Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183

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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 10:34 am

Alexander

„Gut möglich, dass das so ist. Es ist wahrlich nicht jeder zum Lehrer berufen, aber dabei hat Gott sich schon irgendetwas gedacht.“ Alexander musste schmunzeln. „Zugegeben, ich bin ihm mittlerweile auch sehr dankbar dafür. Ich bin gerne hier.“
Alexander betrachtete Helene und seine Mundwinkel zuckten verräterisch bei ihren Worten. Ein guter Mann … es war wirklich ungewohnt, dass jemand für ihn so viele, lobende Worte fand, noch dazu eine Frau.
Er erwiderte ihren Blick und lachte dann leise. „Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht und Gott hat mich in seinen Dienst gerufen, weil er wusste, dass ich mich so wirklich entfalten kann. Wer weiß schon, wie ich geworden wäre, hätte ich mich einer weltlichen Laufbahn zugewandt. Außerdem wäre ich nie hier her gekommen, wäre ich nicht Priester geworden.“ bemerkte Alexander und hielt Helenes Blick weiterhin fest. „Und das wäre doch sehr bedauerlich gewesen.“ fügte er hinzu, ein mildes Lächeln auf den Lippen. „Warum nicht? Es ist das, was Ihr denkt und da Ihr keine Beleidigung ausgesprochen habt – was spricht schon dagegen?“
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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 10:54 am

Helene

"Ja, das hat er sicherlich. Gott hat vermutlich bei allem einen Plan, auch wenn wir ihn manchmal nicht erkennen können. Wir sind ja auch nur einfache Menschen. Ich will einfach nur, dass meine Söhne eine gute Zukunft haben."
Helene stimmte in sein Lachen ein. "Das ist natürlich möglich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr anders wärt, hättet Ihr geheiratet. Ihr seid von Natur aus ein freundlicher, zuvorkommender Mensch. Aber Ihr habt recht, Ihr wärt nie her gekommen und das hätte auch ich sehr bedauert. Ihr macht mein Leben sehr viel fröhlicher."
Helene erwiderte seinen Blick wieder und spürte ein eigentümliches Flattern in der Magengegend. "Es ist vermutlich unschicklich einem Mann Gottes solche Dinge zu sagen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:03 am

Alexander

„Weise Worte, Mylady.“ erwiderte Alexander sanft. „Es ist verständlich, dass Ihr Euch um Eure Söhne sorgt. Sie sind Euer eigen Fleisch und Blut und liegen Euch am Herzen – so wie es sein sollte.“
Alexander lehnte sich etwas zurück an den Stamm des Apfelbaumes. „Ihr lasst mich wirklich in einem sehr guten Licht erscheinen, Mylady. Das solltet Ihr besser nicht zu häufig tun, sonst steigt es mir noch zu Kopf.“ Alexander wusste nicht, wieso er es tat, aber er griff nach Helenes Hand und hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken. „Es freut mich sehr zu hören, dass ich Euer Leben offenbar bereichere.“ bemerkte Alexander, dann hob er leicht die Schultern. „Vermutlich. Aber außer uns hört es ja nur Gott und ich denke, er ist nachsichtig mit uns bei solch kleinen Verfehlungen.“
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:25 am

Helene

Helene seufzte. "So ist es. Sie sollen ihren Weg gehen und ich hoffe, dass Edward sie nicht einfach ins Kloster stecken möchte. Manchmal weiß ich nicht, was in seinem Kopf für seltsame Ideen entstehen." Sie lächelte matt. "Ich sage nur die Wahrheit, wie könnte es Euch zu Kopf steigen? Ihr seid doch ein vernünftiger Mann."
Mehr als überrascht war sie allerdings, als er ihre Hand nahm und einen Kuss darauf hauchte. Schlagartig errötete sie ein wenig und senkte den Blick. Dieser Mann verwirrte sie und er verursachte ganz andere Empfindungen als Edward es je getan hatte.
"Natürlich tut Ihr das. Und wenn Ihr denkt, Gott wird nachsichtig sein, werde ich es auch gern jederzeit wiederholen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:41 am

