Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183

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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Sa Jul 16, 2016 8:34 pm

William

William konnte seine Erleichterung nicht ganz verbergen als Robert ihm zumindest die Hand auf den Arm legte. "Gut, dann sollten wir uns beeilen. Dann kannst du dich umziehen und dann mit uns vor dem warmen Kamin etwas Essen und etwas heißes Trinken." Bei der Erwähnung von Robs heiterem Gemüt musste William grinsen. "Oh ja, er ist wirklich ein Sonnenschein. Er hat uns hier die dunklen Wintermonate mehr als gut vertrieben."
Dann sah er Robert mit freudiger Überraschung an. "Wirklich? Julia? Herzlichen Glückwunsch, mein Junge." Nun konnte William doch nicht widerstehen seinen Sohn zumindest kurz in die Arme zu schließen. "Und eine sehr feine Geste von euch, die Kleine so zu nennen. Weiß Edward schon davon?"
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 12:57 am

Robert

Robert nickte langsam. "Das klingt gut. Es freut mich, dass Rob euch die Zeit versüßt hat. Erist ein wirklich guter Junge." Er wollte jetzt noch nicht auf das Streitthema eingehen, er wollte sich erst ein bisschen von der anstrengenden Reise erholen und vor einem warmen Feuer vollends auftauen.
Er erwiderte die Umarmung seines Vaters.
"Ich danke dir. Ich habe Edward von ihrer Geburt geschrieben und ihm erklärt, wie wir sie genannt haben. Aber eine Antwort kam noch nicht, dazu bin ich zu rasch hierher aufgebrochen. Ich bin sicher, er wird sich darüber freuen. Wir dachten, Helene wird ihm ohnehin nie gestatten eine seiner Töchter so zu nennen, daher....tun wir es eben. Sie war eine sehr freundliche Frau."
Er folgte seinem Vater schließlich in die Burg und fragte sich, wie viel Zeit ihm bis zum ersten Streit bleiben würde.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 1:13 am

William

William spürte, dass Robert bewusst nicht weiter auf Rob einging und war in gewisser Weise dankbar dafür, denn so hatten sie noch ein bisschen Ruhe bevor sie das leidige Thema anschnitten.
Er nickte und brummte zustimmend. "Oh ja, das war sie und es ist nur recht und billig, dass eins der Kinder nach ihr benannt wird. Ich denke, mit deiner Einschätzung hast du Recht, Helene wird von so etwas nichts wissen wollen. Umso schöner, dass du so viel Familiensinn besitzt. Ich wette, Edward wird sich wirklich freuen." erwiderte William lächelnd.
"Wie sieht es aus? Willst du erst kurz in deinem Gemach frische Kleidung anlegen? Ich warte dann mit Joanna so lange bis du zu uns stößt." schlug William dann vor.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 4:14 pm

Robert

Robert war dem Vorschlag seines Vaters gefolgt und hatte sich erst umgezogen, bevor er sich auf den Weg zu seinen Eltern gemacht hatte. Ihm war bewusst, dass er der Diskussion nicht ewig aus dem Weg gehen konnte und ihm graute genauso vor der ersten Begegnung mit Henry. Das würde nicht gut enden, das stand bereits jetzt fest.
Er klopfte und betrat das behaglich warme Gemach, das seine Eltern hier bewohnten. Er schloss Joanna kurz in die Arme und schenkte ihr ein Lächeln, ehe er sich auf einen der Sessel vor dem Kamin sinken ließ und dankbar einen Becher heißen Wein entgegen nahm.
"Wie macht sich Rob im Training?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 4:34 pm

William

William hatte zusammen mit Joanna vor dem behaglichen Kamin gewartet, während Robert sich seiner klammen Kleidung entledigte und schließlich trocken und sauber bei ihnen auftauchte. Während Joanna ihn umarmte, füllte William einen Becher mit heißem Wein und gab ihn an Robert weiter als dieser sich setzte.
"Hervorragend, du musst es dir morgen ansehen. Der Junge hat große Fortschritte gemacht und es ist wirklich eine Wonne ihm zuzusehen." berichtete William und grinste dann. "Und er reitet wie der Teufel. Er kann wirklich nicht leugnen aus welcher Familie er stammt."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 4:57 pm

