Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183

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GreyStorm



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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Sa 3 Nov 2018 - 20:29

Claire

Claire musste schmunzeln. "Das ist sie wirklich nicht. Aber ich finde, es steht dir, du machst dich wirklich gut in dieser Rolle." bemerkte sie und lachte leise. "Auch wenn man dich erst zu deinem Glück ein wenig hat zwingen müssen." Wäre Laura nicht schwanger geworden, dann hätte Sébastien mit Sicherheit noch nicht geheiratet.
Claire atmete tief durch als ihr Bruder seine Hand auf ihren Rücken legte. "Ja, du hast ja Recht. Aber die Geduld für diese Sache muss ich wirklich erst noch lernen." räumte sie ein. Dann schob sie diese Gedanken bewusst zur Seite und lächelte wieder. "Und nun gib mal diesen kleinen Krümel her. Du hast mir gerade doch eine Kuscheleinheit versprochen, die könnte ich ruhig jetzt schon gebrauchen." erklärte sie vergnügt.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Sa 3 Nov 2018 - 21:24

Sébastien


"Danke, das hört man gern. Denn oft genug habe ich keine Ahnung, was ich hier eigentlich tue. Ich verlasse mich auf mein Gefühl und natürlich auf das, was unsere Eltern und Laura mir sagen, was ich tun soll. Aber ich gebe ja zu, man musste mich dazu zwingen, denn freiwillig hätte ich nicht geheiratet. Ich hätte es herausgezögert. So habe ich immerhin eine Frau, mit der ich mich gut verstehe und Laura ist in vielerlei Hinsicht eine Wucht."
Sébasten nickte. "Du wirst es lernen, glaub mir. Aber ich glaube auch, dass du nicht lange wirst warten müssen." Bereitwillig übergab er Philipp an Claire,
"Oh, er wird von kuscheln mit Tante Claire überaus begeistert sein."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Sa 3 Nov 2018 - 21:30

Claire

"So so, eine Wucht. Ich schätze, ein wenig musst du noch an deinen Komplimenten arbeiten, wenn du ihr so etwas auch sagst, aber ich weiß ja, was du meinst." bemerkte Claire augenzwinkernd. Und sie war froh, dass Sébastien so über seine Frau dachte und die beiden nicht nebeneinander her lebten. Sie konnte Laura gut leiden und war der Meinung, dass sie für Sébastien wirklich die richtige war, sie ließ ihm Freiheiten, konnte aber ihren eigenen Kopf problemlos durchsetzen und das war genau die Mischung, die ihr Bruder brauchte. "Und es muss ja so sein, denn die Tatsache, dass du noch keinerlei Unsinn angestellt hast, sondern ihr regelrecht aus der Hand frisst, spricht für sich." neckte sie und streckte dann die Arme aus, um den kleinen Philipp in Empfang zu nehmen.
"Na komm her du süßer Engel." murmelte sie und strich ihrem Neffen über den Schopf als dieser sich an ihre Schulter kuschelte. "Und wir sollten nun wirklich hinein, denkst du nicht?" Sie wollte den Rest der Familie begrüßen und sich nach der Reise ein klein wenig ausruhen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Sa 3 Nov 2018 - 21:46

Robert

Es war ein lieb gewonnenes Ritual geworden, dass Edward und er bei einem Becher Wein zusammen saßen, wenn Edward Truro besuchte. Sein Bruder war anlässlich von Thomas' Hochzeit noch einmal hergekommen, ehe er zurück nach Oxford ging und Robert freute sich ihn zu sehen.
"Nun, Ed, wie lief es in Pembroke? Alles zu deiner Zufriedenheit? Wie machen sich die Kinder?" Er wusste, dass Edward auch seine Bastarde überaus wichtig waren und das rechnete er seinem Bruder durchaus hoch an.
"Thomas wird froh sein, dass du hier bist. Er hat ja sonst keine Familie außer seinen Geschwistern und dir. Aber immerhin hat er Freunde hier gefunden, die werden ihm schon ein großartiges Fest bereiten, wenn er seine Margaret heiratet."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Sa 3 Nov 2018 - 22:47

