Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183

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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 10:31 am

Robert

"Ich denke, das wird er. Er hatte mit Frauen genug Pech für den Rest seines Lebens. Claire wird ihm beistehen und die Schatten von ihm fern halten, da bin ich mir ganz sicher." Robert lächelte sanft. "Darauf werde ich gern zurückkommen. Aber ich werde versuchen deinem Rat zu folgen und meinen eigenen Weg zu finden."
Robert wurde ernster und sah seinen Vater nachdenklich an. "Danke, dass du das sagst, das bedeutet mirwirklich viel. Ich wünschte, ich hätte Erinnerungen an sie, aber eigentlich kenne ich sie gar nicht. Die Mutter, die ich immer kannte, ist Joanna. Die genug Ängste um dich in diversen Schlachten ausgestanden hat, also sei ihr diese Gewissheit gegönnt. Und wie ich dich kenne, wirst du noch sehr lange leben. Du warst immer ausgesprochen zäh."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 11:03 am

William

"Das hatte er in der Tat, er hat es mehr als verdient mit Claire glücklich zu werden. Und seit er sie geheiratet hat, ist Edwards ... nun, zu sagen er sei ein anderer Mann ist vielleicht etwas übertrieben, aber er hat sich verändert. Er ruht wieder in sich selbst, so habe ich ihn seit Jahren nicht mehr erlebt. Und selbst während seiner Ehe mit Julia war es anders. Vielleicht ist dein Bruder nun doch dabei erwachsen zu werden." William lächelte und nickte. "Tu das. Und ich bin mir sicher, dass es dir ohne Probleme gelingen wird. Du weißt schließlich genau worauf es ankommt und konntest schon einiges an Erfahrung sammeln."
William nickte ernst. "Das ist wahr. Du warst noch so winzig als sie starb und selbst Beatrice war noch klein ... aber sie hat euch zwei von ganzem Herzen geliebt und ich entdecke sie oft genug in euch wieder. Auch wenn du dir dessen womöglich nicht bewusst bist, aber ein Teil von ihr lebt in dir weiter." Erwiderte William und lächelte dann. "Aber es war ein Segen für uns alle, dass Gott entscheiden hat mor dieses Unwetter damals zu schicken, so dass ich noch eine Chance mit Joanna bekommen habe." William lachte leise. "Da hast du nicht Unrecht. Und ich habe auch durchaus vor noch lange zu leben. Jetzt wo ich bald all meine Zeit für mich und meine Familie habe, will ich das ausnutzen." Bemerkte William vergnügt.
Dann trat er wieder zu Bonheur, der geduldig neben ihnen gestanden und gewartet hatte. "Und dich erlösen wir fürs Erste wieder von deiner Last, hm?" schlug William leise vor und löste sachte den Gurt, um den Sattel vom Rücken des jungen Hengstes zu nehmen. Schließlich überließ er seinen treuen Vierbeiner wieder dessen Futter und wandte sich Robert zu. "Was denkst du, sollen wir zurück zur Burg? Ich bringe den Sattel weg und dann könnten wir auf deinen baldigen Aufstieg anstoßen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 5:53 pm

Robert

Robert schüttelte den Kopf. "Ich denke, es ist gar nicht so übertrieben. Er ist anders. Ich habe ihn auch seit Jahren nicht so zufrieden und gelöst erlebt. Als hätte er in seiner Ehe mit Helene immer unter Spannung gestanden. Vielleicht war es ja auch so...Jetzt ist er glücklich."
Er seufzte leise. "So ist es. Du hast Recht, ich bin mir dessen nicht bewusst. Aber ich weiß, dass ich dir charakterlich nicht in allem ähnele, daher muss ich einen großen Teil von ihr geerbt habe und damit bin ich zufrieden. Ich bin aber ebenso dankbar dafür, dass er uns Joanna geschickt hatte. Ich hatte immer eine sehr liebevolle Mutter in ihr..."
Er beobachtete, wie sein Vater Bonheur den Sattel wieder abnahm und lächelte dann. "Sehr gern...Ich glaube, Cador ist auch froh, wenn wir uns hier wieder weg bewegen. Er war heute schon ausgesprochen geduldig für seine Verhältnisse."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 6:38 pm

