Joanna & William

Anno Domini 1155...Henry II regiert über England. Immer an seiner Seite ist dabei sein Cousin, William of Cornwall. Als er sich in Joanna of Warwick, eine junge Frau unter seinem Stand, verliebt, beginnt sein eigener Kampf gegen das Denken seiner Zeit,
 
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 William und Joanna - ab 1183 bis 1184

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Chrisi
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Di Sep 22, 2015 10:31 am

Gerard

"Er wird nur nicht mit mir sprechen wollen. Ich werde mir etwas überlegen. Vielleicht lässt deine Mutter mich ein, zwei Tage bleiben, bevor sie mich wieder fortschickt. Und dann werde ich warten, bis dein Vater zurück ist. Vielleicht ist er dann gewillt mir Gehör zu schenken."
Gerard lächelte schief. "Ben fragt oft nach dir. Er will wissen, wie es dir geht und ist oft enttäuscht, weil ich ihm nichts dazu sagen kann." Briefe seiner Frau waren schließlich eine Seltenheit, weil ihr Vater das nicht zuließ.
"Ich muss Geduld lernen und du auch. Dann werden wir nie wieder so lange aufeinander verzichten müssen, ich verspreche es dir. Ich liebe dich auch...wir werden zusammen nach Hause gehen. Bald."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Di Sep 22, 2015 7:59 pm

Mary

"Er muss dich einfach anhören!" erwiderte Mary fast ein wenig aufgebracht. Sie war ganz und gar nicht damit einverstanden, dass ihr Vater sie hier festhielt und im Grunde jeden Kontakt zwischen ihr und Gerard verbinden wollte. "Und ich bin sicher, dass Mutter zustimmt und du bleiben darfst. Ich werde mit ihr reden, sie wird es mir nicht abschlagen, da bin ich sicher." Solange ihr Vater am Hof war, standen die Chancen gut, dass ihre Mutter ein wenig Mitleid haben würde.
Mary bettete den Kopf an Gerards Schulter und strich ihm über die Brust. "Wirklich? Süß von ihm. Richte ihm Grüße aus, wenn du wieder zurück bist." Sie hob den Blick und sah Gerard direkt in die Augen. Ein warmes Lächeln umspielte ihre Lippen und sie nickte leicht. "Das klingt gut. Ich freue mich schon darauf." erklärte sie. "Und bald ist unsere Familie auch um zwei Mitglieder reicher ... die Burg wird langsam voller." fügte Mary verschmitzt hinzu.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Di Sep 22, 2015 11:34 pm

Gerard

"Dein Wort in Gottes Ohr. Aber ich werde mir alle Mühe geben. Wir sind schließlich verheiratet und eigentlich obliegt es mir für dich zu sorgen, nicht mehr deinem Vater. Ich weiß, ich habe Fehler gemacht, aber du hastg mir verziehen..."
Er küsste sanft ihre Schläfe. "Sprich mit ihr und dann sehen wir weiter. Vielleicht darf ich wenigstens zwei Tage mit dir und den Mädchen verbringen, bevor ich nach Essex zurück reite. Sie hat sicher Verständnis für unsere Lage."
Gerard lächelte leicht. "Ich werde es ihm sagen. Und ja, bald...bald ist unsere Familie wieder größer geworden." Zärtlich strich er über den runden Bauch.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Di Sep 22, 2015 11:39 pm

Mary

Mary hatte sich noch etwas der Wiedersehensfreude hingegeben, hatte dann jedoch entschieden, dass es besser war, umgehend mit ihrer Mutter zu sprechen. Hier in der Burg machte alles schnell die Runde und wenn sie nicht aufpasst, wusste ihre Mutter, dass Gerard hier war, bevor Mary Gelegenheit gehabt hatte mit ihr zu sprechen.
Also hatte sie Gerard gebeten in ihrem Gemach zu warten und war selbst nun zu ihrer Mutter gegangen. Sie klopfte an die Tür und trat ein als sie von drinnen Antwort erhielt. "Hast du einen Moment Zeit für mich?" erkundigte Mary sich und musste lächeln als sie ihre drei Mädchen entdeckte, die sich zusammen in eine große Decke gewickelt hatten und ein kleines Nickerchen hielten. Die drei waren wirklich kleine Engel und Mary wurde jedes Mal warm ums Herz, wenn sie ihre Töchter sah.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Di Sep 22, 2015 11:50 pm