Robert

"Oh, das werde ich.Ich bin gespannt darauf zu sehen, wie er sich entwickelt hat. Er wird langsam erwachsen. Kaum zu glauben, es kommt mir vor wie gestern, als er mir vor die Füße lief und ich sofort wusste, dass er mein Sohn ist."
Robert grinste stolz zurück. "Natürlich tut er das. Zuhause trollt er den ganzen Tag im Gestüt herum und gibt keine Ruhe, bis er die schwierigsten Jungpferde probieren darf. Er hat sich auf McGray gesetzt und ist ihn ohne jegliche Ausrüstung über die Koppel geritten, als der noch völlig roh war. Rob hat ein solches Urvertrauen in die Pferde..."
Robert seufzte leise und wurde ernst.
"Aber du weißt, warum ich hier bin, Vater."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 5:05 pm

William

William nippte an seinem Wein und lächelte. "Ja, die Zeit vergeht schnell. Ich war auch der Meinung, ich hätte dich erst gestern auf dem Arm gehalten, weil du am besten einschlafen konntest, wenn man mit dir etwas durch die Gegend lief. Und sieh dich heute an." bemerkte er lachend und nickte dann. "Das hat er. Und mit seinem Schimmel hat er wirklich ein fantastisches Pferd. Die beiden passen sehr gut zusammen."
Dann lehnte William sich zurück, schlug die Beine übereinander und nickte ernst. "Sicher weiß ich das. Ich warte nur darauf, dass du damit beginnst mir eine Strafpredigt zu halten." Schließlich bereitete William sich schon auf diesen Moment vor seit er entschieden hatte mit Rob über seinen Aufenthalt hier zu sprechen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 5:16 pm

Robert

Robert nickte amüsiert. "Ja, die Zeiten sind schon lange, lange vorbei. Aber so ist es nun einmal. Kinder werden erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Rob wird das auch tun, wenn er soweit ist." Aber sein Vater hatte recht. "Ja, der Schimmel ist außergewöhnlich. Deshalb habe ich ihn auch Rob geschenkt. Er hat einen guten Anteil arabisches Blut, darum ist er auch so schnell und wendig."
Robert atmete durch und verschränkte die Finger miteinander, als er den Becher abgestellt hatte. "Eine Strafpredigt ist vermutlich das falsche Wort. Ich bin einfach maßlos enttäuscht von dir, Vater. Du hast mich bewusst hintergangen. Du wusstest ganz genau, dass ich Henry keinen Einfluss auf Rob ermöglichen will und du hast nichts Besseres zu tun, als Rob zu überzeugen, dass er doch besser hier bliebe?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 5:27 pm

William

William zog die Augenbrauen in die Höhe und bedachte seinen Sohn mit einem kritischen Blick. "Bewusst hintergangen? Ich denke, du übertreibst da etwas, Junge." bemerkte er trocken. "Ich weiß um deinen Groll gegen Henry und du weißt, was ich davon halte. Aber sollte Rob sich nicht sein eigenes Bild machen können? Alt genug ist er immerhin. Und du verkennst die Lage gewaltig, Robert. Ich habe ihn nicht überzeugt hier zu bleiben, sondern habe mit ihm über Henrys Angebot gesprochen. Natürlich habe ich ihm die Sache nicht schlecht geredet, weil ich durchaus Vorteile für ihn darin sehen würde bei Henry zu bleiben, aber ich hätte kein Problem damit, wenn er zu Richard geht. Ich wollte lediglich, dass Rob sich darüber im Klaren ist, dass Henry durchaus eine Option wäre, sofern Rob selbst es denn wollen würde."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 5:41 pm