Louis

Louis schwankte beständig zwischen Glückseligkeit und Ungeduld seit sein Vater ihm von seinen Plänen, Eleonore zu heiraten, erzählt hatte. Der Junge konnte es kaum erwarten, dass es endlich so weit war und dass sich niemand mehr daran störten würde, wenn er Eleonore als seine Mutter bezeichnete. Schließlich war sie das jetzt für ihn ja im Grunde schon.
Auch jetzt widmete Eleonore ihm wieder ihre Zeit und war mit Louis in den Garten gegangen. Zwar war es ziemlich kalt hier draußen, aber die Sonne schien und sie hatten sich in ihre dicken Wintermäntel gehüllt, so dass sie nicht froren und Louis lief vergnügt ein Stück voraus. Dann blieb er stehen, drehte sich zu Eleonore herum, die etwas zurück geblieben war und grinste. "Komm schon, Eleonore!" forderte er sie vergnügt auf. "Wir wollten doch bis zum Teich gehen!"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 7:45 pm

Eleonore

Eleonore hatte es sehr genossen, von Philippe so umsorgt zu werden, seit er wusste, dass sie schwanger war. Sie fühlte sich geliebt und er freute sich so sehr. Das hatte ihr die letzten Tage sehr versüßt. Heute hatte sie Louis versprochen, mit ihm einen kleinen winterlichen Spaziergang durch den Garten zu machen. Der Junge lief auch fröhlich voraus, sie selbst wurde immer langsamer, als ihr der Schweiß auf die Stirn trat. Sie fühlte sich mehr als unwohl, ihr Unterleib schmerzte und das bereitete ihr Sorgen. Sie atmete flach, ihr Puls raste und sie fror. Das war nicht in Ordnung. Bei Louisas Geburt damals hatte sie Ähnliches gefühlt, nachdem Bernard sie gestoßen hatte.
Sie wankte zur nächsten Bank und ließ sich darauf niedersinken, die Hand auf den Bauch gepresst. Sie brauchte einen Arzt, da war sie ganz sicher.
"Louis...Louis, du musst einmal stark sein für mich. Du bist doch schon groß...Kannst du...kannst du bitte deinen Vater holen? Sag ihm, dass es mir nicht gut geht und bring ihn her..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 7:58 pm

Louis

Louis' Grinsen erstarb als Eleonore nicht so reagierte, wie er es erwartet hatte, sondern einige unsichere Schritte zu der nächsten Bank hinüber machte. Augenblicklich wurde Louis blass und sein Herz begann zu hämmern während er zu Eleonore zurück lief. Es war einige Jahre her und er war gerade einmal drei Jahre gewesen als seine Mutter gestorben war, so dass er nur vage Erinnerungen daran hatte, aber Louis wusste sofort, dass es Eleonore nicht gut ging als er bei der Bank ankam.
"Eleonore ..." wisperte er leise und griff nach ihrer freien Hand, die ganz kalt und feucht war. "Eleonore, was ist denn mit dir?" fragte er unsicher und spürte, wie die Panik sich in ihm ausbreitete. Er biss sich auf die Unterlippe und nickte zögerlich. "Kann ich, aber ... du solltest nicht allein hier draußen bleiben. Es ist so kalt ..." wandte er unsicher ein.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 8:39 pm