Alexander

„Wir werden sicher einen Weg finden, um das zu verhindern. Wenn einer Eurer Söhne ins Kloster geht, dann sollte das freiwillig geschehen und nicht, weil sein Vater so ideenlos ist, dass er nichts mit ihm anzufangen weiß.“ entgegnete Alexander entschlossen. Dann grinste er schief. „Oh, ich bin ziemlich sicher, dass es mir zu Kopf steigen könnte, wenn Ihr mich zu oft in so hohen Tönen lobt. Bei solchen Worten ist es auch für mich schwierig demütig und bescheiden zu bleiben.“
Alexander ließ Helenes Hand wieder los und beobachtete wie sich eine zarte Röte auf ihre Wangen legte und sie den Blick abwandte. „Ich vertraue darauf, dass er es ist.“ bemerkte Alexander leise. „Schließlich hat er mich hier her geschickt, um Euer Leben zu bereichern, da wird er nachsichtig sein, wenn wir darüber sprechen.“ Helene war wirklich eine bemerkenswerte Frau. Keine die Alexander zuvor getroffen hatte, hatte solch großes Interesse an dem Wissen gehabt, das er teilen konnte. Und keine vorher hatte Alexander so aus dem Konzept gebracht.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:58 am

Helene

Helenes Miene hellte sich auf. "Ich danke Euch, dass Ihr mich unterstützt. Ich weiß, eigentlich dürfte der Vater über das Schicksal seiner Söhne bestimmen, aber das kann ich einfach nicht zulassen. Wenn sie gehen wollen, können sie gehen, aber nicht gezwungenermaßen. Noch sind sie klein, aber das wird sich irgendwann ändern. wenn Edward zurückkehrt, könnte man bei Michael schon daran denken seine Zukunft zu ebnen."
Sie lächelte ihn an. "Dann will ich auch auf ihn vertrauen. Wie steht es, habt Ihr noch ein wenig Zeit für ein paar neue Worte Griechisch, wo wir hier schon einmal ungestört sind? Die Kinder sind beschäftigt und ich habe ein paar Stunden Muße."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 12:36 pm

Alexander

Alexander nickte entschlossen. „Das tue ich gern. Ich werde Euch so gut beistehen, wie ich kann.“ versicherte er entschlossen. „Wir werden die Zeit bis dahin nutzen, um vorsichtig herauszufinden, was in Euren Söhnen stecken mag. Aber nicht übereilt. Sie sollten ihre Kindheit auch genießen können, Erwachsen sind sie später lange genug.“
Alexander bedachte Helene mit einem erstaunlich sanften Blick. „Für Euch habe ich immer Zeit, Mylady.“ erklärte er und wunderte sich anschließend über sich selbst. Solche Worte sprach er sonst nie so unbedacht aus, aber Helene verleitete ihn förmlich dazu. Er genoss die Zeit mit ihr und er wusste genau, dass er vorsichtig sein musste, wenn er sich nicht eines Tages die Finger verbrennen wollte.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 10:13 pm

Helene

Helene nickte. "Das ist eine ausgezeichnete Idee. Sie sollen Kinder sein dürfen, aber es schadet sicher nichts ihre Talente ans Licht zu bringen und sie schon früh entsprechend zu fördern. Ich möchte, dass sie die beste Bildung erhalten, die man ihnen geben kann. Und ich denke, Ihr seid dafür der richtige Mann. Je früher sie damit anfangen hier Zuhause, desto einfacher lernen sie."
Als er so sanft und überzeugt reagierte, schenkte Helene ihm ein strahlendes Lächeln. "Ich danke Euch. Das hört man gern. Aber wenn ich Euch einmal störe, dürft Ihr es dennoch ruhig sagen. Ich möchte mich Euch nicht aufdrängen."
Aber es war so schön, dass Alexander ihre Gesellschaft so sehr schätzte.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 10:40 pm

Bernard

Bernard hatte aus dem Fenster heraus gesehen wie Eleonore mit seinem Vater von einem Spaziergang zurück kam. Es war ihm ein wahrer Dorn im Auge, dass Eleonore einfach nicht von dem alten Mann lassen wollte und Bernard wollte heute herausfinden, was der Alte im Schilde führte.
Er wartete solange bis er sicher sein konnte, dass Eleonore gegangen war, dann machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Er klopfte nur einmal schroff an die Tür und trat dann ohne weiter zu warten ein.
Bernard schloss die Tür hinter sich und taxierte den alten Comte, der nun wieder in seinem Sessel am Fenster saß.
"So und würdest du mir nun endlich verraten, was du mit meiner Frau im Schilde führst? Was versprichst du dir davon sie so um den Finger zu wickeln, hm? Willst du sie nutzen, um mir eins auszuwischen?" begann Bernard ohne Umschweife mit bedrohlich leiser Stimme.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:01 pm

