir ein bisschen unheimlich, mit der Sprache rausrücken will er nämlich nicht. Irgendetwas ist doch im Busch. Was hat er so Schreckliches getan, dass du ihm nicht verzeihen kannst? Er ist doch sonst so ehrenhaft. Und ehrlich gesagt mache ich mir aber Sorgen..."
Er erkannte seinen unerschütterlichen Vater nicht wieder, dem immer egal war, was die Leute redeten oder von ihm dachten.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 4:36 pm

Mary

Mary sah ihren Stiefsohn einen Moment lang schweigend an, dann atmete sie geräuschvoll aus. "Du hast von dem Überfall auf das Dorf gehört? Bei dem dein Vater mit seinen Männern gegen die Räuber gekämpft hat? Eines der Häuser ist in Flammen aufgegangen und ein Kind ist noch darin gewesen. Bevor dein Vater hinein konnte, ist das Haus zusammen gebrochen und er macht sich seitdem schwere Vorwürfe, weil er das Kind nicht retten konnte." begann Mary langsam zu erklären. "Am gleichen Abend hat er sich in einem Wirtshaus betrunken, um das Geschehene zu verdrängen und ... landete schließlich bei einer anderen Frau im Bett. Das ist es, was ihm ein so schlechtes Gewissen bereitet und was es mir so schwer macht, ihm einfach zu verzeihen." berichtete Mary.
Sie strich gedankenverloren eine Falte aus ihrem Rock, ehe sie wieder aufsah und Daniel mit einem Achselzucken bedachte. "Weißt du, dein Vater war für mich immer wie ein Fels in der Brandung, der Mensch auf den ich immer und jederzeit und vor allem bedingungslos vertraut habe. Ich weiß genau, dass er es nicht getan hat, um mich zu verletzen und dass er es wirklich bereut, aber ich habe ein bisschen daran zu kauen, dass er letztlich halt auch nur ein Mensch ist und Fehler begeht. Im Grunde ist es dumm, dass ich es mir so zu Herzen nehme, aber ich kann einfach nicht anders."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 5:08 pm

Daniel

"Nur am Rande, was die Männer so munkeln, wenn sie glauben, ich höre nicht hin.", gab Daniel zu und lauschte Mary aufmerksam mit gerunzelter Stirn. Er hatte sich absolut nicht vorstellen können, was sein Vater getan haben sollte. Das erklärte natürlich einiges.
"Und das, wo Vater mit sich selbst immer noch fünfmal strenger ist als mit Anderen. Kein Wunder, dassihm das zu schaffen macht. Ich danke dir, dass du mir das gesagt hast, sonst wäre ich noch tagelang völlig ahnungslos herum gelaufen und hätte mich gefragt, was schief gelaufen ist. Aber....warum ist das so schwer für dich? Ich meine, sicher ist es nicht schön, aber zum einen ist es nicht hier vor deiner Nase passiert und zum Anderen tut es ihm ja leid. Du weißt doch, dass er nur dich liebt und das abgöttisch. Ich bin sicher, das war einfach alles ein wenig viel für ihn. Aber was soll ich auch sagen..." Er hob die Schultern. "Er ist immerhin mein Vater, nicht wahr? Es wäre schäbig von mir, würde ich ihn nicht verteidigen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 7:52 pm

Mary

Mary lächelte schwach. "Es spielt keine Rolle, ob es vor meiner Nase passiert ist oder nicht. Es ist passiert, das ist das entscheidende. Ich weiß, dass die meisten Männer nur zu gerne in fremden Betten unterwegs sind und das man häufig nichts daran findet und auch mein erster Gemahl hat sich zeitweilen mit anderen Frauen vergnügt. Ich habe es toleriert, weil ich es musste, aber glücklich war ich darüber weiß Gott nicht. Und mit deinem Vater ... ich glaube, ich nehme ihm diese Sache übel, weil er nun einmal ist, wie er ist. Er ist der letzte Mensch von dem ich so etwas erwartet hätte und ... vielleicht bin ich auch ein wenig wütend auf mich selbst, weil ich so naiv gewesen bin." erwiderte Mary nachdenklich. "Ich weiß, dass er mich liebt und ich ihn ebenso, deshalb wird diese Sache auch wieder in Ordnung kommen, aber ich muss es erst einmal verarbeiten, muss begreifen, dass dies ein einmaliger Fehler war, den er bereut und ich muss wieder Vertrauen zu ihm finden."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 10:36 pm