Edward

Edward saß seinem Bruder gegenüber, die Hände um einen Becher Wein gelegt und die Beine zufrieden unter dem Tisch ausgestreckt. Er genoss den Umstand, dass er sich über den Besuch in Truro so freute, obgleich sie ja vor nicht allzu langer Zeit erst hier gewesen waren, denn das zeigte ihm einmal mehr, wie verbunden er seiner Heimat war.
Er nickte langsam und sah Robert an. "Doch, so kann man es wohl sagen. Pembroke ist ein wirklich schöner Flecken Erde, ich besuche Isabella und William immer gerne dort. Und meine kleinen sowieso." beschied er und führte kurz den Becher an die Lippen. "Es geht ihnen wirklich gut, egal wie gern ich ein Haar in der Suppe finden möchte." bemerkte Edward mit einem kleinen selbstironischen Lächeln. "Manchmal habe ich den Eindruck, Edmund ist eher Waliser als Engländer, aber ich schätze, auch das wird sich mit der Zeit schon fügen. Wenn die beiden erst einmal alt genug sind, um von ihrer Mutter getrennt zu leben und nach Oxford zu kommen." Denn von diesem Vorhaben hatte Edward nach wie vor nicht Abstand genommen.
Er lachte auf. "Ja, das glaube ich auch. Ich schätze, es wird ein wirklich rauschendes Fest geben. Aber glaub mir Robert, ich bin wirklich froh, dass es so ist, dass der Junge sich so gemacht hat."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Sa 3 Nov 2018 - 23:17

Robert

"Oh ja, das ist es. Und so passend für Isabellas sanftes Gemüt, es ist richtig idyllisch dort. Ich bin froh, dass sie wirklich glücklich sind."
Auch Robert nahm einen Schluck und hob die Schultern. "Es ist anständig das einzugestehen. Aber du hast sicher Recht, es geht ihnen gut dort. Und wenn Hanna glücklich ist und ihr Mann die Kinder gut behandelt....was willst du mehr? Es wird nicht einfach werden, wenn du sie fortholen willst und du musst genau überlegen, ob es das Beste für sie ist. Aber noch ist Zeit, sie sind so klein. Doch ich weiß, du willst sie um dich haben."
Er lächelte zufrieden. "Oh ja, das hat der Junge in der Tat, ich hätte es nicht für möglich gehalten. Aber er bekommt nun ein wundervolles Mädchen zur Frau und wird sicher glücklich werden. Ich habe mich gewundert, dass er noch nicht darum gebeten hat, mit dem Bau eines Häuschens beginnen zu dürfen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 9:59

Edward

"Absolut. Sie hätte es nicht besser treffen können." bestätigte Edward, der seinen Schwager für einen großartigen Mann hielt und Isabella war an seiner Seite immer glücklich.
Edward verzog kurz das Gesicht. "Es hilft ja nichts, mir etwas vor zu machen. Außerdem will ich ja auch, dass es ihnen gut geht." erwiderte er und sah dann auf seinen Becher hinab. Einen Moment lang schien er den tiefroten Wein darin aufmerksam zu mustern, dann gab Edward sich einen Ruck und sah Robert wieder an. "Ich befürchte ein wenig, dass vor allem Edmund dort bleiben will." gestand er gedämpft ein. "Und sollte das später wirklich so sein, werde ich kaum in der Lage sein ihn zu etwas anderem zu zwingen ... aber vorerst will ich mich noch der Illusion hingeben, dass sie beide irgendwann zu mir kommen." schloss er achselzuckend.
Edward nickte zustimmend, hätte dann aber am liebsten aufgestöhnt als das Gespräch sich so schnell in diese unbequeme Richtung entwickelte. Er zögerte kurz, entschied sich dann aber dafür Robert die Wahrheit zu sagen. Wozu sollte er es auch aufschieben? "Tja, weißt du, Rob ... das liegt daran, dass Thomas hier kein Haus bauen wird. Er ... will nicht in Truro bleiben." begann Edward langsam.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 19:14