Joanna

Joanna hatte Mary die drei Mädchen für eine Weile abgenommen und sich daran erfreut, mit ihnen im Garten etwas zu spielen. Die Zeit war vergangen wie im Fluge und als die Mädchen müde geworden waren, hatte sie sie mitgenommen in ihr Gemach, wo alle drei aneinander gekuschelt ein Schläfchen hielten.
Als es leise klopfte, bat Joanna den Besuch herein und lächelte Mary an.
"Aber sicher, Liebes, komm rein und setz dich. Dein Nachwuchs ist vom Spiel ein wenig erschöpft und sammelt gerade neue Kräfte.", erklärte sie leise.
"Wie geht es dir? Alles in Ordnung?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Di Sep 22, 2015 11:57 pm

Mary

Mary lächelte sanft. "Die Ruhe vor dem nächsten Sturm." bemerkte sie amüsiert und bedachte ihre Kinder noch mit einem weiteren liebevollen Blick, ehe sie sich langsam neben ihrer Mutter niederließ.
Ohne dass sie bewusst darüber nachdachte, legte sie eine Hand auf ihren Bauch und nickte dann. "Alles in Ordnung ... in gewisser weise sogar in bester Ordnung." erklärte sie und atmete tief durch. Am besten sie redete nicht groß um die Sache herum, sondern kam direkt zum Ziel. "Mutter, Gerard ist hier." eröffnete sie dann und sah ihre Mutter abwartend an, hoffte, dass diese nicht allzu abweisend reagieren würde. "Nachdem er meinen Brief bekommen hatte, wollte er mich unbedingt sehen und ist gerade hier angekommen. Ich ... ich hatte gehofft, dass er vielleicht ein paar Tage bleiben könnte, jetzt, da er sowieso schon hier ist. Was denkst du?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 12:13 am

Joanna

Joanna nickte belustigt. "Gut möglich, aber erst einmal werden sie ruhen, glaube mir. Sie haben sich gut verausgabt.", erklärte sie, legte dann aber den Kopf schief. "In bester Ordnung? Tatsächlich?" Sie ahnt nichts Gutes und ihre Ahnung wurde bestätigt. Mit großen Augen schüttelte sie den Kopf. "Gerard ist hier in Truro? Ist er von allen guten Geistern verlassen? Dein Vater hatte sich doch klar ausgedrückt. Wenn er das erfährt, wird er stinksauer sein! Was will er überhaupt hier? Ein paar Tage bleiben...ich weiß nicht. Wenn dein Vater das erfährt, Mary, macht er uns Beiden die Hölle heiß.", prophezeite sie.
"Ich weiß wirklich nicht, ob das so eine gute Idee ist."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 12:25 am

Mary

"Ist er nicht, aber er wollte mich sehen! Wir haben seit Monaten so gut wie keinen Kontakt, weil Vater mir ja nicht einmal erlaubt ihm zu schreiben, das ist doch Irrsinn! Er arbeitet an sich, er gibt sich wirklich Mühe, sollte das nicht belohnt werden?" erwiderte Mary ein wenig heftig. Die Sache ging ihr einfach viel zu nahe, als dass sie hätte ruhig bleiben können. "Was er hier will?" wiederholte Mary entgeistert. "Mich sehen natürlich! Mich und die Mädchen! Ihm geht es genau wie mir, er vermisst uns und als er von den Zwillingen erfahren hat, wollte er her kommen." Etwas, das Mary immer noch unwahrscheinlich berührte.
Mary verdrehte die Augen. "Vater muss auch einsehen, dass Gerard die Möglichkeit haben muss, zu zeigen, dass er sich geändert hat, oder nicht? Außerdem hat er kein Recht mich von meinem Mann fern zu halten und wie eine Gefangene hier festzuhalten." Mary biss sich auf die Lippe und senkte rasch den Blick. Ihre Hände kneteten unablässig den Stoff ihres Kleides und verrieten ihre Unruhe. "Mama, bitte." Mary sah wieder auf und warf ihrer Mutter einen flehenden Blick zu. "Bitte, nur für ein paar Tage ... er fehlt mir so." bat sie leise und spürte, wie sich ihre Kehle zuschnürte. Diese verdammte Schwangerschaft sorgte wieder einmal dafür, dass sie furchtbar nah am Wasser gebaut war!
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 1:03 am