Eleonore

Eleonore wusste genau, dass sie in Louis verborgene Ängste weckte, aber für den Moment war er die einzige Chance, die sie hatte. Sie brauchte Hilfe, sie würde es ganz allein nicht zurück schaffen. Und bevor sie zusammen brach und Louis noch mehr in Panik versetzte, blieb sie hier sitzen.
Sie riss sich zusammen, drückte leicht seine Hand und zwang sich zu einem Lächeln. "Ich habe ein bisschen Bauchschmerzen, weißt du. Aber du...du solltest dir keine Sorgen machen, Louis. Ich habe ja einen Mantel an und wenn du dich beeilst, wirst du bald zurück sein. Dann bin ich nicht lange allein. Ich bleibe hier ssitzen und beobachtete ein bisschen die Vögel, die noch da sind. Bitte, sei tapfer, mein Kleiner. Lauf und hol deinen Vater."
Sie betete wirklich zu Gott, dass Louis nicht mehr lange zögerte, sie konnte ihren Schmerz kaum noch unterdrücken um ihm keine Angst zu machen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 8:45 pm

Louis

Louis starrte Eleonore an. Er konnte kaum glauben, dass sie nur ein bisschen Bauchschmerzen hatte, so wie sie aussah. Aber vielleicht hatte sie ja Recht und es war nicht so schlimm. Und je länger er hier wartete, desto länger würde es auch dauern bis Eleonore Hilfe bekam.
Louis schluckte und nickte dann schließlich. "Also gut." beschied er zögernd, löste dann aber die Spange an seinem Mantel und gab ihn Eleonore. "Hier, dann ist dir noch ein bisschen wärmer." erklärte er als er ihr den Mantel überreichte, sah sie noch einmal mit banger Miene an und wandte sich dann, wenn auch etwas widerwillig, um.
So schnell seine doch eher noch kurzen Beine ihn tragen konnten, lief er durch den Garten zurück, die Angst um Eleonore wie ein düsterer Verfolger in seinem Nacken und stürmte schließlich ohne anzuklopfen in das Arbeitszimmer seines Vaters. "Vater! Vater, du musst mitkommen, schnell. Eleonore ist im Garten und es geht ihr nicht gut ..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 9:50 pm

Eleonore Philippe

Eleonore konnte sehen, wie es in Louis arbeitete und schickte ein Stoßgebet zum Himmel. Doch Louis entschied sich und gab ihr noch seinen Mantel, damit sie es warm hatte. Gott, wie sie dieses Kind doch liebte....
"Danke, mein Engel..." Und dann lief er, so schnell ihn seine Beine trugen zurück nach Drinnen. Philippe erschrak ein wenig, als die Tür aufschlug und Louis hinein gestürzt kam, offenbar alles vergessend. "Louis, was ist das denn für ein Benehmen!"
Philippe erhob sich, erkannte dann aber sofort den aufgelösten Zustand seines Sohnes. er kam näher. "Was ist mit ihr, Louis? Komm, zeig mir wo, ja? Das hast du gut gemacht..."
Er war blass geworden. Eleonore ging es nicht gut. Seit sie ihm gesagt hatte, dass sie schwanger war, war er ohnehin so in Sorge um sie.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 9:59 pm

Louis

Unter normalen Umständen wäre Louis unter dem tadelnden Tonfall seines Vaters zusammen gezuckt und hätte sich verschämt entschuldigt, doch er war viel zu sehr durch den Wind, um es auch nur wahr zu nehmen. Stattdessen eilte er auf seinen Vater zu und griff nach dessen Hand, um ihn mit sich zu ziehen. "Ich weiß nicht." erwiderte er aufgeregt. "Wir waren spazieren und sie konnte plötzlich nicht weiter. Sie sagte, sie hätte ein bisschen Bauchschmerzen, aber ..." Louis' Stimme überschlug sich beinahe vor Angst und Aufregung. "Sie ist so blass und ihre Hände so kalt." erklärte Louis heiser während er seinen Vater eilig nach draußen führte.
So schnell Louis nur konnte führte er seinen Vater zu der Stelle im Garten, wo er Eleonore zurück gelassen hatte und hoffte, dass er trotz seiner kurzen Beine schnell genug gewesen war, hoffte, dass es Eleonore noch nicht schlechter ging.
Als Eleonore in Sichtweite kam, ließ Philippe die Hand seines Sohnes los und eilte an ihm vorbei zu seiner Geliebten hinüber. "Eleonore!" Er erreichte sie wenige Augenblicke später und ging neben ihr in die Knie. "Eleonore, was ..." Er brach ab, denn er ahnte bereits, was genau hier vor sich ging und das Grauen drohte ihn für einen Moment zu übermannen, doch er nahm sich zusammen. "Du musst hinein ins Warme ... Louis, lauf wieder hinein, sei so gut. Such Bess und sag ihr, dass ich Eleonore hinein bringe, sie soll nach dem Arzt schicken und die Kammer vorbereiten."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 10:11 pm