Robert

Robert nickte. "Warte ab. Es wird noch Zeit vergehen und vielleicht sehnt Edmund sich ja doch nach einem Ritterdasein. Es kann ein Vorteil sein, dass er walisisch wie englisch fließend spricht. Du wirst sein Vorbild sein. Oder hast du den Eindruck, dass er unbedingt Schmied werden möchte?"
Er lächelte. "Und Juliana hat doch einen guten Draht zu Claire. Sorge dich nicht, es wird sich alles finden. Und du weißt, dass Hanna sie nie gegen dich aufbringen würde."
Er  hob die Augenbrauen. "So? Will er nicht? Ah...." Verstehen malte sich in seine Züge. "Du willst eine eigene Zucht in Oxford aufbauen, wie du es vor Jahren schon einmal wolltest. Und Thomas soll dein Stallmeister werden."
Er dachte einen Moment nach. "Ein Verlust, das muss ich zugeben. Aber er wird seine Sache gut machen. Was sagt Margaret denn dazu Truro zu verlassen?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 19:24

Edward

Edward zuckte leicht mit den Schultern. "Ich glaube, er findet es schon immer spannend, wenn ich da bin und ihm meine Zeit widme, Geschichten erzähle und so etwas. Aber er ist noch so klein und hat tagtäglich mehr das einfache Dorfleben vor Augen, ich weiß wirklich nicht, was sich bei ihm durchsetzen wird. Bei Juliana habe ich da schon mehr Hoffnung. Du hast Recht, sie hat einen hervorragenden Draht zu Claire und sie ist als kleines Kind ja auch noch in Oxford gewesen, wir ... wir haben eine ganz andere Bindung zueinander als ich sie zu Edmund habe, scheint mir." Edward lehnte sich etwas zurück, fuhr sich durch den roten Haarschopf und seufzte leise. "Weißt du Robert, du hast es wirklich leicht mit deinen Kindern von nur einer Frau ..." bemerkte er dann mit amüsiert zuckenden Lippen.
Edward war erleichtert als Robert von alleine auf die richtigen Schlüsse kam und nickte, schüttelte aber zugleich den Kopf. "Schon, ja, aber es ist tatsächlich viel mehr seine Idee gewesen. Er kam zu mir damit und fragte, ob ich mir dieses Projekt vorstellen könnte. Und natürlich habe ich eingewilligt, ich habe die Idee nie ganz vergessen, weißt du? Und bei Thomas wüsste ich diese Aufgabe in guten Händen." Edward zuckte mit den Schultern. "Offenbar hat sie damit kein Problem, Thomas sagte, sie stünde hinter ihm in dieser Sache."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 20:47

Robert

Robert lächelte. "Was machst du dir also Sorgen? Nur weil er das dörfliche Leben um sich hat, heißt das doch nicht, dass er nicht von mehr träumt. Wenn er dir auch nur ein bisschen ähnlich ist, wird er Ritter werden wollen und Ehrgeiz genug haben. Und Juliana wird eine wundervolle, kleine Dame werden. Du wirst sehen, du sorgst dich umsonst. Und nächstes Jahr kannst du auch Michael zu dir nehmen."
Er nickte verständnisvoll.
"Ich ahnte schon, dass ihn eines Tages der Ehrgeiz packt. Ich bin ihm nicht böse. Er wird diese Sache gut machen. Margaret liebt ihn, natürlich stärkt sie ihm den Rücken. Sie ist ein gutes Mädchen. Aber ich denke, Geoffrey wird es ein bisschen schwer nehmen. Nur seid so gut und lasst und ein bisschen Zeit das Gestüt entsprechend zu organsieren, bevor Thomas weggeht. Er hat eine wichtige Position inne."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 21:00