Robert

"Ich übertreibe?", wiederholte Robert fassungslos. "Du weißt ganz genau, dass es für mich keine Option ist, Rob bei Henry zu lassen. Das werde ich nicht zulassen. Ich habe diese Entscheidung bereits getroffen und es steht dir nicht zu, daran zu rütteln. Er wird zu Richard gehen. Er mag sich sein eigenes Bild von Henry machen, aber er wird nicht hier zum Spielball in Henrys Politik werden. Er wollte Rob schon einmal für seine Zwecke nutzen um mich in Schach zu halten und soweit werde ich es nicht kommen lassen. Rob wird nicht Henrys Druckmittel gegen mich werden, wenn ich mich Richard anschließen soll."
Robert biss die Zähne zusammen.
"Natürlich hast du das. Rob ist dein Enkel, er vertraut dir sehr. Wenn du ihm sagst, dass es für ihn gut wäre, natürllich denkt er darüber nach und zweifelt. Das wusstest du und hast es ausgenutzt."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 6:03 pm

William

"Wäre es nicht so traurig, fände ich es beinahe faszinierend, wie verbohrt du in deinem Hass auf Henry mittlerweile bist." erwiderte William und schüttelte den Kopf. "Henry würde dem Jungen nichts tun, er wäre bei ihm in guten Händen. Und du glaubst doch nicht etwa, dass es unpolitisch werden würde, wenn Rob zu Richard geht? Ich bitte dich ..." William wurde eine Spur blasser und lehnte sich ein wenig vor. "Was soll das heißen, wenn du dich Richard anschließen sollst?" fragte er eine Spur schärfer nach. Ihm behagte die ganze Lage derzeit ganz und gar nicht. Es brodelte gewaltig und früher oder später würde zwischen Richard und Henry zweifelsohne wieder eine Auseinandersetzung ausbrechen. "Du hast doch nicht im Ernst vor, dich auf Richards Seite zu schlagen? Dich gegen deinen König zu stellen?"
William knirschte wütend mit den Zähnen. "Er denkt darüber nach, ja. Und genau das soll er doch schließlich auch, oder? Er soll seinen eigenen Verstand gebrauchen und entscheiden, was für ihn gut und richtig ist. Wirf mir gefälligst nicht vor, dass ich meinen Enkel manipuliere!" grollte William ungehalten.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 6:35 pm

Robert

Robert winkte wütend ab. "Verbohrt nennst du das? Ich habe ja wohl allen Grund dazu ihn nicht zu mögen. Außerdem hasse ich ihn nicht, ich vertraue ihm nicht und ich nehme mich vor ihm in acht." Seine Augen verengten sich leicht.
"Manchmal frage ich mich wirklich, wie blind du bist, wenn es um Henry geht. Rob wird bei Henry niemals in guten Händen sein. Meinetwegen. Er wird Rob nutzen, um mich zu erpressen. Henry ist kein Unschuldslamm wie du tust."
Er atmete durch und sah seinem Vater entschlossen in die Augen. "Richard ist mein Lehnsherr und ich habe ihm einen Eid geschworen. Einen, den ich zu erfüllen gedenke. Wenn es zur Auseinandersetzung kommen sollte und Richard mich an seiner Seite braucht, werde ich dort sein. Mein König missachtet das Erbrecht von Generationen. Richard steht die Nachfolge zu. Und ich werde nicht zulassen, dass Henry durch Rob ein Mittel bekommt, mit dem er Richard und mich in die Knie zwingen kann. Das solltest du verstehen."
Robert beugte sich leicht vor. "Er gebraucht seinen Verstand ja. Aber ich werde es dir vor, solange ich den Eindruck habe, dass du es tust. Gib doch einfach zu, dass du versucht hast ihn auf Henrys Seite zu bekommen. Unauffällig, beiläufig, aber du hast es getan. Oder hast du etwa nicht auf Henrys Bitte gehandelt? Bist du selber auf die Idee gekommen mit ihm zu reden?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 7:05 pm