Joanna

Joanna seufzte schwer. Sie hatte gehofft, diese ganze Angelegenheit ihrem Mann überlassen zu können. Sie selbst war viel zu weich um die benötigte Härte beibehalten zu können.
"Du weißt, dass dein Vater uns umbringen wird?", fragte sie seufzend und fuhr sich über das Gesicht. "Nagut, meinetwegen. Zwei Tage, ncht länger. Gerard soll mir beweisen, dass er es gut meint. Ich werde ihn im Auge behalten."
Joannas Lippen wurden schmal.
"Du weißt nur zu gut, wie du mich manipulieren kannst. Außerdem bist du erwachsen genug, du bist keine Gefangene und das weißt du. Dein Vater meint es nur gut mit uns. Lass uns nur beten, dass er nicht früher nach Hause kommt."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 1:07 pm

Mary

Mary schnitt eine Grimasse. "Ach was, er braucht es ja nicht einmal zu erfahren. Gerard wird wieder weg sein bevor Vater zurück kommt." Im nächsten Moment leuchteten Marys Augen auf und sie strahlte über das ganze Gesicht hinweg. "Oh danke, Mama!" Sie fiel ihrer Mutter kurz um den Hals und gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Er wird dich nicht enttäuschen, da bin ich sicher."
Mary ließ wieder von ihrer Mutter ab und wandte für einen Moment den Blick ab. "Wenn ich dich manipulieren würde, würdest du es wohl kaum merken, oder?" erwiderte sie nüchtern. "Das liegt auch gar nicht in meiner Absicht, aber ich dachte mir, wenn wirst du am meisten Verständnis für mich haben. Du weißt schließlich genau wie es ist vom eigenen Mann getrennt zu sein, so oft wie Vater unterwegs ist."
Mary verzog leicht das Gesicht. "Offenbar sieht Vater das anders, sonst hätte er mich meine eigenen Entscheidungen treffen lassen und mich nicht einfach so ohne Vorwarnung aus meinem zu Hause verschleppt. Ich weiß, dass er der Meinung ist, er tut mir damit etwas Gutes, aber ich kann seine Sicht der Dinge nicht wirklich teilen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 2:02 pm

Joanna

Joanna seufzte. "Aber wenn er es erfährt, wird er mich umbringen. Ich schätze, ich sollte es ihm lieber erzählen, wenn er zurück ist. Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit." Sie ließ sich von Mary auf die Wange küssen und nickte. "Das erwarte ich auch. Wenn er sich nicht im Griff hat, werde ich ihm Floh auf den Hals hetzen." Williams Hund war inzwischen zwar auch schon in die Jahre gekommen, blieb aber immer gern in ihrer Nähe, wenn sein Herr einmal wieder auf Reisen war.
"Ich kenne dich, Mary, ich würde es merken. Aber nichts desto trotz kann ich dich sehr wohl verstehen. Ich weiß, wie es sich anfühlt. Aber dein Vater hatte recht mit seiner Entscheidung, denn dein Mann hat dich mehrfach misshandelt. Er macht sich Sorgen um deine Sicherheit und um die deiner Kinder. Irgendwann wirst du ihn verstehen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 2:08 pm

Mary

Mary atmete geräuschvoll aus. "Tu was du nicht lassen kannst." murmelte sie seufzend. Aber was sollte ihr Vater schon tun? Er würde ihr eine Strafpredigt halten, mehr war wohl kaum möglich, da sie ja ohnehin schon hier war.
Mary starrte einen Moment lang auf ihre Hände hinab. Sie wollte nicht mit ihrer Mutter darüber reden, dass Gerard sie geschlagen hatte, sie wollte diese düsteren Gedanken einfach verdrängen. "Vielleicht irgendwann, wer weiß." murmelte sie und drückte die Hand ihrer Mutter. "Ich muss gehen, ich muss Gerard sagen, dass er bleiben darf." erklärte sie dann und schenkte ihrer Mutter noch ein Lächeln. "Ich hole die Mädchen nachher ab, dann können sie noch ein klein wenig schlafen."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 2:17 pm