Géraud d'Armagnac

Géraud hatte den Spaziergang mit seiner Schwiegertochter sehr genossen. Ihre Gesellschaft tat ihm gut und die Gespräche heiterten auf, hielten seinen Geist wach. Er wusste, dass es seinem Sohn nicht behagte, aber Eleonore hatte sich nicht davon abbringen lassen.
Jetzt ruhte er sich gerade in seinem Sessel ein wenig aus, als es schroff klopfte und die Tür sich dann öffnete. Er wusste schon, dass es Bernard war, der sicher nicht für ein paar freundliche Worte gekommen war.
"Ach, Bernard, wieder einmal verkennst du das Wesentliche und verschließt die Augen. Ich führe garnichts im Schilde. Sie kommt freiwillig her und hat sich in den Kopf gesetzt sich um mich zu kümmern. Wenn du es ihr nicht ausreden kannst, darfst du dich wohl nicht beschweren. Ich nutze sie gar nicht, ich erfreue mich lediglich an ihrer Gesellschaft."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:22 pm

Bernard

Bernard verzog das Gesicht. "Ich denke nicht, dass ich das Wesentliche verkenne. Du willst ihr irgendetwas einreden, nicht wahr? Sie gegen mich aufbringen, weil du mir nicht einmal eine gute Ehefrau gönnst." warf Bernard seinem Vater vor und trat auf ihn zu bis sie nur noch rund zwei Meter von einander trennten.
"Du kannst mit hundert anderen Leuten auf der Burg spazieren gehen! Lass die Finger von meiner Frau, hörst du? Ich will nicht, dass du ihr irgendwelchen Unsinn über mich einflüsterst." knurrte Bernard ungehalten. Immer war es das gleiche, immer trug sein Vater diese gönnerhafte Ruhe zur Schau und führte Bernard stets dessen Unzulänglichkeiten vor Augen
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:36 pm

Géraud

Géraud verdrehte die Augen. "Du siehst immer nur, was du sehen willst. Dir passt es einfach nicht, dass sie noch andere Interessen hat als dich. Ich rede ihr gar nichts ein, die meiste Zeit redet ohnehin sie und ich höre nur zu. Ich gönne dir eine gute Ehefrau und sie ist eine solche. Ich bin froh um diese Schwiegertochter, auch wenn sie einen sehr eigenen Kopf hat."
Er sah völlig gelassen zu seinem Sohn auf.
"Sie kommt zu mir, nicht ich zu ihr. Und ich werde sie nicht abweisen. Keine Sorge, ich habe nicht vor ihr Traumbild von dir zu zerstören, indem ich ihr Dinge einflüstere. Was ich wohl könnte, es gäbe genug um diese Verliebtheit zu erschüttern. Aber ich möchte ihr nichts Schlechtes. Also lass mich jetzt allein und ich vergesse diese Unterhaltung."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mi Apr 26, 2017 11:59 pm

Bernard

"Was braucht sie auch schon noch für andere Interessen? Sie ist meine Frau, nicht wahr? Ihr Interesse sollte in erster Linie mir gelten, es sollte darin liegen mir einen Erben zu schenken und darüber hinaus noch der Führung des Haushaltes. Alles andere spielt keine Rolle." knurrte Bernard ungehalten.
Er biss die Zähne fest aufeinander und verengte die Augen ein wenig. Diese Gelassenheit war wirklich entnervend. "Besser tust du daran. Sollte ich heraus finden, dass du auch nur ein schlechtes Wort über mich ihr gegenüber verloren hast, dann wirst du es bereuen, hörst du?" stellte Bernard unmissverständlich klar. Sein Vater sollte besser einsehen, dass er ihn, Bernard, nicht mehr einfach so gängeln konnte, die Zeiten waren nun wirklich vorbei.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Apr 27, 2017 2:11 pm