Eleonore

Eleonore war ein wenig zusammen gesunken, hatte sich aber bemüht sich nicht allzu viel zu bewegen, damit es nicht noch mehr schmerzte. Schließlich kam Philippe über den Rasen geeilt und sie hätte vor Erleichterung am liebsten geweint. Sie war nicht mehr allein...
Louis nickte bang und folgte den Anweisungen seines Vaters vorbehaltlos, wie er es gewohnt war. Außerdem würde er alles für Eleonore tun. Es musste ihr einfach besser gehen.
Eleonore schluchzte leise auf und schloss die Augen halb, als er in die Knie ging. "Es ist das Kind, Philippe. Es geht schief, ich weiß es....", flüsterte sie. "Es fühlt sich so furchtbar an...wie bei Louisa...." Sie biss sich hart auf die Unterlippe.
"Ich...habe...Krämpfe....ich denke...ich blute."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 10:20 pm

Philippe

Philippe strich Eleonore sanft über die Wange. "Sch sch, nur die Ruhe. Ich bringe dich jetzt hinein und dann wird man sich um dich kümmern." murmelte er und versuchte möglichst viel Ruhe auszustrahlen, wenngleich er am liebsten den Kopf in den Händen vergraben oder die Fäuste gen Himmel geschüttelt hätte, angesichts dieser Ungerechtigkeit.
"Ich werde dich trage, es wird vielleicht nicht ganz angenehm, aber so kommen wir am leichtesten voran. Und ich gebe mir Mühe vorsichtig zu sein." versprach Philippe und hob Eleonore dann umsichtig hoch. Er wollte sich nicht mit dem Gedanken beschäftigen, dass sie womöglich gerade ihr Kind verlor, also konzentrierte er sich erst einmal darauf, sie nach drinnen zu schaffen ohne ihr noch viel mehr Unbehagen zu bereiten.
"Wann haben die Schmerzen angefangen?" erkundigte Philippe sich als sie den Weg zurück zur Burg antraten. Der Arzt würde es sicher wissen wollen und so würde er diesen gleich einweihen können.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 10:32 pm

Eleonore

Eleonore schmiegte die Wange kurz an seine Hand. Es tat gut, dass er so ruhig blieb und nicht in Panik ausbrach. Das hätte sie nun gar nicht gebrauchen können. "Ja..." Anders würde sie auch nicht mehr von der Stelle kommen, er musste sie tragen.
"Ich habe mich nicht wohl gefühlt...Ich dachte, ein Spaziergang tut gut. Das war vor ein, zwei Stunden. Und als wir dann hier waren, wurde es immer schlimmer. Es war nicht mehr nur ein Ziehen, es wurde...anders."
Sie hatte dieses Kind doch jetzt schon so sehr geliebt. Sie hatte sich gefreut, dass Louis ein Geschwisterchen bekam und sie Philippe wieder als Vater sehen würde. Aber so wie es aussah, würde es nicht werden...
"Hilf mir..."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 10:39 pm