Edward

"Kein Wunder, dass dir nicht nur ganz Cornwall, sondern auch halb England zu Füßen liegt. Du weißt, wie man Leute motiviert, Bruderherz." bemerkte Edward grinsend. "Aber du hast Recht, nächstes Jahr ist Michael alt genug und ich kann es kaum erwartet ihn bei mir zu haben. Allerdings muss ich bis dahin wohl erst noch rausfinden, ob Oxford wirklich der richtige Platz für ihn ist oder ob Alexander doch eine kleine Bibelschwester aus ihm gemacht hat." Während Matthew und er sich ein gesundes Misstrauen entgegen brachten, Edward dem Schmied aber zugestand, dass er für Hanna und die Kinder gut war, so fiel es ihm schwer für Helenes geliebten Priester auch nur ein freundliches Wort zu finden.
Edward schlug die Beine übereinander und nickte. "Das wird er, ganz sicher. Besonders jetzt wo er heiratet und dann später unweigerlich eine Familie gründen wird." Das würde Thomas zusätzlich Verantwortung auferlegen und je mehr die Zucht gedieh, desto besser konnte Thomas auch für seine Familie sorgen. "Das fürchte ich allerdings auch. Geoffrey wird es mir übel nehmen und ganz gleich wie alt ich bin und noch werde, der alte Haudegen wird mir mein Leben lang Respekt einflößen."
Edward nahm einen Schluck Wein und lachte dann leise. "Keine Sorge. Ich habe ihm gesagt, er soll nach der Hochzeit nach Oxford kommen, damit wir Pläne machen können. Nur ein paar Tage, damit wir entscheiden wie die Stallungen gebaut werden sollen, danach kommt er erst einmal zurück bis in Oxford alles soweit vorbereitet ist. Im Moment wäre es wenig sinnvoll irgendetwas anzufangen, wir hätten ja doch keinen Platz für weitere Pferde."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 21:24

Robert

Robert winkte lachend ab. "Nun übertreibst du aber maßlos. Sie liegen mir nicht zu Füßen. Sie respektieren mich und das weiß ich zu schätzen. Und wenn ich dich ein bisschen motiviere, umso besser, hm? Du sollst ja nicht nur der gemütlichen Feier wegen hergekommen sein, sondern auch um ein paar brüderliche Ratschläge zu hören."
Er verzog ein wenig das Gesicht. "Ach Ed....Alexander unterrichtet ihn doch mit Marys Kindern zusammen, die ganz gewiss nicht alle Priester werden wollen. Michael wird schon keine Bibelschwester sein. Außerdem ist doch Raphael der Ruhigere der Beiden. Alexander ist ein guter Lehrer, auch wenn du ihn nicht leiden kannst."
Robert trank einen Schluck Wein. "Tja, das geht nicht nur dir so. Ich habe auch größten Respekt vor ihm. Was denkst du, wie lange Thomas gezaudert hat, ehe er ihn um ihre Hand gebeten hat? Ohne Sybilla hätte Geoffrey ihn wohl auch vor die Tür gesetzt. Gut, mit deinem Plan kann ich leben. Ich werde mit Philippe darüber sprechen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 21:44

Edward

"Aber beinahe, glaub mir. Du bist zweifellos einer der beliebtesten Männer im Land." erwiderte Edward augenzwinkernd. Als Robert das Gesicht verzog, zuckte Edward mit den Schultern, beinahe ein wenig bockig. "Das tut er, aber gleichzeitig treibt er es mit Michaels Mutter, es bleibt also nicht aus, dass er mit den Jungs mehr Zeit verbringt als zum Beispiel nur mit Marys Kindern während des Unterrichts. Und ich traue ihm eine ganze Menge zu, so viel ist sicher." Schließlich hatte der heilige Alexander nicht davor zurück geschreckt sich an Helene heran zu machen, während sie noch verheiratet war.
"Verständlich. Ich hätte Geoffrey wohl nicht um die Hand seiner Tochter bitten wollen." scherzte Edward nun wieder etwas lockerer. "Aber ich bin froh, dass du es so positiv aufnimmst. Ich weiß, dass er hier eine wichtige Stütze geworden ist, aber ich denke, eine eigene Zucht in Oxford wäre genau das richtige für Thomas."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 23:13