Henry II

Henry kochte vor Wut. Seit Tagen versuchte er William zu einem Gespräch zu zwingen, doch sein Cousin fand immer irgendeine Ausrede. Er war gerade beschäftigt oder hatte Gesellschaft oder ging ihm gleich völlig aus dem Weg. Es war wie ein Versteckspiel zwischen Katz und Maus, das sich hinzog und ihm den letzten Nerv raubte.
Doch heute hatte das ein Ende, das hatte Henry beschlossen. Er würde sich nicht länger an der Nase herum führen lassen. Schließlich stöberte er William im Gespräch mit einem seiner Hofbeamten in einem der Gänge auf.
"William!", unterbrach er rüde die Unterhaltung. "Ich muss mit dir reden und zwar jetzt. Begleite mich."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 5:10 pm

William

William hatte die Unsicherheit in dem Blick seines Gegenübers aufflackern sehen und sofort gewusst, dass es Henry war, der dort hinter ihm nahte, denn niemand sonst hier konnte solch eine Reaktion hervor rufen. Daher war William auch bereits gewappnet als Henry wie ein grollendes Gewitter über ihn herein brach.
Betont langsam drehte er sich herum, tat es dann aber seinem Gesprächspartner gleich und verneigte sich leicht vor Henry - wenngleich so sparsam, dass es eigentlich schon an blanken Hohn grenzte. "Sire, das ist ausgesprochen ungünstig." erklärte er, ließ den Blick kurz zu dem Mann neben sich wandern, der sich sichtlich unwohl fühlte in seiner Haut, und lächelte dann knapp. "Aber wer wäre ich, Euch einen Wunsch abzuschlagen. Wir reden später weiter, Charles." Die letzten Worte hatte er an den Hofbeamten gerichtet, der mit Mühe seine Erleichterung unterdrückte, nickte und zusah, dass er davon kam.
William sah seinen Cousin wieder an. "Was kann ich für Euch tun, mein König?"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 8:10 pm

Henry II

Henry gab ein leises Knurren von sich. "Es ist mir egal, ob es ungünstig ist.", schnarrte er ungehlten, besonders als William sich so spöttisch verneigte. Manchmal würde er ihm wirklich gerne den Hals umdrehen.
"Was du für mich tun kannst? Du könntest verdammt noch mal aufhören mir aus dem Weg zu gehen! Ich versuche seit Tagen dich endlich zu erwischen, aber du hast immer eine Ausrede parat oder bist auf der Flucht. Das wird es auch nicht besser machen. Wir müssen diese Sache klären, jetzt! Ich brauche dich als meinen Ratgeber, als meinen Lordkanzler und als meinen Cousin. Du kannst mir diese Sache doch nicht ewig nachtragen!"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 10:27 pm

William

William lagen aller Hand bissige und höhnische Bemerkungen auf der Zunge, doch er schluckte sie alle mühsam herunter. Einen Moment lang sah er Henry einfach nur an, zog das Schweigen so weit in die Länge, dass es drohte unangenehm zu werden, dann zuckte er mit den Schultern.
"Vielleicht nicht ewig, aber mindestens so lange bis mein Sohn wieder in England ist." erwiderte William kühl. "War es das? Wolltest du mir vorwerfen, dass ich mich unvernünftig benehme? Du weißt schließlich so gut wie ich, dass wir uns in dieser Sache nicht einig werden."
William war es Leid. Wenn er mit Henry sprach, war es als würde er gegen eine Wand reden, aber gleichzeitig hatten sie ihren Streit auch noch nicht zum eskalieren gebracht, sie steckten förmlich fest.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 10:37 pm

Henry II

"Du gehst mir auf die Nerven, William! Wirklich. Ich habe dir schon hundert Mal erklärt, dass meine Entscheidung rechtens ist. Dein Sohn soll sich bewähren, dann kann er auch zurückkommen. Aber nicht vorher.", erwiderte Henry scharf.
"Lass endlich dieses kindische Getue und benimm dich wieder wie ein Mann! Im Moment führst du dich auf wie ein zickiges Weibsbild! Ja, ich wollte dir vorwerfen, dass du unvernünftig bist und ja, wir sind uns nochnicht einig. Aber du allein verhinderst, dass wir wenigstens auf dem politischen Feld einigermaßen zusammen arbeiten können."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 10:46 pm