Philippe

Philippe nickte kurz. So lange also schon, nur war Eleonore wohl erst jetzt klar geworden womit ihr Unwohlsein zusammen hing. Philippe eilte so gut es ging zurück, damit er Eleonore ins Warme bekam und der Arzt sich um sie kümmern konnte. Er hoffte inständig, dass Louis auch Erfolg gehabt hatte und Bess begriff, was der Junge ihr sagte.
"Das tue ich, hab keine Angst. Siehst du, wir sind schon drinnen, nicht mehr weit bis zu deinem Gemach und dort sehen wir weiter." murmelte Philippe beruhigend und wehrte den Versuch einer Wache ihm zu helfen mit einem Kopfschütteln ab. Stattdessen eilte er weiter zu Eleonores Gemächern, wo zu seiner Erleichterung Bess bereits auf ihre Herrin wartete und dafür gesorgt hatte, dass das Feuer im Kamin gut in Gange war.
"Ist mein Leibarzt informiert?" fragte Philippe während er Eleonore zum Bett hinüber trug. Bess eilte hinzu und schlug die Decke zurück. "Er ist auf dem Weg, ebenso die Hebamme." Philippe schickte ein Stoßgebet gen Himmel, dass Bess offenbar sofort begriffen hatte, was vor sich gehen musste.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 11:02 pm

Eleonore

Eleonore verlor zwischendurch für einige Momente das Bewusstsein, kam aber bald wieder zu sich. Ihr Kopf lag schwer an seiner Schulter. Alles war ihr egal, sie war bei Philippe und er war für sie da.
Wenig später fand sie sich auf ihrem Bett wieder. Benommen nahm sie wahr, dass sie tatsächlich Blut verlor und ihr Unterrock rot und schwer wurde vor Blut.
"Phil..." Es klang fast mehr wie ein Wimmern und Eleonore versuchte sich zu beherrschen, es gelang aber nicht wirklich.
Es war wie bei Louisa, nur dass diesmal das Kind nicht soweit war, dass es auch nur eine Chance hatte zu leben.
Es würde eine Tortur werden.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So Apr 15, 2018 11:17 pm

Philippe

Philippe legte Eleonore vorsichtig auf das Bett und gemeinsam mit Bess machte er sich daran sie von ihrem Kleid zu befreien. Es interessierte ihn nicht, dass das wohl alles andere als schicklich war, noch waren sie ja unter sich und Bess wusste ja ohnehin, was zwischen ihm und Eleonore vor sich ging.
Es erschreckte ihn ein wenig wie viel Blut Eleonore mittlerweile verlor und Philippe hoffte inständig, dass bald Hilfe kommen würde.
Schließlich setzte er sich auf die Bettkante, griff nach Eleonores Hand und strich ihr mit der anderen sanft über den Schopf. "Ich bin hier." erwiderte er leise. "Ich bin bei dir und ich bleibe auch bei dir, hörst du? Wir stehen das gemeinsam durch." wisperte Philippe gerade als sich die Tür erneut öffnete und sein Leibarzt gefolgt von der Hebamme eintraf.
Nun hieß es hoffen, dass die beiden irgendetwas tun konnten ... wenigstens Eleonore mussten sie einfach retten, wenn es für das Kind wohl schon zu spät war.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 2:50 pm

Eleonore

Bess half Philippe dabei, ihre Herrin zu entkleiden und betrachtete besorgt, wie stark die Blutung geworden war. Das war etwas Anderes als die letzte Fehlgeburt.
"Sie...sie hat leider eine Neigung zu so etwas.", erklärte sie leise und holte etwas warmes Wasser vom Feuer.
Eleonore hörte auf Philippes sanfte Worte und nickte schwach, während die Welt um sie herum verschwamm. Der Arzt und auch die Hebamme machten sich ans Werk, als sie für eine Weile das Bewusstsein verlor. Es dauerte einige Stunden, bis es vorbei war und sie die Blutung einigermaßen hatten eindämmen können.
Bess stand kummervoll am Bett von Eleonore und betrachtete Philippe, der immer noch blass auf der Bettkante saß. "Sie...ist stark, Majesté. Sie wird sich bald erholt haben, wenn sie ein paar Tage Ruhe hat und das alles verkraftet. Sie hat sich so gefreut."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 3:05 pm