Robert

"Wenn du das sagst, Brüderchen, will ich es mal glauben. Aber vielleicht liegt es in der Familie. Du hast dir schließlich auch immer leicht Freunde gemacht, sogar trotz deiner Skandalhochzeit. Ich denke also, wir können uns Beide nicht beschweren."
Robert zuckte mit den Schultern. "Letztlich tut er das, weil du sie hin geschickt hast. Er liebt sie und Helene ist glücklich, also hör auf auf ihm herum zu hacken. Das hast du doch gar nicht nötig. Oder kratzt es etwa immer noch an deinem Stolz, dass er es gewagt hat, sich ausgerechnet deine Frau zu nehmen? Unter anderen Umständen würdest du ihn vielleicht sogar schätzen. Du bist schließlich auch kein Moralapostel. Aber du musst ihn ja kaum sehen und wenn Michael bei dir ist, wird er ohnehin keinen Einfluss mehr auf den Jungen haben. Was willst du mehr?", fragte er ergeben.
"Hm, vor allem um sein Nesthäkchen. Er hängt sehr an Margaret. Ja, ich denke auch, es ist für Thomas das Richtige. Er wird gute Arbeit machen. Wer hätte das gedacht, verbitterter Bengel, der er damals war."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   So 4 Nov 2018 - 23:54

Edward

Edward lachte, hob seinen Becher und prostete Robert zu. "Vielleicht haben wir es im Blut, ja. Aber du musst das so sehen, Bruderherz, dir liegt halb England zu Füßen, die andere Hälfte hat gerne ein bisschen was aufregenderes, wer wäre da also geeigneter als ich?" fragte Edward augenzwinkernd.
Dann bedachte er Robert mit einem missmutigen Blick, da dieser ihn so zielsicher durchschaute. "Weißt du, das ist ein Umstand, den man nicht so einfach verkraftet." hielt er Robert vor. Sicher, er war glücklich mit Claire und letztlich war alles richtig so wie es gekommen war. Aber diese eine kleine Tatsache würde wohl immer ein klein wenig ein wunder Punkt bleiben.
Edward nickte versonnen. "Aber letztlich hätte es mich gar nicht so sehr überraschen dürfen. Wer wüsste besser als ich selbst, wie sehr ein Mensch sich ändern kann, wenn er vor die richtigen Herausforderungen gestellt wird?" Für ihn selbst war das in König Henrys Diensten der Fall gewesen und der alte König hatte es verstanden ihn mit harter, aber fairer Hand den Kopf zurecht zu rücken.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 0:13

Robert

Robert stimmte in sein Lachen ein  und hob ebenfalls den Becher. "So ist es, in der Tat! Und ich kenne dich einfach zu gut, du brauchst gar nicht so miesepetrig zu schauen.  Dein Stolz hat diese Sache einfach noch nicht überwunden."
Er brummte zustimmend. "Das ist wohl wahr, Henry hat aus dir schließlich auch einen anständigen Kerl gemacht, was? Es wird sich schon alles finden. Wie geht es eigentlich deiner jungen Frau? Immer noch kein Nachwuchs in Aussicht?"
Er war eigentlich recht froh, dass Claire nicht sofort Mutter geworden war. Sie war jung und er wollte sich gar nicht ausmalen, was passierte, wenn ihr im Kindbett etwas geschah. Edward würde es diesmal nicht überstehen. Doch jetzt war die Sorge ein kleines bisschen geringer geworden.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 0:33

Guillaume

Guillaume lehnte sich zurück und ließ sich in das sonnenbeschienene Gras sinken. Er hatte den ganzen Vormittag mit seinen Eltern zusammen gesessen, diskutiert und geplant ... in seinen Augen hatte er einen kleinen Mittagsschlaf hier in der Sonne mehr als verdient. Wenigstens für eine Stunde wollte er sich eine kleine Pause gönnen, dann würde er in der Küche vorbei schauen und anschließend war er bereit dafür den Nachmittag anzugehen.
Jetzt da Berengarias und seine Abreise nach Paris so kurz bevor stand, kam es ihm vor als würde er ständig irgendwo gebraucht. Einerseits ein erhebendes Gefühl, andererseits sehnte er sich ab und zu auch die beschaulichen Tage in Bordeaux zurück. Aber er sah auch ein, wie notwendig ihr langer Aufenthalt hier in England war.
Guillaume gähnte herzhaft, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und schloss die Augen. Wenigstens ein paar Minuten Ruhe ...
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 0:38