Daniel

Daniel seufzte leise. "Vermutlich kann ich das einfach nur nicht verstehen...Glücklicherweise bin ich nicht verheiratet, damit habe ich ja noch ein bisschen Zeit. Frauen sind immer so kompliziert....Verzeihung, wenn ich das sage, aber es ist doch so.", stellte er fest.
Er nickte langsam. "Ich hoffe wirklich, dass es zwischen euch wieder gut wird. Er ist so glücklich, seit er dich kennt. Vorher war er nie so, er lächelt viel mehr. Allein wie Cassy dich vergöttert zeigt doch schon, wie sehr ihr zusammen gehört. Also bitte mach es ihm nicht zu schwer.... Ich will nicht, dass die Familie wieder auseinander fällt."
Er wollte auch Mary nicht verlieren, die er als gute Freundin sah.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 10:50 pm

Mary

Mary musste grinsen. "Ihr Männer seid auch nicht gerade unkompliziert, auch wenn ihr gerne so tut." neckte Mary ihren Stiefsohn. Sie mochte Daniel gern, er hatte ihr die Ankunft in Kent von Anfang an sehr leicht gemacht, hatte sie als Freundin, als eine Art große Schwester angenommen und dafür war Mary ihm sehr dankbar.
Mary atmete tief durch und nickte. "Das wird es, da bin ich sicher. Alles andere ist gar keine Option. Ein Leben ohne deinen Vater ist für mich gar nicht mehr denkbar. Ich brauche nur einfach ein bisschen Zeit." versicherte sie Daniel. Und das war auch genau das, wovon sie überzeugt war. Es würde alles wieder gut werden, sie musste es nur verarbeiten, denn im Moment saß die Enttäuschung noch zu tief.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 11:32 pm

Robert

Robert lief nervös vor der Tür ihres Gemachs auf und ab. Josephine lag in den Wehen und er war aufgeregt. Er hoffte,es würde alles gut gehen und er freute sich auf den Nachwuchs. Beinahe sieben Jahre war Isaac nun alt, es wurde wirklich Zeit.
Dazu kam die Sorge um Rob und die Geschehnisse in Rouen, die dafür sorgten, dass seine Nerven blank lagen. Sobald Josie und das Kleine erholt waren, würde er seiner inneren Unruhe nachgeben und Henry in die Schranken weisen. Er würde Rob nach Rouen bringen.
Er hielt seufzend inne und starrte ungeduldig die Tür an. Es wurde wirklich Zeit, dass es vorüber war. Wenn wenigstens Phil hier wäre, aber der hatte im Gestüt mehr als genug zu tun,
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Jul 14, 2016 11:44 pm

Josephine

Isaacs Geburt lag schon so weit zurück, dass Josephine beinahe hätte verdrängen können, wie anstrengend es doch war ein Kind auf die Welt zu bringen. Doch nun lag sie einmal mehr in dem großen Bett in ihrem Gemach und kämpfte seit ein paar Stunden. Die Geburt des Kindes war nicht kompliziert, aber dennoch harte Arbeit und Josephine dankte Gott im Stillen als es endlich geschafft war und sie erschöpft in die Kissen zurück sank.
Sie schloss die Augen und versuchte ihren Atem zu beruhigen, als ein kräftiger Schrei den Raum erfüllte. Ein seliges Lächeln huschte über ihre Lippen und Josephine schlug die Augen wieder auf, beobachtete müde, aber glücklich wie die Hebamme das Kindchen wusch und in saubere Tücher wickelte, ehe sie zu ihr an das Bett heran trat.
"Mein Glückwunsch, Mylady. Ein ganz hinreißendes Mädchen habt ihr da bekommen." erklärte sie mit einem sanften Lächeln und gab Josephine das Kindchen, damit sie es betrachten konnte. Selig lächelte Josephine auf ihre Tochter herab und musste einen Moment sogar mit den Tränen kämpfen. Es war so ein wundervolles Gefühl ...
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Jul 15, 2016 12:04 am

Robert

Robert fiel beinahe durch die Tür, als die Hebamme öffnete, so dicht hatte er davor gestanden, als er das Neugeborene schreien hörte. Hatte es schon immer so lange gedauert, bis man ihn hinein ließ? Ging es Josie gut?
Doch schließlich wurde er erlöst, atmete noch einmal durch um sich zu beruhigen und trat dann ein. Leise ging er zum Bett hinüber und küsste seine Frau auf die Stirn.
"Meine Schöne...bist du wohlauf?" Neugierig beäugte er das Kind in ihren Armen und beugte sich etwas vor, während er sich auf die Bettkante setzte.
"Was ist es geworden? Scheint mir, als würden die braunen Augen mal wieder durchschlagen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Jul 15, 2016 12:25 am