Philippe

Philippe nickte nur kurz, wandte den Blick aber nicht von Eleonore ab. Eine Neigung zu Fehlgeburten ... hätte er das gewusst, hätte er doch noch viel besser auf sie aufgepasst.
Mit banger Miene verfolgte er die Bemühungen seines Leibarztes und der Hebamme und wich dabei nicht einmal von Eleonores Seite. Ihm war egal wie lange es dauerte und dass sich hinterher alle Welt das Maul zerreißen würde. Er wollte einfach nur bei ihr sein in diesem grausamen Moment.
Schließlich war es überstanden, die Blutung gestillt und wenigstens für Eleonore bestand noch Hoffnung. Als Bess dieses Mal das Wort an ihn richtete, sah Philippe auf und lächelte matt. "Du bist wirklich eine treue Seele. Gut von dir, das zu sagen." murmelte er und sah wieder auf Eleonore hinab, strich ihr sanft über den verschwitzten Schopf. "Ja, das hat sie. Und ich mich auch. Aber was jetzt zählt, ist dass sie wieder gesund wird." Alles andere würde sich dann schon finden.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 3:16 pm

Bess Eleonore

"Immer, mein König. Sie hat mich nicht aufgegeben, als ich meinen Sohn bekommen habe. Sie hat mich vorbehaltlos wieder aufgenommen, das hätte nicht jede getan. Dafür bin ich ihr ewig dankbar und werde ihr immer treu ergeben sein.", erklärte Bess ernst. "Sie wird wieder gesund werden..."
Sie zog sich ein wenig zurück, als Eleonore blinzelte und ein wenig zu sich kam.
"Philippe..." Sie verzog ein wenig das Gesicht. Ihr Körper schmerzte und jede Bewegung war schwerfällig. Mühsam öffnete sie die Augen.
"Wo bin ich?" Sie war ein wenig orientierungslos, wusste aber dennoch, was passiert war. Es war schon einmal passiert und es war genauso furchtbar für sie gewesen, wenn auch körperlich nicht so heftig wie dieses Mal.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 3:28 pm

Philippe

"Das ist gut. Und ich weiß von ihr, dass sie dich wirklich schätzt. Es ist gut, eine solche Freundin zu haben." erwiderte Philippe und nickte dankbar als Bess sich noch einmal so zuversichtlich zeigte und sich dann etwas zurück zog, um Eleonore und ihm etwas Ruhe zu gönnen.
"Ich bin hier, Aliénor." erwiderte er als Eleonore seinen Namen etwas heiser flüsterte. "In deinem Gemach. Louis hat mich geholt und ich habe dich hier her gebracht." berichtete er und beugte sich vor, um Eleonore die Stirn zu küssen. "Schlaf ruhig noch etwas, du musst dich gut erholen von dieser Tortur, hörst du? Ich brauche dich noch. Und die Kinder ebenso. Also ruh dich aus, mein Herz." murmelte Philippe leise.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 3:42 pm

Eleonore

Eleonore wandte ihm etwas mühsam den Kopf zu und lauschte. "Armer Louis...er hatte solche Angst." Und sie hatte ihm doch keine Angst machen wollen, dass er sie auch wieder verlor. Das hatte er einfach nicht verdient.
Die Tränen schossen ihr in die Augen. "Die Kinder...ja...ich wollte dieses Kind so gerne...", flüsterte sie verzweifelt. Aber sie wusste auch, dass es jetzt in diesem erschöpften Zustand noch viel schwerer war sich mit dem Geschehenen abzufinden.
"Und du auch...es tut mir leid." Aber immerhin würe Philippe ihr nie Vorwürfe machen wie Bernard, der ihr nach der Fehlgeburt vorgehalten hatte, dass er immer noch keinen Sohn hatte.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 3:49 pm