Géraud

"Das ist sie und ihr Interesse gilt dir. Aber solange du es noch nicht fertig gebracht hast sie zu schwängern, hat sie ja auch herzlich wenig zu tun,wenn du dich anderweitig vergnügst. Der Haushalt führt sich ja beinahe allein, alles ist gut organisiert."
Géraud hustete trocken.
"Ach, was soll ich ihr schon erzählen? Da ich froh wäre, würdest du endlich für Enkel sorgen, wäre es ja nicht in meinem Interesse sie gegen dich aufzubringen, du Dummkopf. Du wirst sie außerdem nur von dir weg treiben, wenn du ihr verbietest sich um mich zu kümmern. Und nun verschwinde, dann vergessen wir das hier."
Eleonore würde ihren Mann schon noch auf Trab halten mit ihrem eisernen Willen und ihrem Sturkopf, da war er sicher.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Apr 27, 2017 9:24 pm

Bernard

Bernard wurde schlagartig blass. Solange du es noch nicht fertig gebracht hast sie zu schwängern
Er knirschte wütend mit den Zähnen. "Sie wird schon noch schwanger werden, keine Sorge. Und sie wird mir eine ganze Schar von gesunden, kräftigen Söhnen schenken." erwiderte Bernard bissig, der es ganz und gar nicht leiden konnte, dass sein Vater seine Männlichkeit so ohne zu zögern in Zweifel zog.
Bernards Kehle wurde eng und er ballte die Hände zu Fäusten. Dummkopf ... verschwinde ... Dummkopf
"Wie redest du eigentlich mit mir?" fragte er mit vor Wut heiserer Stimme. Wie konnte dieser alte, kranke Mann, dessen Zeit nun wahrlich schon abgelaufen war, sich erdreisten und so mit ihm sprechen?
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Apr 27, 2017 9:48 pm

Géraud

"Das hoffe ich doch und eigentlich hatte ich auch keine Zweifel daran. Je eher sie dir Kinder schenkt, desto besser, denn damit bindest du sie noch mehr an dich. Und das ist es doch, was du willst, oder nicht? Sie an dich binden und ihre Beziehungen nutzen. Gib nur acht, dass du nicht zu schnell zu gierig wirst. Sie ist klug, wenn sie dich durchschaut, wird sie sich distanzieren.", riet Géraud seinem Sohn nun ein wenig milder gestimmt.
"Ich rede mit dir, wie ich es für richtig halte. Ich nenne dich Dummkopf, wenn du dich wie einer benimmst. Ich möchte, dass du die Linie sicherst und Söhne zeugst. Warum also sollte ich deine Frau von dir wegtreiben? Dann wäre es ja sehr viel unwahrscheinlicher, dass du bald für Enkel sorgst. Denk einfach ein bisschen nach."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Apr 27, 2017 9:58 pm

Bernard

Bernard nickte ein wenig unwillig, es war ihm nie so ganz geheuer, wenn sein Vater plötzlich so einlenkte. "Natürlich will ich das. Deshalb habe ich sie schließlich geheiratet." erwiderte Bernard. Er wollte Eleonores Verbindungen nutzen, um sich selbst in eine gute Position zu bringen, wollte durch sie seine Macht und seinen Einfluss weiter mehren.
Bernard starrte seinen Vater noch einen Moment lang zornig an, so als wolle er damit seinen Standpunkt klar machen, dann deutete er ein Nicken an. "Das werde ich tun, sei unbesorgt." Und er hatte nicht wenig Lust gleich einmal bei Eleonore vorbei zu sehen. Dieses Gespräch mit seinem Vater, der angestachelte Zorn ... all das trieb ihn erst Recht in die Arme seiner Frau. Und er wollte zudem endlich beweisen, dass er Manns genug war, um einen Erben zu zeugen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Apr 27, 2017 10:24 pm

Géraud

"Dann gib dir Mühe und geh es behutsam an. Erst musst du eure Ehe festigen. Ich mag das Mädchen, sie ist schön und geistreich und hat ein gutes Herz. Also sei ein bisschen rücksichtsvoll und behandel sie anständig. Sie wird dir all ihre Beziehungen freiwillig darbieten, wenn sie an deiner Seite glücklich ist. Auch wenn du nichts von mir hältst, nimm wenigstens einen klugen Rat an. Sonst verspielst du alle Chancen, die sich für dich bieten."
Géraud wusste nicht, woran es lag, dass er mit Bernard keine wirkliche Beziehung aufbauen konnte. Sein Sohn und er konnten nicht allzu gut miteinander, aber er wollte ja auch nicht, dass Bernard durch seine Ungeduld alles verdarb.
Außerdem würde Eleonore dann länger glücklich an dessen Seite sein. "Dann los..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Apr 27, 2017 10:43 pm