William

"Das hast du mir erklärt, ja. Und ich habe dir genauso oft dargelegt, weshalb ich anderer Meinung bin." erwiderte William nüchtern.
Er verengte die Augen und trat etwas auf Henry zu. "Du arroganter Bastard, ich habe kein Interesse daran noch länger mit dir zusammen zu arbeiten, das habe ich dir schon vor ein paar Tagen gesagt und ich wiederhole es hiermit noch einmal." William bedachte Henry mit einem verächtlichen Blick. "Fahr zur Hölle, Henry Plantagenet, ich bin fertig mit dir." knurrte er und wandte sich ohne zu zögern ab.
William hatte die Hände zu Fäusten geballt und eine unglaubliche Wut im Bauch. Wenn er noch einen Moment länger hier stehen bliebe, würde er etwas wahrlich Dummes tun, das wusste er und deshalb war er Henry auch ständig ausgewichen. Er hatte diese Konfrontation vermeiden wollen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 11:14 pm

Henry II

"Du bist so stur wie ein Maulesel, unfassbar!", empörte Henry sich. "Du versuchst nicht einmal meine Situation zu verstehen, nicht einmal ansatzweise!" Er schüttelte den Kopf und musste an sich halten, um William keine Ohrfeige zu geben. "Das kannst du nicht machen, du undankbarer Mistkerl! So viele Jahren haben wir uns den Rücken frei gehalten und jetzt lässt du mich hängen! Ich erkenne dich nicht wieder, was ist bloß mit dir passiert?"
Als William sich so einfach abwandte, packte Henry ihn bei der Schulter und drehte ihn energisch zu sich herum. "Was fällt dir ein mich einfach stehen zu lassen?!", brüllte er ihn an. "Du glaubst wohl auch, du kannst dir alles erlauben! Ich mache nur meine Arbeit, William, etwas, was ich von dir gerade nicht behaupten kann."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Mi Sep 23, 2015 11:21 pm

William

Henrys Worte machten William nur noch wütender, aber gleichzeitig versetzten sie ihm auch einen gewaltigen Stich. Und die Tatsache, dass solche Vorwürfe aus Henrys Mund ihn noch immer so verletzten, führte William einmal mehr vor Augen wie abhängig er von Henry war, wie sehr er an diesem Mann hing und wie stark es ihm deshalb zusetzte im Streit mit ihm zu liegen.
William ballte die Hand so fest zur Faust, dass die Knöchel weiß hervortraten und in dem Moment in dem Henry ihn herum zog, nutzte er den Schwung aus und schlug zu. "Dann zeig mir doch endlich, dass ich mir nicht alles erlauben kann!" zischte William zornig. "Was muss ich denn noch tun? Meinen Sohn hast du wegen geringerem ins Exil geschickt und andere Männer würdest du für solch ein Verhalten töten lassen. Was soll ich also noch tun?" knurrte William verärgert.
Jedes Mal, wenn William um die Aufhebung von Roberts Urteil gebeten und dabei seine jahrelange Freundschaft zu Henry ins Feld geführt hatte, hatte dieser das Argument abgewiesen und gesagt, er könne Robert nicht bevorzugt behandeln ... und das hatte William wieder und wieder zugesetzt, denn was bedeutete seine Stellung, all seine Macht und der Reichtum noch, wenn er damit seine Familie nicht einmal schützen konnte?
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Do Sep 24, 2015 9:45 am

Henry II

Henry hätte William am liebsten gepackt und geschüttelt. Dessen Sturheit ging ihm auf die Nerven. Und statt sich seiner Treue zu versichern und so dafür zu sorgen, dass Robert zurückkehren konnte, provozierte William ihn, wo er nur konnte. Das war völlig unlogisch.
Im nächsten Augenblick taumelte er einen Schritt zurück und legte die Hand an seine blutige Nase. William hatte immer noch einen verdammt harten Schlag. Seine Augen funkelten wütend auf, als er William am Kragen packte und zu sich zog.
"Was fehlt dir eigentlich ein? Du weißt genau, dass ich  das nicht kann. Soll ich dich ins Gefängnis stecken lassen? Weil der Tower so schön war? Hör auf mit dem Unsinn!" Er konnte William nicht noch einmal einsperren oder verbannen. Dazu setzte ihm das Ganze selbst zu sehr zu.
"Du benimmst dich, als wärst du nicht Herr deiner Sinne."
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Do Sep 24, 2015 1:45 pm