Philippe

"Er wird darüber hinweg kommen, mach dir keine Gedanken. Er war etwas erschrocken, aber wenn du wieder auf den Beinen bist, ist das alles wieder vergessen." redete Philippe ihr gut zu.
Als Eleonore die Tränen kamen, legte Philippe sich vorsichtig zu ihr und zog sie sachte in seine Arme. "Sch sch, ich weiß. Aber Gott hatte andere Pläne mit diesem Kind. Es ist nicht deine Schuld. Und wenn es Gott gefällt, werden wir ein gesundes, munteres Kind kriegen, sobald du dich wieder erholt hast. Das ist jetzt das Einzige, was wichtig ist. Alles andere fügt sich dann schon irgendwie, hörst du?"
Zärtlich strich Philippe mit den Lippen über Eleonores Schläfe, dann hauchte er einen Kuss auf ihre Lippen. "Werd gesund, chérie. Das ist jetzt erst einmal deine einzige Aufgabe. Die Kinder sind bei Bess in guten Händen und ich kümmere mich um die zwei, wann immer ich kann, du kannst dich also ganz auf dich konzentrieren."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 9:51 pm

Eleonore

"Ich hoffe es...er hat doch erst seine Mutter verloren, er hatte solche Angst um mich." Sie wollte, dass es Louis gut ging, der Kleine hatte schon so viel mitgemacht.
Eleonore war Philippe so dankbar, dass sie es kaum in Worte fassen konnte, als er sich einfach zu ihr legte und sie in die Arme zog. Seine Nähe half ihr und so schmiegte sie sich mühsam etwas enger an ihn. "Ja...irgendwie." Sie würde doch eine ganze Weile um das Kind trauern, ehe sie darüber hinweg kam. Sie hatte es schon so sehr geliebt.
"Gut...ich danke dir.", murmelte sie. "Wenn du Hilfe brauchst, schreib Guillaume...", wisperte sie dann und viel wieder in einen unruhigen Schlaf, aus dem sie in den nächsten Tagen nicht allzu häufig erwachen würde. Mit der Nacht kam auch das Fieber...
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 11:18 pm

Guillaume

Guillaume sankt auf die Bettkante nieder und betrachtete seine Schwester mit einem bekümmerten Blick. Er war gerade erst in Paris eingetroffen und noch etwas durchgefroren, aber er hatte Eleonore sofort sehen wollen. Philippe hatte ihnen einen Boten nach Bordeaux geschickt und Guillaume war umgehend aufgebrochen, um seine Schwester zu sehen.
Als diese nun blinzelnd die Augen öffnete, strich er ihr leicht über die Wange und zwang sich zu einem Lächeln. "Schwesterherz, dich kann man auch keinen Moment alleine lassen, hm?" Sie war noch immer warm, wärmer als gut war, aber zumindest brannte sie nicht vor Fieber. Vielleicht würde sie sich ja doch in den nächsten Tagen erholen. Etwas anderes wollte Guillaume zumindest nicht glauben.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo Apr 16, 2018 11:54 pm

Eleonore

Eleonore hatte die letzten Tage zwischen Fiebertraum und erschöpftem Tiefschlaf verbracht. Sie erinnerte sich bruchstückhaft an einige Gelegenheiten, als sie wach geworden war und fast immer Philippes besorgtes Gesicht neben sich gesehen hatte.
Als sie dieses Mal aufwachte, fühlte es sich anders an. Es fühlte sich nicht mehr an, als würde sie brennen. Sie fühlte sich immer noch etwas matt und kraftlos, regelrecht zerschlagen, aber es ging bergauf.
Als Eleonore die Augen öffnete, erkannte sie erstaunt ihren Bruder.
"Guillaume..." Ein zartes Lächeln malte sich auf ihr Gesicht. "Wie kommst du hierher?" Aber sie freute sich wirklich ihn zu sehen. Ihr großer Bruder war immer eine Zuflucht für sie gewesen, es würde gut tun, wenn sie sich auch in dieser Situation ihm anvertrauen konnte.
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