William

"Natürlich wird er das! Henry ist kein Unschuldslamm, aber er ist auch kein Dummkopf. Er weiß genau, wie viel der Junge mir bedeutet, außerdem hat er Zeit gehabt Rob kennen zu lernen ... er würde ihm nichts tun, er schätzt den Jungen. Dafür würde ich beide Hände ins Feuer legen." erwiderte William und maß Robert mit einem zornigen Blick. Er ließ sich nicht gerne vorwerfen, dass er Henrys Fehlern gegenüber blind war.
Williams Hände umschlossen die Lehne seines Sessels so fest, dass die Knöchel weiß hervor traten. "Ich bin auch kein Freund von der Idee John auf den Thron zu setzen und ich tue mein möglichstes, um auf Henry einzuwirken. Richard hingegen provoziert ihn mit seinem kindischen Gehabe nur noch mehr. Je mehr Richard sich aufführt, wie ein verzogener Bengel und versucht sich aufzuplustern, desto mehr wird Henry aus Trotz an John festhalten. Das führt doch zu nichts! Außerdem verstößt es gegen jede Gottgewollte Ordnung, sich gegen seinen Vater aufzulehnen. Demnach steht Richards vergehen dem Henrys nicht im geringsten nach und du solltest dir wirklich zweimal überlegen, ob du dich der gleichen Sünde schuldig machen willst." grollte William und maß seinen Sohn mit einem finsteren Blick. "Na schön, da du es ja unbedingt hören willst: ja. Ja, ich habe versucht es ihm schmackhaft zu machen und ich würde es durchaus begrüßen, wenn mein Enkel mehr Verstand als sein Vater besitzt und sich nicht auf die Seite eines launischen Rebellen schlagen würde."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 7:22 pm

Robert

Robert verdrehte die Augen. "Er schätzt den Jungen so lange, wie er ihm nützlich sein kann. Henry ist kein Heiliger. Er hat seine eigenen Ziele im Kopf, Rob ist ihm egal. Und er weiß, dass du loyal hinter ihm stehst."
Er war nicht gerade angetan davon, dass sein Vater so vehement gegen seine Gefolgschaft für Richard aufbegehrte. Damals war er einverstanden gewesen. Dachte er zumindest...
"Kindisches Gehabe? Er tut doch gar nichts. Er knüpft ein paar nützliche Kontakte und erinnert dann und wann an seine Anwesenheit, das schadet nichts. Es verstößt auch gegen die gewollte Ordnung seine Kinder auszupeitschen, weil sie nicht sind, wie sie sein sollen. Das hat dein toller Henry mit Harry angestellt. Es verstößt gegen die gewollte Ordnung, den einzigen Sohn, der wirklich das Geschick und von Gott die Größe bekommen hat, England in eine bessere Zuunft zu führen vom Erbe auszuschließen und ihm die Krone vorzuenthalten. Die Erbfolge ist geregelt in England, nur Henry tanzt aus der Reihe und seine Anhänger folgen dem einfach, ohne Aufbegehren. Was, wenn er das Erbrecht ganz aussetzt? Erben dann diejenigen die Grafschaften, die ihm gerade am besten gefallen? Dann werde ich ganz sicher nicht Cornwall erben. Richard erinnert seinen Vater daran. Da halte ich für sinnvoll, nicht für Auflehnung."
Er ballte die Fäuste.
"Ein launischer Rebelle? Richard ist dein Schwiegersohn! Er ist mit deiner Tochter verheiratet und er ist im Recht! Wenn er mich ruft, werde ich ihm zur Seite stehen, wie ich es geschworen habe und nichts wird mich daran hindern. Und Rob wird nicht das Druckmittel in dieser Auseinandersetzung werden, nur über meine Leiche! Du hast damals gesagt, ich tue das Richtige. Ich habe immer getan, was du wolltest. Mein Leben lang. Von Rob verlangst du, dass er seine eigene Meinung hat, aber meine verurteilst du, weil sie dir nicht passt. Ich habe dir blind vertraut, weil ich dich liebe. Aber du fällst mir in den Rücken! Du manipulierst meinen Sohn! Ich hatte mehr von dir erwartet. Ich habe ihn dir mitgegeben, damit du gut auf ihn achtest und ihn dann heil bei Richard ablieferst? Und was tust du? Du verrätst mich. Ich dachte, ich könnte Vertrauen zu dir haben. Ich dachte, du wärst anders als Henry."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 7:45 pm