Berengaria

Berengaria war schon eine Weile auf der Suche nach ihrem Mann, aber dieser hatte das Talent seiner Mutter geerbt, sich unbemerkt davon zu stehlen, wenn er ein bisschen Zeit für sich allein wollte. Darauf konnte sie jetzt allerdings keine Rücksicht nehmen und sie wollte es auch nicht, dazu war sie zu durcheinander.
Sie fand ihn letztendlich draußen in der Sonne, wo er ein Nickerchen zu machen schien. Unwillkürlich musste sie lächeln. Guillaume war jemand, der das Leben einfach wirklich genoss und das machte ihn in ihren Augen wirklich liebenswert.
Langsam kam sie näher und setzte sich neben ihn ins Gras. Sie beugte sich vor und küsste ihn auf die Wange. "Ich störe deinen Mittagsschlaf nur ungern, aber es ist wichtig....Ich habe dich gesucht.", sagte sie leise, ein wenig kummervoll.
"Guillaume, ich kann nicht mit dir nach Paris kommen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 8:34

Guillaume

Guillaume war rasch eingeschlafen umgeben von der friedlichen Ruhe des Gartens und gewärmt vom Sonnenlicht. Es War ein erholsamer Schlaf mit seichten, belanglosen Träumen, die jedoch plötzlich unterbrochen wurden als er einen Kuss auf seiner Wange spürte. Ruckartig schlug er die Augen auf und sah sich seiner Gemahlin gegenüber, die neben ihm um Gras saß und ihn mit dem Kuss geweckt hatte. Er wollte lächeln, war es doch eine so geruhsame Szene, doch noch ehe das Lächeln sich ganz auf seinen Lippen ausgebreitet hatte, erkannte er den großen Kummer in Berengarias Augen.
Guillaume setzte sich auf, misstrauisch geworden und fuhr sich durch die wirren roten Locken. "Du kannst nicht mit nach Paris? Was soll das heißen?" Fragte er irritiert und bedachte Berengaria mit einem forschenden Blick. "Was ist geschehen?" Fragte er und griff nach ihrer Hand, weil er ahnte, dass es etwas Schreckliches sein musste.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 21:10

Berengaria

Berengaria lächelte sanft und legte ihrem Mann beruhigend die Hand auf den Arm, als er aufschreckte. "Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken." Es zerriss ihr das Herz, diese idyllische Szene zerstören zu müssen, aber die Sache duldete keinen Aufschub.
Sie seufzte leise und verschränkte ihre Finger miteinander. Es war eine so wunderbare Eigenschaft an ihrem Mann, dass er immer Mitgefühl hegte und auf Andere bedacht war.
"Ich muss in meine Heimat reisen, Guillaume. Nach Navarra.... Ich habe einen Brief erhalten. Mein Vater ist sehr krank und es klingt, als läge er im Sterben. Ich sollte an seiner Seite sein. Ich kann so...ich kann so keine Hochzeit feiern, ich muss ihn sehen."
Sie hatte ihn schon so lange nicht mehr gesehen, wenigstens an seinem Sterbebett wollte sie ihm beistehen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 21:23

Guillaume

Guillaume winkte ab. "Ach was, so leicht erschreckt es mich schon nicht." beschwichtigte er sie und lächelte sanft. Dann lauschte er ihrem Bericht und begriff sofort woher der Kummer in ihren Augen kam. Guillaume biss sich auf die Unterlippe und zog Berengaria an sich als sie geendet hatte. Er legte die Arme um sie und hauchte einen Kuss auf ihre Wange. "Das tut mir Leid." murmelte er betroffen.
"Du kannst nicht allein nach Navarra reisen, ich werde -" Guillaume brach ab. Er hatte sagen wollen, dass er sie begleiten würde, aber wenn er mit Berengaria nach Navarra reiste, konnte er nicht nach Paris zu Eleonores Hochzeit. Guillaume zögerte kurz, gab sich dann aber einen Ruck, es ging hier schließlich um seine Gemahlin! "Ich werde dich begleiten." erklärte er langsam. Wie sollte er sie eine solche Reise ohne ihn unternehmen lassen? Noch dazu unter so schlechten Vorzeichen? Sie würde seinen Beistand brauchen, sollte ihr Vater sterben.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 22:46