Mary

Mary war glücklich darüber, dass ihre Eltern nach Kent gekommen waren, um sie hier zu besuchen. Sie waren am Vormittag eingetroffen und während ihr Vater mit Charles, Will und Roland bei den Pferden war, hatte Mary ihre drei Jüngsten mit in den Garten genommen, um hier mit ihrer Mutter ein wenig durch die letzten schönen Blüten zu schlendern. Samuel und Joan tobten munter durch die Gegend und der kleine Charlie versuchte auf seinen kurzen Beinchen hinterher zu kommen. Das gelang ihm zwar nur bedingt, aber das kleine Gesicht strahlte dennoch vor Freude.
Mary hatte sich bei ihrer Mutter eingeharkt und seufzte nun leise, zufrieden. "Ich bin so froh, dass ihr hergekommen seid. Wir haben uns so lange nicht gesehen und für euch ist eine solche Reise doch auch eine schöne Abwechslung, nicht wahr?" Ihr Vater war für seine Verhältnisse noch immer ein wenig blass und wirkte etwas abgespannt, aber Mary war erleichtert gewesen, dass er nicht mehr so schlecht aussah wie damals bei Richards Krönung.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Do Apr 27, 2017 11:00 pm

Joanna

Joanna hatte die Reise sehr genossen und sich nun überaus gefreut Mary und Charles wieder zu sehen. Ebenso wie ihre Enkelkinder und ihren Sohn. Während William nun unterwegs war, machte Joanna mit Mary einen Spaziergang und beobachtete zufrieden die Kleinen bei ihrem Spiel.
"Ich bin auch froh hier zu sein. Zum einen, weil ich euch wiedersehen konnte und zum Anderen, weil ich endlich einmal aus Cornwall heraus komme. Es ist ein Zuhause und ich bin gern dort, aber jetzt, da ich deinen Vater endlich einmal nicht teilen muss, könnten wir so viele Dinge erleben. Ich bin froh, dass ich ihn nun einmal aus Truro heraus bekommen habe, auch wenn er vornehmlich auf Bitten der Königin ging, aber es hat ihm gut getan."
Joanna betrachtete liebevoll den kleinen Charlie bei seinem emsigen Lauf auf seinen kurzen Beinchen. "Du bist sehr glücklich hier, nicht wahr? Kommt ihr mit Charles' Verletzung gut zurecht?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Apr 28, 2017 7:54 am

Mary

Mary hörte ihrer Mutter aufmerksam zu und nickte dann. "Ja, er sieht viel besser aus als noch vor einem Jahr. Langsam scheint er sich von dieser Auseinandersetzung und Henrys Tod zu erholen, wie?" Mary war froh gewesen ein unbekümmertes Lächeln auf den Lippen ihres Vater zu sehen als er seine Enkel begrüßt hatte. Dieses Lächeln hatte ihn gleich wieder um Jahre jünger wirken lassen und ihn wieder so munter erscheinen lassen, wie er vor Henrys Tod immer gewesen war.
Mary sah ebenfalls zu den Kindern hinüber, dann sah sie ihre Mutter wieder an und schenkte ihr ein warmes Lächeln. "So kann man es wohl nennen. Aber ich habe fast den Eindruck, dass es noch untertrieben ist." bemerkte sie verschmitzt. "Hier bin ich wirklich angekommen. Charles ist ... ich glaube, man könnte ihn getrost meinen Seelenverwandten nennen. Mir gefällt der Gedanke, dass Gott meinen Weg genau so geplant hatte, wie er verlaufen ist, damit ich schließlich hier ankomme." Mary legte kurz eine Hand auf ihren Bauch. "Und vielleicht wird unsere kleine, glückliche Schar hier bald noch etwas größer." Es war noch viel zu früh, um sicher zu sein und sie hatte Charles deshalb auch noch nichts gesagt, aber womöglich trug sie wieder sein Kind unter dem Herzen.
"Ich denke mittlerweile schon, ja. Anfangs hat es ihn sehr getroffen, so eingeschränkt zu sein, aber er hat sich gut damit arrangiert. Und ich habe mir alle möglichen Dinge zeigen lassen, die ihm irgendwie helfen können, wie ich die Verspannungen im Bein nach einem langen Tag mit einer Massage lösen kann zum Beispiel. Doch, ich denke, wir kommen gut zurecht. Und ein Gutes hat es in meinen Augen zumindest, er wird jetzt nicht mehr auf die Idee kommen in irgendeinen Krieg zu ziehen." erklärte Mary augenzwinkernd.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Apr 28, 2017 9:00 pm