William

"Natürlich tut er etwas! Und das weißt du ganz genau. Richards Vorbereitungen gehen in eine ganz klare Richtung, dafür muss man nicht einmal Kontakte in Bordeaux bemühen, um das zu erkennen. Ah, Unrecht mit Unrecht vergelten, ja? Ist das etwa dein Leitsatz geworden? Soll Richards Herrschaft etwa darauf bauen? So dass in Zukunft jeder fürchten muss, dass ein falscher Schritt entsprechend hart geahndet wird?" erwiderte William scharf. "Ohne Aufbegehren, weil das zu diesem Zeitpunkt sinnlos wäre! Johns Nachfolge ist nicht in Stein gemeißelt, es gibt nicht einmal eine entsprechende Urkunde oder ähnliches, bisher verkündet Henry es einfach nur lautstark und er wird er noch mehr tun, wenn Richard sich nicht endlich besinnt. Sinnvoll wäre es, wenn er sich beruhigen und das Gespräch mit Henry suchen würde!" William fuhr sich kurz mit der Hand über das Kinn. "Mein Schwiegersohn, ja, aber das macht ihn auch nicht unfehlbar." Für einen Augenblick hielt William den Atem an, dann stieß er ihn geräuschvoll wieder hervor. "Du bist also entschlossen, das Schwert gegen mich zu heben, sehe ich das richtig?" fasste William trocken zusammen.
Dann verengten sich seine Augen leicht und William beugte sich vor, während er die Armlehnen so fest umklammerte, dass das Holz leise ächzte. "Überleg dir besser, ob du solche Dinge wirklich sagen willst. Ob du mich wirklich einen Verräter nennen willst." drohte er leise. William hatte mit vielem gerechnet, mit harschen, bitteren Worten, aber nicht damit, ein Verräter genannt zu werden.
Kurz sah er zu Joanna hinüber, die sich wohlweislich aus dem Streit heraus hielt, dann sah er wieder zu Robert. "Vielleicht wäre es ohnehin besser, wenn du jetzt gehen würdest."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 9:59 pm

Robert

Robert schüttelte entschieden den Kopf. "Du glaubst doch nicht wirklich, dass Henry mit Richard reden und irgendetwas ändern würde? Richard ist im Recht. Er vergilt nicht Unrecht mit Unrecht. Du misst mit zweierlei Maß!", warf er seinem Vater wütend vor.
"Er wird Richard nicht zum Nachfolger ernennen, was auch immer geschieht. Selbst wenn John sterben sollte, würde er es zu vermeiden wissen und ich kann verstehen, dass Richard für sein Recht kämpft. Es ist ja nicht so, dass er es nicht im Guten versucht hätte."
Robert zögerte einen Moment. "Nicht gegen dich. Würden wir uns gegenüber stehen, würde ich gehen. Du weißt, dass ich nicht gegen dich kämpfen kann. Aber du wirst mich nicht davon abhalten meinen Eid zu erfüllen, Vater."
Robert biss die Zähne zusammen. "Das will ich nicht, aber sag mir, wie ich es sonst auffassen soll. Du weißt, dass ich nicht will, dass Rob Henry in die Finger gerät. Ich wünschte, es wäre anders, aber ich kann nicht..."
Er erhob sich. "Ja, vielleicht sollte ich das...."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 10:14 pm

William

"Doch, genau das tut er. Henry tut ihm Unrecht darin, dass er ihm die Krone versucht vorzuenthalten, aber dass Richard deshalb bereit ist gegen seinen Vater erneut die Waffen zu heben ... zum einen verstößt er damit gegen göttliches Gebot und zum anderen haben wir ja schon einmal gesehen, wohin eine solche Rebellion führt. Ich weiß, dass Henry nicht frei von Fehlern ist, aber Richard ist es genauso wenig. Und das, was er im Moment tut, ist ein gewaltiger Fehler." erwiderte William ernst.
Er bedachte seinen Sohn mit einem langen Blick und schüttelte dann den Kopf. "Und willst du vor jedem Mann aus Truro fliehen, der dir auf dem Schlachtfeld begegnet? Und was ist mit deinem Bruder? Er wird Henry zur Seite stehen, gegen ihn wirst du wohl auch nicht kämpfen wollen. Wie willst du deinen Eid erfüllen, Robert, wenn du auf dem Schlachtfeld schon zwei der wichtigsten von Henrys Truppen nicht gegenüber treten willst? Das wird nie funktionieren. Und hast du schon einmal an Philippe gedacht? Wenn du zu Richard gehst, wird er dich begleiten, egal wie schwer es für ihn wird. Überleg dir gut, ob du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst."
William schüttelte schroff den Kopf. "Ich frage mich wirklich, wieso du mir den Jungen mit nach Rouen gegeben hast. Dir war doch klar, dass er den ganzen Winter über in Henrys unmittelbarer Nähe verbringen würde und dass ich ihn davon sicher nicht abhalten werde." bemerkte William und nickte dann. "Vermutlich wäre das für den Moment das beste. Rob wird sicher mittlerweile in seiner Kammer sein, er freut sich sicher, dich zu sehen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 10:51 pm