Berengaria

Berengaria schmiegte sich dankbar an Guillaume und genoss die tröstliche Nähe. Es war gar keine Frage, sie brauchte seine Nähe und er war da. Das tat wirklich gut.
Seine Entscheidung allerdings überraschte sie sehr und es erfüllte sie mit zärtlicher Wärme für ihren Mann. "Das ist wirklich süß von dir. Aber du solltest wie geplant nach Paris reisen, Guillaume. Du hast dich so darauf gefreut sie heiraten zu sehen, also solltest du es auch tun. Es wird keine lange Reise werden und mein Bruder wird auch dort sein, denke ich."
Sie drückte leicht seine Hand.
"Ich will, dass du dir deinen Wunsch erfüllst. Wer weiß, vielleicht werde ich ja danach zu dir stoßen. Aber ich muss einfach nach dem Rechten sehen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 23:07

Guillaume

Guillaume wiegte leicht den Kopf hin und her. "Sicher habe ich das, aber es ist doch viel wichtiger, dass du deinen Vater noch einmal siehst als dass ich es mir in Paris gut gehen lasse, hm?" wandte Guillaume ein wenig unbehaglich ein. Ihm gefiel diese Entscheidung nicht, es fühlte sich so oder so an als würde er etwas falsch machen.
Sanft strich er Berengaria über den Oberarm. "Wir können gemeinsam nach Navarra und dann nach Paris. Dann kommen wir nach der Heirat an, na und? Wen stört das schon?" Es entsprach nicht gerade der Etikette, aber das hier war schließlich ein besonderer Umstand, sie würden nicht aus einer Laune heraus zu spät kommen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 23:24

Berengaria

Berengaria lächelte sanft. "Es ist wichtig. Aber die Zukunft ist auch wichtig. Und du willst sie doch in ihrem Hochzeitskleid sehen, wie sie den Mann heiratet, den sie liebt. Es gibt keinen Grund, dass wir Beide uns grämen. Gib mir eine Eskorte mit und ich werde auch so heil ankommen."
Sie legte eine Hand an seine Wange.
"Warum machen wir es nicht umgekehrt? Reise nach Paris, sieh sie heiraten und dann kommst du nach Navarra. Ich werde dort bleiben, bis du dich zu mir gesellst. Ich kann dir meine Heimat zeigen und wir reisen zusammen nach Hause. Was hältst du von dieser Idee?"
Sie seufzte leise.
"Ich denke, ich sollte morgen aufbrechen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183   Mo 5 Nov 2018 - 23:39

Guillaume

Guillaume sah Berengaria in die Augen als sie die Hand an seine Wange legte, dann nickte er. "Einverstanden. Ich werde nach Navarra kommen, sobald die Feierlichkeiten in Paris vorbei sind." erklärte er, lehnte sich vor und gab Berengaria einen langen Kuss. "Ich werde dir die besten Männer mitgeben, die wir haben. Sie werden gut auf dich Acht geben bis ich zu dir stoßen kann. Und ich bin jetzt schon gespannt darauf, deine Heimat zu sehen. Meine kennst du ja mittlerweile ausreichend." bemerkte er augenzwinkernd.
Guillaume lehnte kurz die Stirn an Berengarias, dann seufzte er. "Dann komm, wir sollten besser gehen und alle Vorbereitungen treffen, hm? Dann kannst du morgen aufbrechen und kommst gut in Navarra an." Wohl wahr ihm bei diesem Gedanken immer noch nicht, aber mit Berengarias Vorschlag konnte er sich noch am ehesten anfreunden.
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