Josephine

Obwohl sie schrecklich müde war, strahlte Josephine über das ganze Gesicht als Robert herein kam. Sir nickte eifrig auf seine Frage hin. "Völlig müde und geschafft von der Arbeit der letzten Stunden, aber sonst ist alles gut. Und sieh nur ..." Sie hielt ihm das kleine Bündel entgegen aus dem gerade nur ein kleines rosiges Gesicht hervor lugte. "Ein noch etwas zerknautschtes, aber darüber hinaus wunderschönes Mädchen." erklärte sie leise und lächelte glücklich. "Robert, wir haben noch eine kleine Tochter bekommen." wisperte sie und lehnte sich etwas an ihren Gemahl. "Nun musst du ihr nur noch einen Namen aussuchen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Jul 15, 2016 8:55 am

Robert

Robert legte lächelnd den Arm um seine Frau. "Oh ja, sie ist wundervoll. Und sie wird alle wieder um den Finger wickeln, besonders Phil. Der ist ja immer hin und weg von so süßen, kleinen Mäusen."
Phils und seine Familie hatten eine sehr enge Bindung und die Kinder gingen beieinander ein und aus. Robert strich dem kleinen Mädchen über die Wange und lachte leise, als die kleine Nase sich kräuselte. "Schon eine kleine Diva, scheint mir."
Er zögerte einen kurzen Moment. "Weißt du, ich...ich kann verstehen, wenn dir die Idee nicht gefällt, aber ich dachte, es würde Edward möglicherweise gut tun, wenn wir die Kleine Julia nennen. Er wird nie eine seiner Töchter so nennen, da wird Helene nicht mitspielen. Und ich finde, es ist ein schöner Name.", schlug er dann zurückhaltend vor.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Jul 15, 2016 9:10 am

Josephine

Josephine lachte. "Oh ja, ich schätze, er wird dann eine ganze Zeit lang hier wieder kaum wegzubekommen sein. Aber die Kinder lieben ihn wirklich sehr und es ist schön ihn so glücklich zu sehen. Sowohl mit unseren Kleinen als auch mit seiner kleinen Kinderschar. Er ist wirklich ein passionierter Vater. Es wäre eine Schande gewesen, hätte er sich selbst dieses Leben vorenthalten."
Dann beobachtete sie Robert und ihre Tochter und schürzte belustigt die Lippen. "Natürlich ist sie das, sie ist immerhin unsere Tochter, nicht wahr?"
Nachdenklich sah sie Robert an als dieser plötzlich zögerte, dann ging ihr jedoch auf wieso. Sie betrachtete das kleine Mädchen und nickte dann. "Ja, wieso eigentlich nicht? Julia ist ein guter Name und sie war eine wundervolle Seele von einem Menschen. Wenn unsere Tochter so wird wie ihre Namenspatin können wir zufrieden sein, schätze ich." erwiderte Josephine ernst und sah Robert wieder an.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Jul 15, 2016 9:27 am

Robert

Robert nickte grinsend. "Das glaube ich auch. Er geht darin völlig auf und die Kinder sind froh damit, also lassen wir ihn ruhig. Sie könnten sich keinen besseren Onkel wünschen. Wenn ich daran denke, dass er überlegt hat ins Kloster zu gehen....nicht auszudenken."
Er lachte leise auf. "Oh ja, das ist sie. Und bin sicher, das wird mit der Zeit noch viel deutlicher werden. Kleine Prinzessin..."
Er war nicht sicher gewesen, wie Josie auf seinen Vorschlag reagieren würde, aber wieder einmal enttäuschte sie ihn nicht.
"Das denke ich auch. Gut...dann wird sie Julia heißen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Jul 15, 2016 9:37 am

Mary

Mary sah auf die getrocknete Tinte ihres Briefes hinab und atmete tief durch. Sie hatte einen sehr langen Brief an ihre Mutter geschrieben in dem sie ihr alles schilderte, was vorgefallen war und all ihre Gedanken dazu. Sie hatte sich bewusst dafür in Charles' Arbeitszimmer gesetzt, weil er gerade draußen seine Runde machte und dann hier her kommen würde und sie wollte mit ihm reden. Also wartete sie hier darauf, dass er kam und hoffte, dass ihr Mut sie im letzten Moment nicht verlassen würde.
Sie hatte in den letzten Tagen viel nachgedacht und auch ihr Gespräch mit Daniel hatte sie nachdenklich gestimmt, doch besonders dieser Brief hier vor ihr hatte einiges gerade gegerückt. Nun fehlte nur noch Charles.
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