Robert

Robert seufzte schwer. "Richard sammelt Beziehungen, er hat noch nichts sonst getan, als immer wieder seinen Anspruch zu untermauern. Aber darin werden wir uns nicht einig werden."
Er betrachtete seinen Vater nachdenklich. "Es ist recht unfair von dir, so an mein Gewissen zu appellieren und gleichzeitig machst du dir keine Gedanken darüber? Was tust du, wenn ich dir gegenüber stehe? Was tut Edward? Werdet ihr die Waffe gegen mich heben? Oder gegen Phil? Diese Frage kann man umdrehen. Warum sie nur mir aufbürden? Es wird nie einfach sein. Aber Richard kann mich möglicherweise auch anders brauchen. Wer weiß das schon..."
Er verschränkte die Hände auf dem Rücken.
"Mir was klar, dass er in seiner Nähe ist und das ist in Ordnung. Ich wusste aber nicht, dass du ihn beeinflusst und auf Henrys Seite ziehst. Ich dachte, du würdest wenigstens Rob gegenüber Neutralität wahren können. Offenbar habe ich mich geirrt."
Er wandte sich zur Tür.
"Das wird er. Und ich werde ihn jetzt aufsuchen. Wir werden uns am besten beruhigen und später noch einmal in Ruhe reden."
Und dann würde er Rob nach Rouen bringen. Er nickte seinen Eltern zu und verließ den Raum.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 11:03 pm

William

William hob leicht eine Hand und schüttelte den Kopf. "Sicher mache ich mir Gedanken, allerdings ist sowohl meine als auch Edwards Situation entschieden leichter als die deine. Ich muss lediglich dir und Philippe persönlich aus dem Weg gehen, die Männer, die du möglicherweise anführst, sind unerheblich. Anders sieht es für dich doch zumindest aus, wenn du den Menschen aus Cornwall gegenüber stehst ... Männern aus Truro, die du seit Jahren kennst."
William lehnte sich wieder zurück und schürzte die Lippen. "Neutralität, ich bitte dich. Du benimmst dich auch nicht gerade neutral, sonst würdest du nicht sofort hier her gereist kommen, nur weil dein Sohn dir einen Brief geschickt hat in dem er darüber nachdenkt, ob es für ihn vorteilhaft wäre, hier zu bleiben." Dann nickte er jedoch ein wenig erleichtert, denn dieser Streit zerrte an Williams nerven und er war wirklich nicht auf Unfrieden mit Robert aus, doch dieser Punkt war einfach unglaublich kompliziert zwischen ihnen. "Das sollten wir." bestätigte er, ehe Robert das Gemach verließ.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 11:12 pm

Joanna

Joanna hatte sich bewusst im Hintergrund gehalten. Es war klüger, sich in den Streit der Beiden nicht einzumischen und eher wenig Partei zu ergreifen. Dennoch war sie sicher, dass der Streit William sehr nahe gehen würde, denn dieser liebte seinen Ältesten ja doch sehr.
Als Robert den Raum verließ, seufzte sie schwer und setzte sich auf Williams Sessellehne.
"Der Fluch der Plantagênets. Sie können untereinander keinen Frieden halten und nun tragen sie es in unsere Familie. Alles wäre einfacher, würde Henry seinen Sturkopf beiseite lassen und Richards Erbanspruch anerkennen. Er weiß in seinem Innern selber genau, dass John nicht zum König taugt. Ich glaube, uns stehen noch harte Zeiten bevor."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Jul 17, 2016 11:19 pm