Joanna

"Das tut er. Die Zeit heilt alle Wunden und Richards Abwesenheit lässt ihn ein wenig zur Ruhe kommen. Er muss sich nicht mit ihm auseinander setzen und kann über alles nachdenken. Er braucht diese Zeit einfach. Und deine Kinder und auch Will tun ihm gut."
Joanna lächelte zufrieden. "Ich bin so froh für dich, mein Kind. Ich kenne das Gefühl, das du beschreibst. Ich kenne es von deinem Vater. Ich habe mir immer für euch gewünscht, dass ihr so glücklich werdet wie ich." Sie musterte Mary aufmerksam und Verstehen zeichnete sich auf ihrem gesicht an. "So? Dann wünsche ich euch Gottes Segen, meine Süße. Dein Instinkt trügt dich sicher nicht."
Sie hörte dennoch weiter zu und lächelte sanft. "Das glaube ich. Dein Vater ist auch immer unleidlich, wenn das Bein ihm bei schlechtem Wetter einmal zu schaffen macht. Sie müssen einfach lernen, dass solche Dinge Einschränkungen bedeuten und man sich etwas überlegen muss das Beste daraus zu machen. Ich bin sicher, er weiß sehr zu schätzen, dass du ihn so sehr liebst und ihm das Leben erleichterst. Und ja, ich bin auch hoffnungsvoll, dass dein Vater kein Schlachtfeld mehr sieht. Ich stehe immer unfasssbare Ängste um ihn und deine Brüder aus."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Apr 28, 2017 9:38 pm

Mary

Mary dachte über die Worte ihrer Mutter nach und nickte versonnen. "Für Vater ist es wahrscheinlich nur gut, dass Richard nun so lange fort sein wird. Er braucht ihn nicht sehen, sich nicht mit ihm auseinander setzen und kann sich einzig und allein darauf konzentrieren seinen Verlust zu bewältigen. Wenn Richard zurück kommt, wird es für Vater sicher einfacher sein, sich mit ihm wenigstens zu arrangieren." Die Zeit heilt alle Wunden hatte ihre Mutter gesagt und Mary wusste aus eigener Erfahrung wie wahr diese Worte waren.
Mary lächelte sanft. "Und dein Wunsch ist für mich zweifelsohne in Erfüllung gegangen. Charles ist der wundervollste Mann, den ich mir vorstellen kann. Es ist wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass alle Welt ihn für einen brummigen Kerl gehalten hat. Mir hat er von der ersten Sekunde an offenbart wie er wirklich ist. Und er tut mir so gut." Charles hatte Mary mit ihrem Leben versöhnt, hatte die Unruhe in ihr förmlich vertrieben und ihr einen sicheren Hafen geboten - und das ganz ohne sie zu zwingen. Das war vermutlich der größte Trick an der Sache gewesen, dass Charles ihr alle Möglichkeiten angeboten hatte, aber nie etwas von ihr gefordert hatte.
Mary hauchte ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange. "Danke. Es würde mich wirklich freuen, wenn es so ist. Als ich mit Charlie schwanger war und Charles plötzlich in diesen elenden Krieg musste ... da wurde mir wirklich wahrhaftig bewusst, was für ein Segen meine Kinder mit ihm sind. Und was es bedeutet, Charles bei mir zu haben." Wie oft hatte Mary damit gehadert, dass sie nahezu ständig schwanger gewesen war, hatte sich eingeschränkt gefühlt und reduziert auf ihre Rolle als Mutter. Aber sie erinnerte sich noch zu gut an den Moment in dem sie Charles gesagt hatte, dass sie auf all die Maßnahmen um eine Schwangerschaft irgendwie zu verhindern, verzichten wollte. Und sie hatte sich aus vollem Herzen dazu entschlossen.
"Hoffen wir das Beste, so dass wir wenigstens um die beiden nicht mehr fürchten müssen. Es reicht schon, wenn ich um meine Brüder bangen muss. Und ich will lieber gar nicht daran denken, wie es wird, wenn Roland erst alt genug ist ..." Ihr kleiner Schatz, um den sie doch ohnehin immer so besorgt war!
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Apr 28, 2017 10:09 pm