William

William sah den Zorn in Henrys Augen auflodern und im nächsten Moment wurde er am Kragen gepackt - doch das, was William sich insgeheim erhofft hatte, blieb aus.
"Wenn du das nicht kannst, wieso kannst du dann meinen Sohn nicht wieder zurück holen, du elender Bastard?" zischte William wütend, versuchte sich aus Henrys Griff zu befreien.
"Was erwartest du von mir, Henry? Ich habe dir gesagt, dass ich in dieser Situation keinen Wert mehr darauf lege, dein Lordkanzler zu sein. Ich kann einfach nicht mit dir zusammen arbeiten, also unternimm endlich irgendetwas!" William hatte Henry nun seinerseits ebenfalls am Kragen gepackt und hatte nicht übel Lust ihm noch einen Schlag zu verpassen. "Tu etwas und wenn du meinen Sohn nicht zurückholen willst, dann wirst du mich wohl wirklich wegsperren müssen, wenn du es so nicht mehr mit mir aushältst!"
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Do Sep 24, 2015 1:57 pm

Henry II

Henry hatte sich fest vorgenommen es nicht zu tun und sich dieses eine Mal zu beherrschen, doch er schaffte es einfach nicht. Bevor er sich wieder unter Kontrolle hatte, ohrfeigte er William hart. Er stieß ihn von sich, sodass sein Gegenüber unsanft mit der Wand kollidierte.
"Weil du es bist! Du weißt ganz genau, was du mir bedeutest." William war immer schon sein Freund gewesen, seit sie Jungen gewesen waren. Sein Freund und ihm wie ein Bruder. Er brauchte ihn, aber im Moment machte ihm all das schwer zu schaffen.
"Und du weißt, dass ich die Strafe nicht einfach aufheben kann." Hunderte Male, so kam es ihm vor, hatten sie dieses Thema schon durchgekaut. Aber sie verstanden einander nicht.
"Ach, du kannst mich mal...", fauchte er und drehte sich um, um mit energischen Schritten diesem Konflikt erneut aus dem Weg zu gehen. Und sein Weg führte ihn, erstaunlicherweise, direkt zu Eleonore. Es gab nur einen Menschen, der ihm noch helfen konnte. Und das war seine Gemahlin...


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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Do Sep 24, 2015 2:05 pm

William

Henrys Ohrfeige sorgte dafür, dass Williams Kopf hart zur Seite gerissen wurde, dennoch funkelten Williams Augen mutwillig und der Schmerz, der ihn einen Moment lang durchzuckte, war ihm mehr als willkommen. Bevor er jedoch reagieren konnte, stieß Henry ihn grob von sich, so dass William zurück stolperte und nur die Wand seinen Sturz unsanft verhinderte.
Kurz rang William nach Atem und sah dann zu Henry hinüber. "Natürlich weiß ich das, weil es mir mit dir genauso geht, Mistkerl. Und dabei hast du das nicht einmal verdient, undankbar wie du bist." erwiderte William bissig und drückte sich langsam von der Wand weg.
"Das kannst du sehr wohl! Du bist der König, verdammt noch mal!"
Als Henry sich dann auf einmal umdrehte, fühlte William sich regelrecht betrogen. Er wollte das hier endlich zu Ende bringen und nun trat ausgerechnet Henry den Rückzug an? "Bleib hier, du elender Feigling! Du bist zu mir gekommen, nun lauf nicht einfach davon." William eilte Henry hinterher und packte ihn am Arm, um ihn zu sich herum zu ziehen.
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BeitragThema: Re: William und Joanna - ab 1183 bis 1184   Do Sep 24, 2015 2:14 pm

Henry II

Henry hob die Schultern, ein wenig bedauernd. "Ich weiß, dass ich das nicht verdient habe, das ist mir nicht neu. Und trotzdem bleibst du an meiner Seite seit Jahrzehnten."
William bedeutete ihm auf eigene Art und Weise ebenso viel wie Jane es getan hatte. Wie Eleonore es tat...William war ein Teil seiner Familie.
Als William ihn aufhielt, fuhr Henry herum. "Ich kann es nicht, verstehst du das nicht? Ich kann nicht einfach ein Urteil wieder aufheben! Auf solche Dinge warten sie doch nur!" Jetzt, wo sein Erbe tot war und die Lage unsicher schien, wo Geoffrey nur auf neue Möglichkeiten zur Rebellion wartete und Richard sich ebenso von ihm abgewandt hatte wie sein Lordkanzler. Er stand allein und musste diese Last allein tragen. Und wenn er anfing Schwäche zu zeigen, dann würden sie alle sich auf ihn stürzen wie die Hyänen.
"Es war dumm von mir, wieder das Gespräch zu suchen. Es kommt ohnehin nichts dabei raus."
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