William

William sah zu Joanna als diese sich zu ihm setzte und zog sie kurzer Hand auf seinen Schoß. Er vergrub das Gesicht einen Moment lang an ihrem Hals und seufzte schwer. "Ja, ein Fluch, der auch vor unserer Familie nicht Halt macht." murmelte er leise. "Natürlich weiß er das. Aber es ist, wie ich zu Robert sagte: solange Richard sich immer wieder gegen seinen Vater stellt und ihn, wenngleich bisher nur verbal, angreift, desto trotziger reagiert Henry. Er ist in der Sache wie ein kleines Kind. Je mehr Richard fordert, desto mehr ist Henry darauf bedacht an John als seinem Nachfolger festzuhalten."
William atmete tief durch und sah Joanna in die Augen. "Ich weiß wirklich nicht, wie das alles weiter gehen soll." murmelte er betroffen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Jul 18, 2016 12:46 am

Joanna

Joanna strich William sanft durch die dunklen Locken, als dieser das Gesiht an ihrem Hals vergrub. "Richard ist eben der Sohn seines Vaters. Henry würde auch nicht einfach warten. Du siehst ja, was passierte, als Henry die Krone übernahm."
Sie seufzte leise.
"Ich weiß es auch nicht. Mir behagt das alles nicht mit der ganzen Failie auf zwei unterschiedlichen Seiten. Ich glaube nicht, dass Robert Waffen führen wird, aber in einer Schlacht kann so viel schief gehen.... Aber du solltest versuchen dich nicht so mit ihm zu zerstreiten, das werdet ihr Beide hinterher bereuen. Geht nicht im Unfrieden in den Krieg, William. Das kann nur in einer Katastrophe enden."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Jul 18, 2016 8:33 am

William

William schloss einen Moment lang die Augen und atmete geräuschvoll aus. "Ich verstehe ja, wieso er Richard diesen Eid leisten wollte, aber hätte ich geahnt, dass das einmal solche Folgen haben würde ... ich wünschte, er hätte es nicht getan. Es war schon schlimm genug als er auf der Seite des jungen Henrys stand, aber da hatte Robert keine Wahl gehabt und obendrein war er nur halbherzig dabei gewesen. Dieses Mal ist es ganz anders. Er steht mit dem Herzen hinter Richard und dessen Sache und mir graut wirklich vor dem, was noch geschieht."
Dann nickte William langsam. "Ich lege auch keinen Wert darauf mich mit ihm zu überwerfen. Aber es ist wirklich nicht so einfach in dieser Sache ruhig zu bleiben."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Jul 18, 2016 9:19 pm

Joanna

Joanna nickte langsam. "Aber das konnte niemand ahnen. Wir alle dachten, Richard würde Henrys Erbe werden. Ohne Diskussion. Schließlich stand Richard nachher auf Henrys Seite. Robert muss seinen eigenen Weg gehen und letztendlich können wir nichts tun, um ihn daran zu hindern. Er steht hinter Richard und er steht zu seinem Eid. Wenn wir Glück haben, berappeln Henry und Richard sich noch einmal."
Sie seufzte leise.
"Ich weiß, ich weiß..." Joanna strich ihm über den Nacken. "Aber du musst es versuchen. Es tut euch Beiden nicht gut, wenn ihr euch völlig zerstreitet. Dann wird Robert auch noch Josie und die Kinder nach Bordeaux bringen und das wollen wir wirklich nicht, oder?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Di Jul 19, 2016 12:51 am

William

William seufzte leise. "Ja, aber aus irgendeinem Grund hat Henry einen Narren an John gefressen. Ich verstehe es einfach nicht. Richard wäre wirklich geeignet, aber so wie dieser sich im Moment benimmt ... es ist wirklich unvernünftig. Und ich mache mir zugegebener Maßen Sorgen um Beatrice und die Kinder." räumte William offen ein.
Als Joanna ihm über den Nacken strich, zog William sie noch etwas fester an sich und nickte. "Ich werde es versuchen. Aber du hast es ja gerade selbst mitbekommen, unsere Ansichten gehen in diesem Punkt so wahnsinnig weit auseinander." murmelte er betroffen und schüttelte den Kopf. "Nein, das ist wirklich das letzte, was ich will. Die Kleinen sind ein Segen und Josephine gehört auch einfach zu uns nach Truro."
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