Joanna

"Ich denke, so wird es sein. Letztendlich bleibt ihm ja auch keine Wahl, denn Richard ist der König. Und er ist ein guter König. Dein Vater weiß das und er wird es sich auch eines Tages wieder eingestehen.", erwidert Joanna zuversichtlich.
"Die Liebe einer Frau verändert Menschen, auch die härtesten Männer. Charles ist seiner Familie gegenüber sehr offen, aber das muss er ja nicht jedem gegenüber sein. Zudem verhärtet Einsamkeit oft das Herz. Man kann dir allerdings ansehen, dass er dir gut tut, du blühst regelrecht, Mary. Umso mehr vielleicht, weil du ein Kind trägst. Und diesmal wird es ganz in Ruhe ohne Sorgen zur Welt kommen, du wirst sehen. Aber ich sehe es wie du. Jedes Kind ist ein Segen und so habe ich auch euch alle so sehr geliebt, das wird sich auch niemals ändern."
Sie seufzte leise. "Ja, ich sorge mich um Edward und auch um Richard, Rob und Stephan. Ich bete jeden Tag für ihre gesunde Rückkehr. Es ist furchtbar seine Söhne in den Krieg ziehen zu lassen. Da fällt mir ein, wie macht sich Will?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Fr Apr 28, 2017 10:22 pm

Mary

"Wenn er nur seinen Sturkopf überwinden kann." bemerkte Mary amüsiert. Jetzt da sich die Situation gebessert hatte, da sie sah, dass ihr Vater sich erholte, konnte sie die Sache wesentlich lockerer nehmen. Anfangs war sie wirklich besorgt gewesen.
Sie nickte zustimmend. "Wie könnte ich auch nicht? Manchmal könnte ich die ganze Welt umarmen vor Freude." erklärte sie lächelnd.
Dann wurde sie nachdenklich und ließ den Blick schweifen. Immer wieder kamen Nachrichten auch nach Kent und sie wusste, dass Richard und seine Armee auf Sizilien einen großen Sieg errungen hatten. Und sie wusste auch, dass es dem König, Edward, Stephan und Rob gut ging. Aber noch war das eigentliche Ziel, das Heilige Land, ja nicht einmal erreicht. "Ja, das tue ich auch. Es kann nicht schaden, sie in unsere Gebete einzuschließen und obendrein ist es ja auch das einzige, was wir für sie tun können. Aber ich bin sicher, dass sie wohlbehalten zurück kommen werden. Sie passen schon aufeinander auf." Als ihre Mutter nach Will fragte, musste Mary grinsen. "Oh, er macht sich hervorragend, du wirst es kaum glauben. Dieser Jagdunfall hat sich in gewisser Weise als wahrer Segen entpuppt. Will ist ... ein völlig anderer Junge. Während er Charles anfangs am liebsten nicht einmal angesehen hätte, hängt er nun förmlich an dessen Lippen und ist ganz erpicht darauf, dass Charles mit ihm trainiert. Es war wirklich knapp dort im Wald, aber es hat Will die Augen geöffnet. Und seitdem ist er auch im allgemeinen viel umgänglicher geworden. Ich glaube, mein Brüderchen brauchte einfach einen etwas unsanfteren Schubs in die richtige Richtung." Mary hatte ihren Eltern natürlich einen Brief geschrieben nachdem Will sich verletzt hatte, ihnen aber auch mitgeteilt, dass er sich erholen würde und sie sich keine Sorgen zu machen brauchten. Daher waren sie auch nicht extra nach Kent gekommen, um nach dem Jungen zu sehen.
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